Ich habe meine feste Beziehung für eine Kollegin riskiert – und das ist der wahre Grund, warum ich es bereue

Sie kennen das vielleicht: Diese platonische Nähe, die sich am Arbeitsplatz entwickelt – die „Work Wife“ oder der „Work Husband“. Wir dachten, es sei harmlos, ein bisschen Geteilte-Zoom-Memes und Netflix-Tipps. Doch bei mir eskalierte diese Vertrautheit gefährlich, obwohl ich eigentlich glücklich vergeben war. Wenn das Büro zur geheimen Affäre wird, beginnt der Countdown für Ihre reale Beziehung. Lesen Sie weiter, um zu verstehen, wann aus einem einfachen Austausch eine tickende Zeitbombe wird.

Der feine Grat zwischen „Kollegen“ und Vertrauensbruch

Am Anfang war es lässig. Wir halfen uns mit Aufgaben, tauschten Witze und planten das Wochenende. Das ist normal, das macht jeder, wenn man viel Zeit miteinander verbringt. Viele übersehen jedoch, wie schnell diese Dynamik kippt.

Der Mythos der „Work Spouse“

Der Begriff „Work Spouse“ klingt eigentlich harmlos, oder? Man etabliert eine Art berufliche Ehe, die emotional stützt. Aber genau diese Bezeichnung wird zur selbst erfüllenden Prophezeiung. Ich merkte bei meiner Kollegin, dass wir plötzlich tiefer gruben, sobald wir die Arbeitshandy verbannten und auf Instagram wechselten.

  • Der Wechsel von offiziellen Kanälen auf private Messenger ist der erste rote Alarm.
  • Nächtliche, intime Gespräche ersetzen das übliche Feierabend-Smalltalk.
  • Die Grenzen verschwimmen, weil man die Problemlösung des Partners durch die des Kollegen ersetzt.

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Die Eskalation: Wenn Flirten zur Routine wird

Es begann mit spielerischem Zanken, entwickelte sich aber rasch zu einem unübersehbaren Flirt. Das Gefühl der Verbundenheit war stark – stärker, als mir lieb war. Und das Verrückte: Wir ignorierten beide, dass wir bereits in festen Händen waren.

Selbst als ich den Job wechselte, hielt der Kontakt. Das zeigt: Es ging längst nicht mehr um berufliche Nähe, sondern um **emotionale Abhängigkeit**. Meine Partnerin merkte es natürlich.

Die innere Warnung der Partnerin

Meine Freundin war anfangs entspannt. Sie dachte, ein bisschen Schwärmerei sei menschlich. Aber als die nächtlichen Textnachrichten zunahmen, kippte die Stimmung. Sie sah, was ich leugnete: Die emotionale Affäre war im vollen Gange.

Faktencheck: Auch wenn Sie körperlich nicht untreu sind, ist der Aufbau einer intimen emotionalen Bindung ein massiver Vertrauensbruch. Es ist, als würden Sie Ihrem Partner das wichtigste Gut – die exklusive emotionale Sicherheit – wegnehmen.

Der Versuch, das Feuer mit Wasser zu löschen

Um meiner Partnerin zu beweisen, dass alles in Ordnung sei (oder um mich selbst zu überzeugen), arrangierte ich ein Vierertreffen. Ein Doppeldate mit meiner Kollegin und ihrem Freund. Im Nachhinein war das der denkbar schlechteste Schachzug.

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Während des Treffens zankten wir uns spielerisch – ein Verhalten, das nur uns beiden vertraut war. Die Blicke unserer Partner sagten Bände. Als meine Partnerin dann das Thema der nächtlichen SMS ansprach, sah ich dem Freund meiner Ex-Kollegin ins Gesicht. Er wusste anscheinend von nichts. **Das war der Moment, in dem ich begriff, dass ich nicht nur meine Beziehung, sondern auch die eines anderen Menschen aufs Spiel gesetzt hatte.**

Der langsame, schmerzhafte Bruch

Nach dem Desaster brach der Kontakt ab. Ich musste mir eingestehen, dass ich eine Grenze überschritten hatte, die nicht verhandelbar ist. Meine Partnerin verzieh mir, aber die Wunde ist nicht vergessen.

Heute, Monate später, zieht sie diesen „Flirt am Arbeitsplatz“ immer wieder hervor, wenn wir streiten. Es ist eine ständige Mahnung daran, wie leicht man das Fundament einer Beziehung durch einen Kitzel im Büro leichtfertig aufs Spiel setzt.

Haben Sie jemals eine klare Grenze zu einem Kollegen überschritten, weil die emotionale Bestätigung dort einfacher schien als zu Hause? Wie haben Sie das wieder ausgebügelt?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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