Sie lieben den All-inclusive-Charme von Kreuzfahrten? Ich auch. Nach über 25 Reisen mit meiner Familie habe ich dachte, ich kenne alle Tricks. Doch bei unserer letzten siebentägigen Reise durch die Karibik bin ich in eine Falle getappt, die den Spaß fast zunichtegemacht hätte – und es hatte nichts mit dem Preis zu tun.
Wir hatten ein Schnäppchen geschossen, aber als wir die sogenannte „Vier-Personen-Kabine“ betraten, erstarrte ich kurz. Es sah aus wie ein winziges Hotelzimmer, und auf den ersten Blick sah ich nur zwei schmale Einzelbetten. Es fühlte sich an wie ein klaustrophobischer Witz.
Bevor Sie Ihre nächste Familienreise buchen, müssen Sie wissen, was die Reedereien Ihnen verschweigen. Denn dieser Fehler kann Ihnen buchstäblich den Schlaf rauben und dafür sorgen, dass Sie sich im Urlaub wie in einer Sardinendose fühlen.
Der Moment des Schreckens: Woher kommen die anderen zwei Betten?
Ich hatte im Stillen angenommen, dass eine Kabine für vier Personen Platz für vier „normale“ Betten bietet – vielleicht zwei Doppelbetten oder ein vernünftiges Zustellbett. Das war meine größte Fehleinschätzung.
Auf unserer Regal Princess Kabine entdeckten wir die Wahrheit erst nach einer Erklärung des Kabinenstewards: Zwei weitere Schlafplätze waren buchstäblich in die Decke integriert. Klappbetten!

Wir baten darum, die zwei Bodenbetten zu einem Doppelbett zusammenzuschieben. Die Antwort war ein Kopfschütteln: Unmöglich, denn dann gäbe es keinen Platz mehr für die Leiter zu den Kojen oben.
Das Ergebnis: Zwei Erwachsene, die in schmalen Einzelbetten schlafen mussten, und zwei Teenager, die sich in winzigen Himmelsbetten quasi unter dem Dach quetschten.
Das Problem liegt nicht nur in der Höhe, sondern in der Bewegung
An sich hätten wir alle genug Platz zum Schlafen gehabt. Der Steward klappte die oberen Betten morgens blitzschnell hoch, und sie waren bequem genug.
Aber der eigentliche Albtraum begann, wenn man wach war. Stellen Sie sich vor:
- Die Betten waren so nah an der Kabinendecke, dass man sich beim Hinsetzen den Kopf stieß. Das Abendfernsehen? Fehlanzeige.
- Die Leitern für die oberen Kojen nahmen wertvollen, ohnehin nicht vorhandenen Platz ein.
- Jede Bewegung wurde zur logistischen Meisterleistung. Mein Kind trat mir prompt auf die Füße, als es nachts die Leiter hinunterhuschte.
- Der kleine Balkon (mit eingeschränktem Blick) rettete uns, da er uns wenigstens Zugang zu frischer Luft und ein paar Quadratmetern mehr ermöglichte.
Die verborgene Logik: Warum das „Schnäppchen“ teuer wird
Im Rückblick wurde mir klar, warum ich diesen Fehler gemacht habe. Ich war gierig auf den Preis und habe zu schnell gebucht, anstatt die Details zu prüfen.

Ich hatte mir erlaubt, Annahmen zu treffen. Das ist der Tod jeder guten Reiseplanung, gerade wenn Kinder im Spiel sind.
Ich verglich unbewusst mit anderen Reedereien (Disney oder Carnival), wo „Vier-Personen-Kabinen“ oft eine Standardaufteilung mit einem ausklappbaren Sofa bieten. Bei Princess war es: zwei unten, zwei oben. Ein himmelweiter Unterschied!
Für uns Amerikaner, die wir große Autos und viel Platz gewohnt sind, fühlen sich diese beengten Verhältnisse auf See schnell wie ein Fehler an, selbst wenn man 1000-mal versichert bekommt, dass es „Standard“ ist.
So vermeiden Sie das Kabinen-Tetris-Spiel
Ich habe gelernt, dass man bei Kreuzfahrten nicht wie bei einem Hotelzimmer buchen darf. Man muss aktiv sein, bevor man klickt:
- Die „Doppelbett-Regel“ prüfen: Fragen Sie explizit nach: „Kann ich ein echtes Doppelbett für die Eltern haben, oder sind das zwei Einzelbetten, die nicht zusammengeschoben werden können?“
- Online-Rundgänge suchen: Sehen Sie sich unbedingt ein Walk-through-Video der genauen Kabinenkategorie an. Seien Sie misstrauisch bei reinen Renderings oder Fotos.
- Berater hinzuziehen (diesmal): Bei Reisen mit Teenagern lohnt es sich, einen Reiseberater mit Kreuzfahrt-Expertise zu konsultieren. Sie kennen die internen Unterschiede der Kabinenlayouts verschiedener Reedereien.
Trotz aller Enge haben wir die Reise genossen. Wir waren kaum in der Kabine. Aber für das nächste Mal nehme ich mir vor, maximal 20% des Urlaubs über das Bett zu definieren. Das fehlende Bewegungsfreiheit war der einzige Makel.
Haben Sie schon einmal eine Kabine gebucht, die sich als viel zu winzig für Ihre Familie herausstellte? Was war Ihr schlimmstes Erlebnis im beengten Raum auf See?









