Dieser Wolf starb vor 10.000 Jahren aus – jetzt haben sie ihn zurückgeholt (und es ist kein Klon)

Sie haben es tatsächlich geschafft: Ein Tier, das seit über 10.000 Jahren ausgestorben ist, streift angeblich wieder durch die USA. Vergessen Sie Dinosaurier-Filme – wir reden hier über das Dire Wolf, den „Gefürchteten Wolf“. Während wir uns hier in Deutschland über die steigenden Strompreise ärgern, haben Forscher in Dallas ein biologisches Wunder vollbracht. Sie haben nicht nur ein totes Tier zurückgebracht, sondern tun das heimlich, ohne dass die breite Masse es merkt. Sie müssen wissen, was jetzt in diesen spezialisierten Sheltern passiert – denn das ändert alles, was wir über Evolution dachten.

Das Ding mit dem ausgestorbenen Wolf: Warum das keine Hollywood-Fantasie ist

Der Hund, den Sie vielleicht kennen, ist ein Witz im Vergleich zu dem, was hier wiedergeboren wurde. Der Dire Wolf (Canis dirus) war kein gewöhnlicher Wolf. Stellen Sie sich einen Hund vor, der aussieht, als hätte er jahrelang nur Proteinpulver gegessen. Er hatte Kiefer, die Beton knacken konnten. Er jagte Mammuts und Riesenfaultiere. Und dann? Vor 10.000 Jahren war Schluss – wahrscheinlich wegen eines dramatischen Klimawandels (klingt bekannt, oder?).

Die Firma Colossal Biosciences dachte sich: Warum warten, bis die Natur es uns zurückgibt, wenn wir nachhelfen können? Sie nahmen Knochen und Zähne von Wölfen, die älter waren als die Pyramiden (ein Zahn war 72.000 Jahre alt!).

Der Schock: Sie haben ihn nicht geklont

Viele denken bei „Wiederbelebung“ sofort an Dolly, das Schaf, bekanntlich eine reine Klonierung. Aber hier kommt der Twist, der vielen Wissenschaftlern heute den Schlaf raubt:

Dieser Wolf starb vor 10.000 Jahren aus – jetzt haben sie ihn zurückgeholt (und es ist kein Klon) - image 1

  • Sie haben kein altes DNA direkt eingebaut. Das wäre zu riskant gewesen.
  • Stattdessen nahmen sie das DNA eines modernen Grauwolfs.
  • Dann spielten sie „Spielzeugtaschenlampe“ mit 14 Schlüsselgenen, um sie so aussehen und funktionieren zu lassen wie der ausgestorbene Gigant.

Das ist keine Kopie, sondern eine moderne Interpretation des Urtiers. Man könnte es vergleichen mit einer heutigen BMW-Karosserie, die aber die Motorleistung eines alten Formel-1-Wagens simuliert. Die Wissenschaftler haben also quasi den Bauplan des alten Wolfs in einen modernen Wirt „eingepflanzt“.

Romulus, Remus und die Leihmutter: Wie das Wunder zur Welt kam

Man kann nicht einfach einen uralten Wolf per Knopfdruck erschaffen. Es braucht Träger. Die Wissenschaftler mussten Eizellen von Haus- und Wölfen verwenden und diese dann in Leihmütter (Surrogatmütter) implantieren.

Das Ergebnis ist erstaunlich und leicht gruselig zugleich:

  • Am 1. Oktober 2024 kamen Romulus und Remus zur Welt. Genau, benannt nach den Gründern Roms, die ja bekanntermaßen von einer Wölfin aufgezogen wurden. Ironie pur.
  • Im Januar 2025 kam Khaleesi (ja, wie in Game of Thrones – weil sie mit Wölfen zu tun hat) hinzu.

Diese drei Tiere leben jetzt sicher in einem speziellen Habitat in den USA. Ich habe mir die Bilder angesehen, und man merkt: Die sind massiger, robuster gebaut als jeder Wolf, den Sie vielleicht in den Alpen oder im Bayerischen Wald vermuten würden. Sie sind **mächtige, neu erschaffene Fleischfresser**.

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Was bedeutet das für uns in Deutschland?

Momentan sitzen die Tiere in den USA, weit weg von unseren Wäldern. Aber die Technologie ist das Problem. Sie haben gerade bewiesen, dass man ausgestorbene Spezies zurückholen kann, ohne dass sie jemals existiert haben.

Was passiert, wenn diese Technologie auf Wildtiere übertragen wird, die *wir* ausgelöscht haben? Denken Sie an den Säbelzahntiger oder das Mammut. Die ethischen und ökologischen Fragen sind gewaltig. Wenn wir heute schon sehen, wie schnell so eine Sache in den USA umgesetzt wird, müssen wir uns fragen: Welche Lektionen aus dem Klimawandel, die damals den Dire Wolf auslöschten, haben wir **trotzdem nicht gelernt**?

Bevor Sie sich freuen, dass es bald „Jurassic Park“ mit Wölfen gibt: Bedenken Sie, dass diese Tiere 5,5 Millionen Jahre lang einen völlig anderen Entwicklungspfad einschlugen als unser heutiger Grauwolf. Sie sind genetisch nicht identisch, aber sie füllen eine ökologische Nische, die wir gerade künstlich schließen.

Ich frage mich wirklich, ob die nächste Generation von Biologen damit beschäftigt sein wird, neue Arten zu entdecken, oder ob sie nur damit beschäftigt sein wird, Arten zu „reparieren“. Was denken Sie: Ist die Rückkehr dieser Urtiere ein wissenschaftlicher Triumph oder die erste Stufe einer **gefährlichen Biowaffe gegen die Natur**?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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