Sie stehen im Drogeriemarkt vor den Regalen, die mit bunten Pulvern und Kapseln gefüllt sind, und fragen sich: Werde ich gerade abgezockt? Viele von uns geben unnötig Geld für Nahrungsergänzung aus, weil der Hype zu groß ist. Ein erfahrener Personal Trainer aus New York hat nun verraten, welche drei Präparate er mit einem Budget von nur 100 Dollar (etwa 90 Euro) immer wieder kaufen würde – und welche teuren Trends er getrost ignoriert.
Ich habe in meiner Praxis oft beobachtet, wie Klienten durch überteuerte „Superfood“-Mischungen ohne nachweisbaren Effekt frustriert sind. Ben Foster, Gründer des People’s Athletic Club, nennt sich selbst einen „Supplement-Minimalisten“, aber mittlerweile steht er hinter gezielter Ergänzung. Bevor Sie jedoch irgendein Pulver kaufen, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, besonders wenn Sie gesundheitliche Vorbelastungen haben. Hier sind die drei Favoriten, die wirklich funktionieren.
Die Heilige Dreifaltigkeit: Was Leistung wirklich antreibt
Fosters Liste ist kurz, aber schlagkräftig. Er setzt auf bewährte Stoffe, deren Wirkung wissenschaftlich fundiert ist – und nicht durch schicke Verpackungen kaschiert wird.
Platz 1: Kreatin – Der Energie-Booster, den Profis kennen
Kreatin ist kein Steroid, sondern eine natürlich vorkommende Verbindung, die Ihre Muskeln mit Energie versorgt. Foster sagt dazu selbst: „Würde Kreatin heute entdeckt, wäre es wohl eine verbotene Substanz – so wirksam ist es.“

- Leistungssteigerung: Sie schaffen im Training spürbar die entscheidenden ein bis zwei Wiederholungen mehr.
- Gehirn-Boost: Aktuelle Forschungen deuten darauf hin, dass es kognitive Funktionen unterstützt, besonders bei Schlafmangel.
Wenn ich bei mir im Studio sehe, wie jemand durch Kreatin plötzlich einen mentalen Durchhänger überwindet, weiß ich, dass sich die Investition gelohnt hat. Es gibt Ihnen dieses kleine, unerklärliche Extra an Power.
Platz 2: Protein – Die clevere Abkürzung für Ihren Stoffwechsel
Klar, Proteine bekommen Sie durch Hähnchen und Quark. Aber ein hochwertiges Proteinpulver ist oft viel bekömmlicher und bequemer, gerade wenn der Zeitplan eng ist – typisch für uns Berufstätige in Deutschland, die nach Feierabend schnell ins Gym müssen.
Achtung beim Etikett: Foster warnt eindringlich vor „Proprietary Blends“. Das sind geheime Mischungen, bei denen Sie nicht wissen, wie viel von was drin ist. Setzen Sie stattdessen auf klare Quellen wie Whey, Erbsen- oder Reisprotein. Hier zählt nicht der Markenname, sondern die Transparenz.
Platz 3: Ballaststoffe – Das oft ignorierte Fundament
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Während jeder über Muskeln nachdenkt, vernachlässigen die meisten die Darmgesundheit. Ballaststoffe sind das Futter für Ihre wichtigen Darmbakterien.
Warum das wichtig für Fitness ist? Ein gesunder Darm hält Ihren Stoffwechsel auf Trab, was indirekt beim Fettabbau hilft und die gesamte Nährstoffaufnahme optimiert – ein Faktor, der oft unterschätzt wird, wenn man sich auf das Training auf dem Laufband fokussiert.
Tipp für den Start: Fangen Sie langsam an! Ballaststoff-Supplements können anfangs zu Bauchgrummeln führen. Geben Sie Ihrem Magen Zeit, sich anzupassen.

Wann Sie Ihr Geld lieber sparen sollten
Foster macht eine klare Ansage zu Produkten, die gerade in den sozialen Medien boomen, aber wenig Substanz bieten. Das beste Beispiel?
Das große Geldgrab: Grünpulver wie AG1
Laut Foster ist der Hype um diese „Superfood“-Pulver hauptsächlich Marketing. Es gibt keine überzeugenden Beweise dafür, dass sie Ihre Fitness messbar verbessern, und sie kosten ein Vielfaches dessen, was Kreatin oder reines Protein kosten. Gutes Gemüse aus dem Bioladen ist oft die bessere und günstigere Lösung.
Der wichtigste Schritt, den viele überspringen
Selbst die besten Supplements helfen nicht, wenn die Basis wackelt. Foster betont: Wenn Ihre Ernährung, Ihr Schlaf und Ihr Stressmanagement mies sind, sind diese drei Ergänzungen Peanuts. Der beste Rat, den er je gehört hat? Investieren Sie in ein umfassendes Blutbild, bevor Sie unnötig in Pulver investieren. So finden Sie reale Mängel, die Sie gezielt beheben können.
Haben Sie selbst schon einmal viel Geld für ein Supplement ausgegeben, dessen Wirkung Sie heute anzweifeln? Welches Produkt stand auf Ihrer Wunschliste, das Sie dann doch nicht gekauft haben?









