Ich hielt den Tod in der Hand: Dieser Winzling auf den Philippinen hat kein Gegenmittel

Stellen Sie sich vor: Sie machen Urlaub an einem traumhaften Strand, tauchen kurz in die türkisfarbene See und finden ein kleines, fast schon niedliches Tier. Sie denken: Perfekt für ein Urlaubsfoto. Doch in diesem Augenblick halten Sie potenziell den sicheren Tod in Ihrer Hand. Genau das ist einem britischen Touristen passiert, der eines der giftigsten Lebewesen der Welt ans Meer holte. Die Experten sind fassungslos.

Dieser Vorfall erinnert uns daran, dass Schönheit im Ozean oft eine tödliche Tarnung ist. Wenn Sie das nächste Mal im Urlaub in Deutschland oder auf den Kanaren im Wasser sind, sollten Sie eine Sache besser wissen. Denn was dieser Mann tat, brachte ihn dem berüchtigten „Darwin Award“ näher als jede andere Dummheit dieses Jahres.

Dieser Oktopus sieht harmlos aus – und genau das macht ihn so gefährlich

Für den 72-jährigen Andy McConnell war es reine Faszination. Er entdeckte den Blau-geringelten Krake vor Santa Fe und hielt ihn, wie auf Instagram zu sehen, demonstrativ hoch. Seine einzige Erklärung? „Habe es noch nie gesehen.“ Und genau hier liegt die Falle, die Biologen immer wieder betonen.

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Viele von uns denken bei „Gift“ an Schlangen oder Spinnen. Doch dieser Krake ist ein echter heimlicher Killer aus der Natur. Wissenschaftler warnen davor, denn die Warnsignale sind subtil:

  • Die Ringe sind das Signal: Die leuchtend blauen Ringe am Körper des Tieres erscheinen nur dann, wenn der Oktopus sich bedroht fühlt und kurz davor steht, zuzuschlagen. McConnell hatte höchstes Glück.
  • Versteckspiel bis zuletzt: Normalerweise tarnen sich diese Tiere extrem gut in Felsspalten. Ihre Tarnfähigkeiten sind legendär.
  • Der Beweis im Nervensystem: Das Gift ist ein Neurotoxin, das die willkürliche Muskulatur lähmt. Das Schlimmste daran: Das Opfer bleibt bei vollem Bewusstsein, während der Körper versagt.

Tausendmal stärker als Cyanid: Was in seinen Speicheldrüsen steckt

Vergessen Sie herkömmliche Gifte. Die National Library of Medicine klassifiziert das Tetrodotoxin dieses wenigen Zentimeter großen Tieres als tausendmal tödlicher als Cyanid. Wenn Sie in Deutschland ein hochwirksames Schädlingsbekämpfungsmittel kaufen, ist es immer noch schwächer als das, was dieser Oktopus im Ernstfall freisetzt.

Klingt unglaublich, aber es gibt weltweit nur elf bekannte Todesfälle. Warum? Weil die meisten Menschen nach dem ersten Anzeichen von Gefahr die Finger weglassen. McConnell aber hat das Tier mehrfach untersucht.

Faktencheck: Jedes einzelne Exemplar trägt genug Gift in sich, um rechnerisch 26 erwachsene Menschen innerhalb von Minuten zu töten. Es existiert kein Gegengift.

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So überleben Sie die Begegnung – Ihre 3-Schritte-Regel für den Urlaub

Auch wenn der Blau-geringelte Krake primär in Australien und Teilen des Pazifiks vorkommt, müssen wir unsere Lektion aus diesem Vorfall ziehen, gerade weil wir im Sommer oft an der Ostsee oder Nordsee baden. Es geht um die generelle Regel im Umgang mit unbekannten Meerestieren. Das ist Ihr praktischer Wert für diesen Artikel:

  1. Niemals anfassen, niemals füttern: Egal wie klein, wie bunt oder wie „cool“ es aussieht. Wenn Sie es nicht eindeutig als Muschel identifizieren können, lassen Sie es im Wasser.
  2. Abstand halten, auch wenn es sich bewegt: Besonders kleine Tiere, die am Grund kriechen, sind oft Opportunisten. Wenn sie sich gehetzt fühlen, reagieren sie defensiv.
  3. Die Farbe ignorieren: Lassen Sie sich nicht von der Ästhetik blenden. Bunte Warnfarben signalisieren in der Natur fast immer Gefahr – denken Sie an die giftigen Pfeilgiftfrösche in Südamerika.

Der Tourist hatte pures Glück, da das Tier sein Arsenal nicht entladen hat. Er erfuhr erst im Nachhinein, was für ein enormes Risiko er eingegangen ist, als seine Kommentare geflutet wurden. **Die meisten Menschen sind im Urlaub im Angriffsmodus: Entdecken, fotografieren, teilen.** Das kann tödlich enden.

Wir müssen lernen, die Schönheit der Natur zu respektieren, ohne sie in die Hand nehmen zu müssen. Was war Ihr größter „Beinahe-Unfall“ im Urlaub, bei dem Sie erst im Nachhinein erkannten, wie gefährlich es war?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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