Fünfmal so viel bezahlen – nur für einen Zug? Klingt nach Wahnsinn, gerade wenn man nach der Fahrt von New York nach Providence denkt: „War das wirklich nötig?“ Ich habe genau das durchgezogen: Die vierstündige Fahrt mit Amtrak in der schlichten zweiten Klasse und die Rückfahrt in der Business Class. Und ich sage dir, ich habe einen simplen Fehler gemacht, der mich fast 100 Euro ärmer machte, aber nur auf der Hinfahrt.
Viele übersehen das Kleingedruckte bei der Sitzplatzwahl, besonders wenn sie an amerikanische Zugreisen denken. Wenn du denkst, es geht nur um breiteren Sitzabstand, liegst du daneben. Der wahre Game-Changer, der mir den Unterschied zwischen einem entspannten Nachmittag und einem Krampf im Nacken bescherte, kostet extra. Und nein, es ist nicht das kostenlose WLAN.
Der Schockmoment: Sitzen wie im falschen Kino
Meine Reise in der Second Class war, nun ja, klassisch. Man zahlt den günstigen Preis (bei mir etwa 30 US-Dollar) und bekommt das, was man bezahlt: einen Sitzplatz. Das Problem? In der zweiten Klasse sind die Plätze nicht reserviert. Stell dir vor, du kommst an Bord und das Sitzen fühlt sich an wie beim letzten freien Platz in einem vollbesetzten Kino.
Ich landete rückwärtsgerichtet. Und das ist weit mehr als nur eine optische Irritation auf einer vierstündigen Fahrt. Du blickst permanent auf die Nacken der Vordermänner, und bei jeder Bremsung rutschst du nach vorne. Es fühlt sich an, als würdest du gegen die Fahrtrichtung ankämpfen.

Was in der zweiten Klasse wirklich nervte
- Keine Sitzplatzwahl bei der Buchung – pures Glücksspiel.
- Enge Sitze, die schnell ermüden lassen.
- Kleine Toiletten, die nach längerem Aufenthalt im Zug schnell ungemütlich werden.
Ich habe zwar auf dem Rückweg einen Platz in Fahrtrichtung ergattern können, aber nur, weil ich früh genug umziehen konnte. Das war Stress, den ich mir sparen wollte.
Der 150-Dollar-Unterschied: Warum Business Class die Fahrt rettete
Für die Rückfahrt habe ich tief in die Tasche gegriffen: 150 US-Dollar für die Business Class im schnelleren Acela-Zug. Das ist ein Unterschied von 120 Dollar gegenüber der Hinfahrt. Warum ich das sofort wieder tun würde? Der entscheidende Faktor ist so simpel, dass er wehtut, wenn man ihn ignoriert.
Der unschlagbare Vorteil: Die garantierte Ausrichtung
Der Hauptgrund, warum ich das Upgrade empfehle, ist die garantierte Sitzplatzreservierung in Fahrtrichtung. Du wählst deinen Platz online aus, lange bevor du den Bahnsteig betrittst. Das ist Luxus pur. Du steigst ein und weißt: Dein Platz ist bequem, du blickst dorthin, wohin du fährst, und du kannst entspannt arbeiten oder die Landschaft genießen, ohne seekrank zu werden.

Aber es gibt noch mehr, was den Preisunterschied angenehmer macht. Die Sitze sind wesentlich großzügiger dimensioniert. Es ist, als würdest du den Unterschied zwischen einer normalen Garderobe und einem Business-Kleiderschrank erleben.
Pluspunkte der Business Class, die man nicht vergisst
- Deutlich mehr Beinfreiheit und breitere Sessel.
- Größere und sauberere Toiletten (mit eigenem Wasserspender – ein Detail, das man in den USA überraschend findet!).
- Zugang zu einer ruhigeren Atmosphäre im Waggon.
Ja, die Preise im Bordbistro sind gesalzen, aber wer in der Business Class reist, sucht nicht nach dem günstigen Kaffee. Er sucht nach Zuverlässigkeit und Komfort.
Fazit: Wann sich die Mehrkosten rechnen
Wenn du eine kurze Strecke von unter zwei Stunden fährst, spar dir das Geld. Aber bei Fahrten, die länger als drei Stunden dauern – gerade wenn du in der Region New York unterwegs bist und das US-Bahnnetz kennst –, ist der Aufpreis für Business Class **kein Luxus, sondern eine Investition in deine Reisequalität**. Die Möglichkeit, den Sitzplatz aktiv zu wählen und die Fahrt entspannt zu verbringen, ist unbezahlbar, wenn man bedenkt, wie schnell man in der zweiten Klasse Verspannungen bekommt.
Hast du auch schon mal bei einer langen Zugfahrt auf den Komfort verzichtet und es bereut? Schreib uns deine schlimmste Sitzplatz-Erfahrung!









