Sie sind unterwegs zum Mond – aber die Astronauten schliefen zuerst und kämpften mit der Bord-Toilette

Der Countdown ist durch, die „Artemis 2“-Rakete hat endlich abgehoben. Nach über 50 Jahren steht die erste bemannte Mondmission der neuen Ära! Doch während die Nation feiert, sickern Details durch, die zeigen: Selbst bei historischen Weltraumflügen läuft nicht alles nach Plan. Wussten Sie, dass die Astronauten direkt nach dem Start erst einmal ein echtes Problem mit der fernen Bord-Toilette hatten? Lesen Sie jetzt, welche unerwarteten Hürden die Crew auf ihrem Weg zu den 350.000 Kilometern Distanz bewältigen musste.

Der Start: Perfekt inszeniert, aber hektisch korrigiert

Als die „Orion“-Kapsel endlich am frühen Morgen mithilfe der gigantischen „Space Launch System“ (SLS) Rakete von Cape Canaveral abhob, war es für viele ein Moment des kollektiven Stolzes. Endlich wieder Menschen auf dem Weg zum Erdtrabanten! Die Mission, benannt nach der griechischen Göttin, symbolisiert die Rückkehr der USA in die erste Reihe der Raumfahrtkonkurrenz – insbesondere gegenüber China, wie einige Politiker betonten. Doch die Vorbereitung war alles andere als reibungslos.

Hinter den Kulissen: Wenn die Technik mitten im Orbit streikt

Ich habe mir die Protokolle genau angesehen. Direkt nach der erfolgreichen Trennung der Stufen und dem Erreichen der Erdumlaufbahn passierten zwei Dinge, die zeigen, wie fragil diese Technologie noch ist. Zuerst das Technische:

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  • Kurzzeitig brach die Kommunikation mit Houston ab – ein einfaches Wechseln des Satelliten, aber ein Moment, in dem die Crew auf sich allein gestellt war.
  • Noch kurioser: Das Flight Termination System, das im Notfall die Rakete zerstört, wenn sie auf bewohnte Gebiete zusteuert, musste kurz vor dem Countdown noch manuell überprüft werden. Ein „ziemlich einzigartiger Zustand“, wie der NASA-Kommentator sagte.

Die Angst der deutschen Stars: Platz auf der Toilette

Während die amerikanischen Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch mit ihrem Kollegen Jeremy Hansen durch das All flogen, fieberten deutsche Raumfahrtveteranen wie Alexander Gerst und Matthias Maurer mit. Und genau hier kommt der Aspekt, den die NASA selten betont:

Man spricht von gigantischen Schritten, doch es sind die kleinen Dinge, die zählen. Astronautin Christina Koch meldete in die Zentrale, dass die Inbetriebnahme der Bord-Toilette fehlgeschlagen sei. Eine orange Warnleuchte blinkte. Stellen Sie sich das vor: Sie sind 65.000 Kilometer von der Erde entfernt und müssen improvisieren.

Das „Provisorium“ für die Notdurft

Was taten die Profis? Sie griffen auf ein Modul zurück, das älter wirkt als manche ihrer Eltern. Sie mussten das Collapsible Contingency Urinal (CCU) – ein faltbares Notfall-Urinal – benutzen. Während die Ingenieure in Houston überlegten, wie sie das Mond-Klo reparieren, hieß es: Beutel und Trichter. Das ist kein Science-Fiction-Film, das ist Realität im Erdorbit.

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Zwischen Arbeit und Schlaf: Der lange Weg zum Mond

Nachdem die Crew diese ersten Stresspunkte gemeistert hatte – und das funktionierende deutsche Servicemodul (ESM) für Energie und Antrieb sorgte – folgte der nächste logische Schritt: Schlaf.

Für uns auf der Erde ist das vielleicht ein Witz, aber für die Crew ist es essenziell. Nach über zehn Stunden Flugzeit, bereits jenseits des geostationären Orbits (wo sonst TV-Satelliten kreisen), musste die Crew Energie sparen. Sie schliefen, bevor die nächste große Kurskorrektur anstand, die sie endgültig auf den Mond ausrichten würde. Sie haben noch etwa drei Viertel des Weges vor sich – circa 350.000 Kilometer.

Was denken Sie: Welche alltägliche Sache würden Sie am meisten vermissen, wenn Sie in der „Orion“-Kapsel unterwegs wären und die Bordtoilette kaputt ginge? Schreiben Sie es in die Kommentare!

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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