Hören Sie mal, Sie denken, Sie kennen den Nachthimmel? Denken Sie nochmal nach. Gerade jetzt rast ein Besucher unserer Galaxie vorbei, der alles Bisherige in den Schatten stellt. Die interstellare Kometin 3I/ATLAS wird immer heller und zeigt eine Farbe, die Sie garantiert noch nie bewusst am Himmel gesehen haben. Wenn Sie diese Woche nicht hinschauen, verpassen Sie einen echten kosmischen Superlativ.
Das grünliche Geheimnis: Warum die kosmische Schönheit so leuchtet
Ich habe mir die neuesten Aufnahmen von Astronomen angesehen, die mit dem Gemini North Teleskop auf Hawaii gemacht wurden. Was ich sah, war verblüffend: Die Kometin leuchtet in einem intensiven Grün. Das ist kein Zufall und auch kein Fehler in der Kamera.
Viele von uns sehen Kometen als einfache Eisbrocken. Aber bei ATLAS ist etwas anders. Wenn dieses Ding der Sonne zu nahe kommt, passiert die Magie – oder besser gesagt, die Chemie. Das Eis sublimiert, wird direkt zu Gas. Und genau hier kommt der Knackpunkt:
Die Kohlenstoff-Show
In der freigesetzten Gaswolke sind sogenannte zweiatomige Kohlenstoffmoleküle. Wenn diese Moleküle von der intensiven Sonnenstrahlung angeregt werden, strahlen sie genau dieses unverkennbare, fast schon unheimliche Grün ab. Dasselbe Phänomen sehen wir manchmal bei anderen Kometen, aber bei ATLAS ist es gerade besonders intensiv.

- Es ist ein Zeichen höchster Aktivität.
- Ähnliche grüne Töne gab es zuletzt beim Kometen SWAN, aber ATLAS ist gerade der Star.
- Die Farbe ist Ihr direktes Indiz dafür, wie viel Eis gerade verdampft.
Vorsicht: Der Effekt kommt mit Verzögerung
Wissenschaftler warnen davor, die Aktivität der Kometin zu unterschätzen. Viele Himmelskörper reagieren auf die Hitze der Sonne nicht sofort. Das ist wie bei einem kalten Tiefkühlschrank, den Sie an die warme Heizung stellen: Es dauert eine Weile, bis die Reaktion durchschlägt.
Deshalb könnte die Kometin in den kommenden Tagen einen regelrechten **„Kometen-Ausbruch“** erleben. Es werden neue, unbekannte Substanzen freigesetzt, die wir erst jetzt analysieren können.
Interessant, oder? Im Grunde ist das hier ein gigantisches, mehrere Kilometer großes Labor, das gerade erst auf Hochtouren läuft. Forscher nutzen das, um herauszufinden, woraus dieses Ding überhaupt besteht, das nicht aus unserem Sonnensystem stammt.

Der kritische Moment: Wann ist die beste Sichtung?
Die interstellare Reisende besucht uns nur einmal. Die gute Nachricht: Am Freitag kommt sie uns am nächsten. Wir sprechen hier von „nur“ 270 Millionen Kilometern Abstand zur Erde. Kein Grund zur Sorge, die Kometin ist auf einem sicheren Kurs, anders als manche Spekulationen es vielleicht andeuten.
Praktischer Tipp für Beobachter: Da die Kometin gerade so exponiert ist, lohnt sich ein Blick in den frühen Morgenstunden. Suchen Sie sich einen Ort mit wenig Lichtverschmutzung, vielleicht auf dem Balkon, den Sie normalerweise für das Handy- oder Fernsehlicht ignorieren. Selbst ein einfaches Fernglas kann nun mehr zeigen als die NASA in den 90ern!
Was Sie unbedingt über ATLAS wissen sollten:
- Es ist erst das dritte Objekt, das wir als interstellaren Besucher identifizieren (nach ʻOumuamua und Borisov).
- Einige Experten, wie Professor Avi Loeb von Harvard, spekulieren über eine mögliche künstliche Herkunft – eine Theorie, die durch einige Anomalien genährt wird.
- Dieses Ding rast mit etwa 250.000 km/h durch das All und ist wahrscheinlich Milliarden Jahre alt.
Wir beobachten hier etwas, das vielleicht älter ist als unser Planet selbst. Und es kommt vorbei, während Sie am Wochenende Ihren Kaffee trinken.
Was denken Sie? Sollten wir eher hoffen, dass diese eisigen Außerirdischen harmlos sind, oder lieber neugierig sein, welche Geheimnisse sie mitbringen? Schreiben Sie es in die Kommentare!









