Stellen Sie sich vor: Sie sind mit drei anderen Menschen, tausende Kilometer von der Erde entfernt, auf dem Weg zum Mond. Ihre Mission: Geschichte schreiben. Doch dann, ganz banal, streikt das Badezimmer. Genau das ist einem der wichtigsten Raumfahrer-Teams unserer Zeit passiert, und viele Nachrichtenagenturen haben den vielleicht kuriosesten Moment dieser historischen Reise unter den Tisch fallen lassen.
Dieses Wochenende steht ein echtes Sci-Fi-Comeback an: Die Artemis 2-Mission hat die Menschheit erstmals seit über 50 Jahren wieder in den tiefen Raum jenseits der Erdumlaufbahn geschickt. Die Crew ist jetzt im Einflussbereich des Mondes. Aber bevor Sie an Raketentriebwerke und majestätische Ausblicke denken, sollten Sie wissen, mit welchen nervenaufreibenden Pannen sie sich herumschlagen mussten – und das betrifft ein Detail, das wir alle kennen.
Die „Apollo-13“-Momente: Wackliger Start und das Dusch-Dilemma
Der Start lief zwar unter dem Codenamen Space Launch System (SLS) wie geschmiert, aber die erste Nacht im All hatte es in sich. Es ist faszinierend, wie schnell selbst die fortschrittlichste Technologie auf Alltagsprobleme trifft. Die Astronauten, die uns in Deutschland (wo das ESM-Modul von Airbus gebaut wurde!) mit europäischer Technik zum Mond schicken, mussten sich plötzlich wie frischgebackene Camper am Morgen nach dem Zeltaufbau fühlen.

Als die Mondtoilette rebellierte
Hier kommt der Knackpunkt, den ich persönlich besonders bemerkenswert finde: Die einzige Toilette im „Orion“-Raumschiff, die so konzipiert ist, dass sie – ähnlich wie Ihre Kaffeemaschine, nur ohne Wasser – Abfall durch Luftansaugung entsorgt, hat kurz nach dem Erreichen der Umlaufbahn im Grunde gestreikt. Orange Warnleuchten! Erinnern Sie sich, als in Deutschland die erste Corona-Welle kam und plötzlich jeder seinen Wochenend-Ausflug planen musste? Die Crew hatte ein ähnliches Gefühl.
- Absolute Privatsphäre? Fehlanzeige: Astronautin Christina Koch musste vorübergehend auf ein Festhalt-System aus Beutel und Trichter ausweichen.
- Der „Grand Canyon“ des Mondes: Währenddessen sahen die Kollegen den fantastischen Orientale-Krater, während sie sich mit der einfachsten Notdurft herumschlugen.
- Die Lösung war simpel: Nach ein paar Tipps aus Houston – ja, selbst im Weltall braucht man Support – lief das Experimentalklo wieder.
Warum ist das wichtig? Wir neigen dazu, bei Raumfahrt nur an die Sterne zu denken. Aber diese kleinen Ausfälle zeigen: Jede Komponente muss sitzen. Wenn sich die Crew auf eine Notfall-Klo-Prozedur konzentrieren muss, fehlt die mentale Kapazität für kritische Manöver.
Der wahre historische Sprung: Weiter weg als je zuvor
Abgesehen von den Sanitär-Nervositäten leisten die vier Helden Unglaubliches. Sie sind auf dem Weg, den alten Rekord der Apollo 13-Mission zu brechen und weiter von der Erde entfernt zu sein als jeder Mensch zuvor. Momentan befinden sie sich in der Einflusssphäre des Mondes – das bedeutet, dass die Anziehungskraft des Mondes dort stärker auf sie wirkt als die der Erde.

Stellen Sie sich das vor: Sie blicken aus dem Fenster und sehen die Erde als leuchtenden blauen Marmor, während der Mond riesig vor Ihnen hängt. Ein Moment, der sie alle ins Innehalten brachte, wie Astronaut Victor Glover berichtete.
Wir in Deutschland sind nicht nur Zuschauer. Mit Komponenten, die in Europa entwickelt wurden, sichern wir nicht nur die Energieversorgung, sondern legen auch den Grundstein dafür, dass europäische Füße eines Tages wieder auf dem Mond landen können. Das ist die eigentliche Inspiration für die Kinder, die heute auf dem Spielplatz Fußball spielen, anstatt über Raketenantriebe nachzudenken.
Die Soundtrack-Überraschung im All
Zum Schluss noch eine Kuriosität, die zeigt, wie normal diese Menschen trotz allem sind: Sie werden jeden Tag durch Musik geweckt. An einem Tag rockender Aufstand mit Chappell Roans „Pink Pony Club“, am nächsten Tag sanfter mit John Legend. Aber Achtung: Der „Pink Pony Club“ war wohl zu viel des Guten und wurde schnell wieder abgedreht – man möchte ja nicht mit Adrenalin in ein tägliches Trainingsprogramm starten.
Was denken Sie? Welches Lied müsste die NASA auf Ihre Weck-Playlist setzen, wenn Sie morgen zum Mond fliegen würden?









