Diese Wasserwerke stecken heimlich Tausende in Blumen – was sie wirklich vor den Schmetterlingen verbergen.

Hören Sie mal: Während wir uns über steigende Lebenshaltungskosten und leere Artenlisten ärgern, passiert direkt vor unserer Nase etwas Entscheidendes. Viele denken, Kläranlagen sind reine Betonwüsten. Ich sage Ihnen: Das stimmt so nicht mehr. In La Laguna hat ein unscheinbares Unternehmen jetzt eine biologische Bombe gezündet, die Ihr Denken über Industrie und Natur verändern wird.

Vergessen Sie Hochglanzbroschüren. Es geht um das **Überleben der Bestäuber**, und die Lösung liegt nicht im fernen Amazonas, sondern direkt neben dem Abwasserbecken. Viele von uns übersehen, wie kritisch das Fehlen von Insekten für unsere Supermarktregale ist. Und genau hier kommt der absolute Geniestreich ins Spiel.

Die 25 Quadratmeter, die das Ökosystem retten

Die Firma Teidagua, die die Abwasseranlage in Punta del Hidalgo betreibt, hat sich nicht einfach mit Compliance zufriedengegeben. Sie hat Freiwilligenstunden in Biodiversitäts-Power umgemünzt. Das Ergebnis? Ein Schmetterlingsgarten, kleiner als manch kleiner Balkon, aber mit enormer Wirkung.

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Ich war überrascht, wie strategisch hier vorgegangen wurde. Es ging nicht darum, *irgendetwas* zu pflanzen. Wenn Sie bisher dachten, „Blumen für Insekten“ sei die ganze Geschichte, dann **liegen Sie falsch**. Es ist ein hochspezifisches Habitatdesign.

Der heimliche Superstar: Warum die Asclepias zählt

Wenn Sie das nächste Mal eine Pflanze sehen, fragen Sie sich: Füttert sie die nächste Generation? In diesem Garten sind bestimmte Pflanzen – wie die heimische Salbei oder die Tabaiba – die Hauptdarsteller. Aber die wahre Sensation betrifft die Monarchfalter. Viele wissen nicht, dass diese Falter einen einzigen, knallharten Ernährungsplan für ihre Larven haben.

  • Der Monarchfalter legt seine Eier **ausschließlich** auf der Seidenpflanze (Asclepias) ab.
  • Die Raupen fressen **nichts anderes**. Wenn diese Pflanze fehlt, stirbt der Zyklus sofort ab.
  • Man hat hier bewusst auf invasive Arten verzichtet – eine Lektion, die sich jeder Hobbygärtner verinnerlichen sollte.

Der Beweis liegt im Detail: Kaum war der Garten angelegt, krochen bereits die ersten Raupen aus den Eiern. Das zeigt: Diese Tiere kennen ihre Nahrungsquelle besser, als wir denken.

Ihr persönlicher Bio-Hack: Was der Industriegarten von Ihrem Beet lernen kann

Das Schönste an diesem Projekt: Es ist nicht nur für die riesige Anlage relevant, sondern auch für Sie, wenn Sie am Wochenende in Ihrem eigenen kleinen Garten in der Region etwas bewegen wollen. Die Devise lautet: Weniger Müll, mehr Nutzen.

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Viele von uns pflegen hierzulande immer noch große Rasenflächen, die immense Mengen Wasser kosten. Die Strategie in La Laguna war klar: **Rasen raus, heimische Vielfalt rein.** Das ist nicht nur gut für die Insekten, sondern auch für Ihren Wasserzähler.

Der Aha-Moment: Statt teure Exoten zu kaufen, die hier nicht hingehören, setzen Sie auf die lokale Speisekarte. Die kleinen, unscheinbaren Pflanzen, oft mit nur einem kleinen Namensschild (wie die kleinen Kacheln dort beschriftet sind), sind die wahren Arbeitstiere der lokalen Nahrungskette.

Dieses Projekt – eingebettet neben einem Teich, der mit aufbereitetem Wasser versorgt wird – zeigt, dass Industrieanlagen nicht Feinde der Natur sein müssen. Sie können zu Hochburgen der Artenvielfalt werden, wenn man nur die richtigen Pflanzen an die richtigen Stellen setzt.

Was denken Sie: Sollte jede große Infrastrukturanlage in unserer Region so einen kleinen „Biodiversitäts-Boost“ bekommen, oder ist das nur eine nette Randnotiz?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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