Sie planen einen Familienurlaub über die Feiertage und die Preise für Strandresorts in der Karibik lassen Ihnen den Atem stocken? Geht es Ihnen auch so, dass die vermeintlich günstigen Optionen schnell im Chaos enden, sobald man Trinkgelder und versteckte Kosten dazurechnet? Ich stand vor genau diesem Dilemma, als wir $9000 für eine zwölftägige Luxuskreuzfahrt der Reederei Seabourn berappten – und das in der teuersten Reisezeit des Jahres.
Bevor Sie jetzt denken, das sei pure Verschwendung: Lesen Sie weiter. Wir haben nämlich genau nachgerechnet und festgestellt, dass diese Luxusreise unser Kontostand am Ende weniger strapaziert hat, als ein vergleichbarer Aufenthalt in einem Fünf-Sterne-Resort auf St. Barts. Und das Beste? Wir mussten nur einmal auspacken.
Die Kostenfalle: Warum Strandurlaub schnell zur Kostenfalle wird
Wir wollten in die Karibik, aber wir wollten uns nicht mit dem ständigen Logistik-Albtraum herumschlagen. Die Vorstellung, jeden zweiten Tag Koffer zu packen, neue Transfers zu organisieren und ständig zu überlegen, wo wir zum Abendessen essen, klang für eine Mehrgenerationenreise nach purem Stress.
Als ich die Preise für gehobene Resorts sah, verschlug es mir fast den Atem. Auf Barbados oder St. Barts verlangten einige Hotels über 4000 Dollar pro Nacht – und das war die reine Zimmerrate! Essen, Getränke, sogar die obligatorischen Trinkgelder schlugen noch obendrauf.

Hier kam der Wendepunkt: Nach einer knallharten Kalkulation wirkte die All-Inclusive-Kreuzfahrt plötzlich wie das logischere Schnäppchen.
Was wir für 9000 Dollar (ca. 7600 Euro) bekamen
Wir buchten die günstigste angebotene Suite auf der Seabourn Ovation. Man darf hier keine Erwartungen an eine Suite aus einem US-Hollywood-Film haben, aber die Realität hat mich positiv überrascht. Man fühlte sich eher in einem **europäischen Boutique-Hotel** als auf einem Schiff.
Was zählt, wenn man so viel Geld ausgibt? Details!
- Der Kleiderschrank: Die Größe war ideal, sodass trotz der Reisedauer alles entspannt Platz fand. Ein oft übersehener Luxus!
- Das Badezimmer: Zwei Waschbecken – das erspart Sonntagmorgen-Streitigkeiten in der Familie. Eine kompakte, aber tadellose Dusche.
- Die Verpflegung: Alle Hauptmahlzeiten und die gut gefüllte Minibar (bestückt nach unseren Wünschen!) waren inklusive.
Der wahre Wert: Orte sehen, ohne umzuziehen
Das Hauptargument für die Kreuzfahrt war für mich die Effizienz der Reise. Innerhalb von zwölf Tagen haben wir eine erstaunliche Anzahl neuer Inseln und Häfen gesehen. Diesen Reisefluss schätzen viele Kreuzfahrt-Skeptiker falsch ein – es ist kein Gefängnis auf dem Wasser.
Viele glauben, man hängt nur am Pool fest. Das stimmt nicht. Wir bemerkten, dass die Organisation der Landausflüge überraschend fair und gut durchdacht war. Sie kosten extra, ja, aber sie sind **keine reine Abzocke**.

Der Lifehack für Entspannung an Bord: Anstatt sich in die Hauptpools zu stürzen, habe ich mir ein wenig Zeit genommen und „The Retreat“ erkundet. Das war unser persönlicher Ruhepol an Bord. Weniger überfüllt, exklusiver. Viele Gäste scheinen diesen Bereich zu übersehen, weil sie sich auf die Hauptdecks konzentrieren.
Das Urteil: Ein kalkulierter Luxus
Hätte ich die Wahl zwischen einem 12-tägigen Luxus-Resortaufenthalt, bei dem ich jeden Tag separat Essen, Ausflüge und Trinkgelder einkalkulieren muss, und dieser Kreuzfahrt – ich würde wieder zur Seabourn greifen.
Warum? Weil der Gesamtpreis am Ende transparenter und das Reiseerlebnis kompakter war. Die festlichen Überraschungen, die die Reederei während der Feiertage eingebaut hatte, rundeten das positive Gefühl ab.
Was denken Sie? Würden Sie für den Komfort des „Einmal-Auspackens“ und All-inclusive-Essens $9000 in die Hand nehmen, oder bevorzugen Sie die totale Kontrolle im eigenen Strand-Apartment?









