Millionen für den besten Kopf, nur um dann festzustellen: Die Chemie stimmt nicht. Mark Zuckerberg hat Alexandr Wang, den Shootingstar der Daten-Szene, mit einem 10-Millionen-Paket zu Meta geholt. Es sollte der Neustart der KI-Strategie werden, weg vom Metaverse-Desaster. Doch was jetzt aus den Laboren sickert, klingt nach einem riesigen Machtkampf, der Milliarden kosten könnte.
Sie dachten, mit genügend Geld kauft man Frieden und brillante Köpfe? Scheint nicht so. Wir schauen uns an, warum dieser hochkarätige Transfer innerhalb kürzester Zeit zur Belastungsprobe für den Meta-Boss wurde und welche internen Spannungen nun die gesamte KI-Zukunft beeinflussen könnten.
Die Milliarden-Investition: Ein Blitzableiter für Zukerbergs Perfektionismus
Seit Zuckerberg verkündet hat, dass KI die Zukunft ist, pumpen sie Milliarden in Chips und Datenzentren. Die Einstellung von Alexandr Wang, dem SpaceX der Datenskalierung, war der krönende Abschluss. 10 Millionen Dollar für den Mann, der Meta endlich auf Augenhöhe mit OpenAI bringen sollte. Ein klares Signal: Jetzt wird ernst gemacht.
Die Strategie hinter dem Millionen-Coup
Meta hinkte hinterher. Die LLaMa-Modelle kamen nicht so an, wie erhofft. Interne Teams waren zerstritten, die Vision fehlte. Wang sollte die Bresche schlagen. Mit 28 Jahren bringt er Geschwindigkeit und Start-up-DNA mit. Genau das, was Zuckerberg laut eigener Aussage brauchte, um die Bürokratie in Schach zu halten.
- Die Hoffnung: Wang sollte frischen Wind und die nötige Aggressivität für den KI-Wettlauf bringen.
- Die Realität: Er landete in einem System, das er nicht kannte – und das von einer Person dominiert wird.

Das „Auge des Sauron“: Wenn Mikromanagement zum Konflikt führt
Hier beginnt die Geschichte, die sich im Silicon Valley hinter vorgehaltener Hand erzählt wird. Wang, der es gewohnt war, seine Firma Scale AI mit fast völliger Freiheit zu leiten, sitzt nun in einem Umfeld, das von Zuckerbergs persönlicher Aufsicht geprägt ist. Quellen berichten, dass Wang die ständige Einmischung des CEOs als erdrückend empfindet.
Ich habe in meiner Praxis erlebt, dass solche Führungskräfte von außen oft denken, sie könnten das Ruder schnell herumreißen. Aber wenn der Gründer, wie Zuckerberg, dafür bekannt ist, sogar technische Details zu überwachen, knallt es. Im Meta-Jargon wird Zuckerbergs Dauerpräsenz liebevoll das „Auge des Sauron“ genannt.
Warum Changeling-Mentalität auf CEO-Kontrolle trifft
Wang wurde geholt, um anders zu denken. Zuckerberg will Ergebnisse, schnell. Wang erwartet jedoch die Autonomie, die erfolgreiche Start-ups brauchen. Das ist ein fundamentaler Clash der Kulturen. Es ist der Kampf zwischen demjenigen, der alles kontrollieren muss, und demjenigen, der alles besser machen soll, indem er frei agiert.
Manche Alt-Hasen sehen darin eine Wiederholung früherer Erfolge (wie beim Mobile-Shift). Die neuen Mitarbeiter sehen nur, dass strategische Schritte monatelang auf die Unterschrift des CEOs warten.
Der Abgang eines Titanen: War Wangs Ankunft der Sargnagel für die Forschung?
Die Spannungen werden durch Personalentscheidungen untermauert. Der prominente Abgang von Yann LeCun, Metas KI-Chefwissenschaftler und Turing-Preisträger, kurz nachdem Wang die Befehlsgewalt über das neue Superintelligenz-Labor übernahm, hat Alarmglocken läuten lassen.

Wichtig ist: LeCun war kein stiller Kritiker. Er hielt Zuckerbergs Fokus auf große Sprachmodelle für eine Sackgasse. Man kann es fast so sehen: Die Ressourcen seines Labors wurden direkt in Wangs neue Abteilung umgeleitet. Viele interne Beobachter sahen darin den klaren Beweis, dass Meta die langfristige Grundlagenforschung für kurzfristige, vorzeigbare Erfolge opfert.
Für den Durchschnittsleser in Deutschland bedeutet das: Wenn die Top-Forscher bereits gehen, weil sie die Richtung nicht mehr mittragen, ist die teure neue Führungskraft vielleicht nur ein teurer Platzhalter.
Das Risiko für die Aktionäre: Wird die Wette platzen?
Die finanzielle Seite verschärft den Druck. Meta gibt Rekordsummen für Infrastruktur aus. Die Investoren schauen nervös auf die Liquidität. Zuckerberg argumentiert, der wahre Fehler sei, nicht genug auszugeben.
Doch wenn das neue KI-Modell, das Wang nun verantwortet, floppt, droht ein doppeltes Desaster. Nicht nur, weil die Milliarden verbrannt wären, sondern weil die internen Machtkämpfe zu einer weiteren Abwanderung von Top-Talenten führen könnten. Nach dem Metaverse-Fehlschlag darf sich Zuckerberg diesen nächsten großen Fehltritt kaum leisten.
Ob Wang die Kluft zwischen Zuckerbergs Kontrolle und dem Wunsch nach Innovation schließen kann – oder ob er nur ein weiteres teures Opfer dieses Machtspiels wird –, wird sich in den kommenden Monaten zeigen, wenn das neue KI-Flaggschiff enthüllt wird. Was glauben Sie, wird sich der Star-Einkauf gegen den CEO durchsetzen können oder war dies von Anfang an zum Scheitern verurteilt?









