Stellen Sie sich vor: Sie stehen mitten am Tag draußen, die Sommersonne brennt, aber Ihr Schatten ist einfach weg. Kein Witz, das passiert ab morgen, dem 28. Januar, in Peru. Dieses astronomische Ereignis, das nur zweimal im Jahr vorkommt, sorgt dafür, dass Objekte und Menschen plötzlich keine Schatten mehr werfen. Wer das verpasst, verpasst einen echten Naturtrick. Wir sagen Ihnen sofort, welche Region zuerst dran ist und warum selbst antike Gelehrte dieses Phänomen nutzten, um die Erde zu vermessen.
Was genau ist dieser „Schattenlose Tag“? Vergessen Sie, was Sie über Sonnenwinkel wissen
Die meisten denken, die Sonne steht mittags immer hoch. Falsch gedacht. Der Tag ohne Schatten (auch Zenitpassage genannt) tritt nur ein, wenn die Sonne exakt im Zenit steht – direkt über Ihrem Kopf, im 90-Grad-Winkel zur Erdoberfläche. Normalerweise werfen Sie immer einen Schatten, egal wie hoch die Sonne steht. Aber nicht an diesen zwei Tagen im Jahr in den Tropenregionen.
In meiner Beobachtung über die Jahre habe ich gemerkt: Die meisten Leute blicken auf die Uhr, aber nicht in den Himmel, wenn es passiert. Dabei ist es ein spektakuläres, sehr kurzes Ereignis, das wir leicht übersehen.
Achtung: Für Lima kommt er später!
Nicht alle Regionen erleben das gleichzeitig. Die Daten von ASISMET (die das genau berechnen!) zeigen eine klare Wanderroute des Phänomens über das Land hinweg. Das ist der heimliche Kalender, den Sie brauchen:

- Tacna macht den Anfang: Am Mittwoch, dem 28. Januar, um exakt 11:53 Uhr. Das ist der Startschuss.
- Wer im Süden wohnt, hat Vorrang: Ilo folgt am 30. Januar.
- Selbst Arequipa und Puno erleben es Anfang Februar.
Der wissenschaftliche Kniff: Was Eratosthenes damit machte
Das Faszinierendste daran ist nicht nur der visuelle Trick, sondern seine historische Bedeutung. Viele übersehen, dass dieser Moment der Schlüssel zur Vermessung unseres Planeten war.
Vor über 2.200 Jahren nutzte der griechische Gelehrte Eratosthenes genau diese Zenitpassage in verschiedenen Städten (Alexandria und Siena). Er maß die Länge der Schattenstäbe und konnte damit erstaunlich präzise den Erdumfang berechnen. Stellen Sie sich das vor – das Wissen steckt in diesen kurzen Momenten ohne Schatten!
Heute nutzen wir spezialisierte Software wie Stellarium, um diese Zeiten auf die Minute genau zu bestimmen. Vertrauen Sie aber nicht irgendeiner Webseite. ASISMET hat seine Berechnungen mehrfach abgeglichen, was für uns Beobachter wichtig ist, wenn wir unseren Nachmittag planen.
Lokaler Tipp: Sicherheit geht vor, denn die UV-Strahlung erhöht sich
Hier kommt der vielleicht wichtigste, aber oft ignorierte Ratschlag, den ich Ihnen mitgeben muss: Wenn die Sonne direkt senkrecht auf Sie strahlt, ist die Belastung durch UV-Strahlen extrem hoch. Das ist keine Zeit für ein schnelles Sonnenbad ohne Schutz.
Ich empfehle dringend:

- Mindestens LSF 30 verwenden, auch wenn Wolken drohen.
- Suchen Sie sich einen Platz mit besserer Sicht, aber denken Sie an Kopfbedeckungen.
- Planen Sie für den Moment ohne Schatten nur wenige Minuten ein; es ist kurzlebig.
Der große Weg nach Norden: Von Tacna bis Tumbes
Das Ereignis zieht sich durch das ganze Land. Es ist wie ein mobiler Moment der Stille in der Sonne. Nach dem offiziellen Start im Süden bewegen sich die Termine langsam nordwärts. Während Sie im Süden vielleicht schon am 5. Februar fertig sind, erleben Bürger in der Amazonasregion oder in Iquitos den Höhepunkt erst Mitte März!
Beispiel für den späteren Verlauf: Pucallpa sieht es Ende Februar, während Tumbes im äußersten Norden Perus sogar bis zum 11. März warten muss.
Dieser natürliche Tanz von Sonne und Erde erinnert uns daran, wie präzise unser Planet funktioniert. Und das Beste daran? Nächstes Jahr passiert es wieder!
Haben Sie dieses Phänomen schon einmal miterlebt und können berichten, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Schatten plötzlich verschwindet? Teilen Sie Ihre Erfahrungen unten in den Kommentaren!









