Dieses Himmelsereignis im Januar lässt alle anderen Sternschnuppen wie Taschenlampen aussehen – aber Sie könnten es verpassen

Sie planen doch sicher, in diesen Tagen einmal hochzuschauen, oder? Schließlich reden alle über das gigantische Himmelsspektakel, das uns bevorsteht. Aber hier ist die ernüchternde Wahrheit, die Ihnen die meisten Ratgeber verschweigen: Der wunderschöne Anblick könnte bereits ruiniert sein, bevor er überhaupt beginnt. Wir sprechen hier nicht von irgendeinem Meteoritenschauer; es ist das Ereignis des Jahres für Hobbyastronomen. Wenn Sie nicht wissen, wann und wo Sie hinschauen müssen, sehen Sie vielleicht nur den wolkenverhangenen Himmel über Ihrer Region.

Die Konstellation, die niemand erwartet hat (und warum sie wichtig ist)

Am 3. Januar um 18 Uhr passiert etwas Seltsames. Viele konzentrieren sich nur auf die Quadrantiden, aber das ist nur die halbe Miete. Direkt unter dem Vollmond positioniert sich der Jupiter, flankiert von Castor und Pollux, den hellen Zwillingen. Das erzeugt eine fast perfekte, visuelle Parallelogramm-Formation. Ich habe mir das am Abend angesehen und musste gestehen: Es ist ein echter Hingucker, selbst für jemanden, der schon viele Nächte auf dem Balkon verbracht hat.

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Der Trick mit dem Mondschein, der alles ruiniert

Jetzt kommt der Teil, der mich wirklich frustriert hat, als ich die Vorhersagen prüfte. Der Höhepunkt der Quadrantiden – die erwarteten 80 Meteore pro Stunde, die sogar mit den berühmten Perseiden mithalten können – fällt mitten in eine Mondphase, die alles andere als ideal ist.

  • Der Feind: Der Vollmond steht am 4. Januar um 0:30 Uhr mit beeindruckenden 68 Grad Höhe im Zenit.
  • Die Folge: Das helle Licht wird die schwächeren Sternschnuppen einfach „auswaschen“. Es ist, als würden Sie versuchen, eine Kerze gegen einen Autoscheinwerfer zu sehen.
  • Lokale Beobachtung: Wer in den Voralpen oder vielleicht im Harz ist, hat Glück mit der Höhe, aber der Mond ist überall hell.

Deshalb, und das ist der entscheidende Punkt, den viele übersehen: Die besten Stunden sind früher, als Sie denken.

Soforthilfe: So sehen Sie trotzdem die „Feuerbälle“

Die Quadrantiden sind dafür bekannt, dass sie oft helle Feuerbälle produzieren (Boliden). Diese sind so hell, dass sie den Mondschein fast ignorieren. Wenn Sie jetzt enttäuscht sind, weil Sie nur 10 bis 20 kleine Striche erwarten – konzentrieren Sie sich auf diese Ausnahmen.

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In meiner Praxis mit dem Teleskop habe ich folgendes destilliert, was Sie jetzt sofort tun sollten, um das Beste herauszuholen:

  1. Zeitfenster wechseln: Vergessen Sie die Nachtstunden des 4. Januars. Die günstigsten Stunden sind die späten Abendstunden des 3. Januars, bevor der Mond seine volle Kraft entfaltet.
  2. Blickrichtung optimieren: Schauen Sie nicht direkt auf den Radianten (die vermeintliche Quelle im Norden), da dort die Schnuppen kurz und schwach erscheinen. Suchen Sie den Himmel 30 bis 40 Grad daneben ab. Dort erscheinen die Meteore länger und dramatischer.
  3. Die Ablenkung ignorieren: Ja, die Konstellation mit Jupiter ist schön. Aber wenn Sie echte Meteore wollen, lassen Sie sich nicht von der engen Konstellation am Anfang ablenken. Der eigentliche Akt beginnt später.

Der allgemeine Rat, einfach „am 3. oder 4. Januar in die Nacht“ zu schauen, ist nicht hilfreich. Ich habe herausgefunden, dass die leicht dunklere Stunde des 3. Januar früher am Abend Ihre beste Wette ist, um diese hellen Brocken zu erwischen.

Haben Sie schon Pläne gemacht, wo Sie den Himmel beobachten? Oder sind Sie auch schon von den „zu hellen“ Mondbedingungen genervt?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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