Haben Sie gerade die Nachrichten aus Teneriffa verfolgt? 14 kleine Erdbeben in nur wenigen Stunden, direkt bei der berühmten Caldera. Das klingt beunruhigend, und ich verstehe, wenn Sie sich fragen, ob Sie Ihre nächste Reise besser absagen sollten. Aber hier kommt der Knackpunkt: Die Experten sagen „alles cool“, und viele übersehen den entscheidenden Grund, warum das wahrscheinlich stimmt.
In meinem Job habe ich gelernt, dass die Angst oft größer ist als die tatsächliche Gefahr, besonders wenn es um Geologie geht. Wir sehen die Schlagzeilen und malen uns sofort eine Katastrophe aus. Doch hinter dieser kleinen Erschütterungsserie steckt ein Muster, das fast alle Angsthasen ignorieren, weil es zu technisch klingt.
Der „Schwarm“ kommt, aber die Lava bleibt tief
Was auf Teneriffa passiert ist, nennen Experten ein „seismisches Schwarmereignis“. Zwischen dem späten Abend des 29. Dezember und der frühen Morgenstunde des 30. Dezember wurden 14 kleine Aufzeichnungen registriert.

Jetzt kommt der Teil, der viele nervös macht. Wenn Sie an die Kanaren denken, denken Sie an Vulkane. Und Beben? Bedeutet das, der Teide wacht auf?
Die Fakten, die Sie kennen müssen (und die Angst nehmen)
- Die Stärke: Die größte Erschütterung lag bei einer Magnitude von 1 auf der Richterskala. Das ist vergleichbar mit einem schweren Schritt auf Holzboden – kaum spürbar.
- Die Tiefe ist entscheidend: Die meisten dieser Mikro-Beben saßen zwischen 8 und 16 Kilometern tief. Das sendet ein klares Signal an die Wissenschaftler des Involcan.
- Das Frequenz-Rätsel: Die Forscher haben analysiert, dass die Signale vorwiegend „niederfrequent“ sind. Das ist wichtig, denn es deutet auf Spannungen in der Tiefe hin, aber nicht auf Magma, das kurz vor dem Ausbruch steht.
Ich habe mir die Berichte vom 7. November angesehen – da gab es ein ähnliches Vorkommnis. Was ich dabei bemerkt habe: Solche Schwärme sind auf Teneriffa keine Seltenheit. Es ist das Pochen des lebendigen Vulkans, nicht sein Todeskampf.
Ihr Schutzschild: Was Experten jetzt NICHT sehen
Die gute Nachricht ist: Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs auf kurze oder mittlere Sicht bleibt laut Involcan niedrig. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen „Aktivität“ und „Gefahr“.

Hier ist der Lifehack, den Sie anwenden können, falls Sie in der Gegend wohnen oder sich Sorgen machen:
Der Frequenz-Check für Laien: Wenn Sie Nachrichten über Beben hören, fragen Sie sich nicht nur, wie stark es war, sondern auch, wo es herkam. Wenn die Nachrichten über reine, geringe Tiefenaktivität ohne deutliche Stärkezunahme sprechen, handelt es sich meist um „tektonische Entspannung“ – das Gestein bewegt sich und gibt Druck ab, ohne dass Magma nach oben drückt.
Viele Einwohner, die ich kenne, neigen dazu, bei jeder kleinen Meldung sofort die Koffer zu packen. Das lenkt nur ab. Konzentrieren Sie sich auf die offiziellen Warnungen zur Stärke und der nachfolgenden Aktivität. Ein tief sitzender Schwarm ist wie das Knistern in einer alten Heizung – störend, aber kein Grund, das Haus abzureißen.
Die Wissenschaftler halten die Lage fest im Griff, aber es ist verständlich, dass diese wiederkehrenden Schocks unsere Ruhe stören. Was denken Sie? Würden Sie trotzdem vorsichtiger sein oder vertrauen Sie den Experten, wenn sie von „niedriger Wahrscheinlichkeit“ sprechen?









