Stecken Sie fest? Jeden Morgen zur gleichen Zeit in die gleiche Krawatte oder ins gleiche Homeoffice-Outfit, während die Karrierekarriere stagniert? Viele glauben, harte Arbeit allein reiche. Aber was, wenn der beste Weg nach vorn ein radikaler Schritt zurück ist? Die 30-jährige Expertin Nurya kündigte ihren hochdotierten Job in der Werbung, packte Zelt und Hund ins Auto und fuhr fünf Monate quer durch Europa. Was sie dort fand, war keine Postkartenidylle, sondern die gnadenlose Klarheit über ihren wahren Marktwert.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Job Sie auffrisst, aber der Gedanke an eine Kündigung Panik auslöst – lesen Sie weiter. Denn was Nurya während ihrer Auszeit lernte, widerspricht allem, was Ihnen die Generation über Ihnen beigebracht hat: Manchmal muss man Geld verbrennen, um echtes Kapital aufzubauen.
Der stille Schrei im Hamsterrad: Warum 30 die Warnstufe ist
Mit dem 30. Geburtstag – in vielen deutschen Städten der Zeitpunkt, an dem die Miete stabil ist und die Altersvorsorge beginnt – fühlte sich Nurya (damals Senior Social Media Strategin) gefangen. Die Werbebranche ist bekannt für ihr gnadenloses Tempo. Man ist begeistert, man rennt, aber irgendwann merkt man: Man rennt vielleicht in die falsche Richtung.
Das Problem: Im Sprint sehen Sie die Ziellinie nicht mehr klar.
Sie wusste, dass sie eine Pause brauchte, die mehr war als nur zwei Wochen Strandurlaub. Sie wollte bewusst die Verpflichtungen ablegen, die sie am Boden hielten. Deshalb lehnte sie das Angebot des unbezahlten Urlaubs ab. Warum? Weil die Tür offen bleiben nur dazu verleitet, schon mal das Notfall-Laptop einzupacken.

Die drei Gründe für den radikalen Schnitt
Es ging nicht um Langeweile. Es ging um strategische Neuorientierung. Überlegen Sie mal, ob diese Punkte auch auf Sie zutreffen:
- Klarheit schaffen: Im Alltag trennt man schwer zwischen Arbeit, die man liebt, und Arbeit, die nur Geld bringt.
- Die Rente ist morgen nicht interessant: Warten, bis man 67 ist, um das Leben zu genießen? Die neue Generation sagt: Nein, jetzt ist das Leben.
- Die Zeit läuft ab: Je mehr Verpflichtungen entstehen (Haus, Kinder, Hypothek), desto schwieriger wird der Sprung. Nurya nutzte ihr niedrigstes „Commitment-Level“.
Fünf Monate Freiheit: Das Dachzelt als Büro auf Zeit
Weil sie ihren Hund dabei hatten, blieb das Paar in Europa. Italien, Montenegro, Griechenland – die Kulisse wechselte, aber die Aufgabe blieb: Selbstreflexion bei langsamerem Tempo. Sie warteten auf einen „Aha-Moment“, aber dieser kam nie. Stattdessen kam das schleichende Wissen.
Anstatt durch Action kam die Erkenntnis durch Ruhe. Sie erkannte, dass ihre wirkliche Stärke in der strategischen Vision, dem Aufbau kulturell relevanter Marken und dem Gestalten von Projekten von Grund auf lag. Das ist eine Erkenntnis, die man im Dauerstress meistens überhört.
Der Mythos der Zwangspause
Viele denken: Wer pausiert, fällt zurück. Ganz im Gegenteil, sagt Nurya. Sie nutzte die Zeit, um als Expertin sichtbar zu bleiben, ohne Vollzeit arbeiten zu müssen:
- Sie fungierte als Jurorin bei internationalen Marketing-Awards.
- Sie hielt eine Grundsatzrede auf einer großen Strategiekonferenz.
- Sie gab eine Vorlesung an ihrer alten Universität.
Der Trick dabei: Diese Tätigkeiten stärken Ihr Profil, kosten aber kaum Zeit und bringen Sie voran, während Sie die Sonne auf der Haut spüren.

Die Rückkehr: Der Job kam zu ihr
Als Nurya Bewerbungsgespräche führte, wussten die Personaler, dass sie gerade Anrufe von einer Strandbar in Griechenland entgegennahm. Und das war okay. Es wurde nicht hinterfragt, es wurde akzeptiert. Karrierepausen sind im modernen Arbeitsmarkt angekommen, gerade wenn man so viel vorzuweisen hat wie sie (Ogilvy, TikTok).
Sie bekam ihren neuen Top-Job bei Ernst & Young relativ mühelos. Die Lektion? Wenn Sie wirklich gut sind, werden Unternehmen Sie wollen, egal wo Sie gerade sind. Man muss auf die eigene Intuition hören – das ist genauso wichtig wie das nächste Zertifikat.
Der wichtigste Lektion aus dem Süden: Die Tempo-Umstellung
Die mediterrane Lebensweise ist viel langsamer als der nordeuropäische Stress. Das lehrte sie, Dinge kommen zu lassen. Dieses Entschleunigen half ihr, alles wieder ins richtige Licht zu rücken und diese Ruhe nun in ihren hektischen New Yorker Arbeitsalltag zu übertragen. Das ist das wahre „Wie“: Nicht nur reisen, sondern das Tempo mitnehmen.
Ein letzter Hinweis: Das Ganze hat seinen Preis. Sie und ihr Freund haben ein Jahr lang extrem gespart. Dieser Luxus der Kündigung basiert auf bewusstem Konsumverzicht. Aber die Klarheit, die sie dafür tauschten, ist unbezahlbar.
Haben Sie auch schon einmal über eine solche Pause nachgedacht, oder hält Sie die Angst vor dem finanziellen Rückschritt ab? Teilen Sie Ihre Gedanken!









