Haben Sie das Gefühl, die wichtigsten Himmelsereignisse des Jahres verpassen Sie immer? Gerade jetzt, im Februar, veranstaltet das Universum ein seltenes Spektakel: eine massive Planetenparade. Viele Menschen blicken auf die „Schneemond“-Nächte, aber die wahre Magie kommt, wenn Sie nicht hinschauen. Ich habe die Daten gecheckt, und eines sollten Sie sich fett im Kalender markieren, bevor es zu spät ist.
Die Schneemond-Täuschung und das verborgene Highlight
Der Februar beginnt nett, mit dem traditionellen Vollmond am 1. Februar. Man nennt ihn den „Schneemond“ (Snow Moon), weil er in die heftigsten Schneefälle der nördlichen Hemisphäre fällt. Der Satellit leuchtet dann hell, direkt in der Krebs-Konstellation nahe dem Bienenkorb-Haufen. Nett anzusehen, ja, aber ehrlich gesagt: Das ist das leichte Vorspiel.
Der Ring des Feuers, den Sie nur aus der Ferne sehen
Am 17. Februar gibt es ein echtes Weltklasse-Event: eine ringförmige Sonnenfinsternis. Aber hier kommt der Haken, den viele übersehen: Den spektakulären „Feuerring“ sehen Sie nur, wenn Sie zufällig gerade in der Antarktis campen. Für uns hier in Mitteleuropa oder auch für die Beobachter in den USA bleibt oft nur ein schmaler, enttäuschender Teilschatten.

- Regionaler Schmerzpunkt: Wer auf totale Finsternisse hofft, wird vom Februar enttäuscht.
- Die besten partiellen Sichtungen gibt es im äußersten Süden von Argentinien oder Chile – also nicht gerade um die Ecke.
Die epische Sechser-Parade (Hier wird es ernst!)
Das ist es, worauf wir gewartet haben. Vergessen Sie den Eclipse-Hype, denn am Abend des 28. Februar bündelt sich die Energie. Sechs Planeten – Jupiter, Uranus, Saturn, Neptun, Venus und Merkur – werden sich in einer Reihe aufziehen, die man seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Das ist wie wenn Ihre gesamte Clique plötzlich am selben Abend verfügbar ist.
So sehen Sie das ganze Ensemble
Viele denken, so etwas erfordert teure Teleskope. Hier liegt der Fehler, den ich in meiner Beobachtungspraxis so oft sehe: Nicht alle sechs sind gleich schwer zu sehen. Wenn Sie auf eine klare Sicht achten, klappt es einfacher, als Sie denken.
- Die Sichtbarkeits-Hierarchie: Jupiter, Saturn, Venus und Merkur sind mit bloßem Auge sichtbar, kurz nach Sonnenuntergang.
- Der Trick für die Verborgenen: Für Uranus und Neptun brauchen Sie definitiv ein Fernglas oder ein Einsteiger-Teleskop. Aber das lohnt sich!
Mein Tipp für bessere Sicht: Wenn Sie in Deutschland oder Österreich leben, suchen Sie sich einen Ort abseits der größten Lichtglocken. Denken Sie an einen Feldweg, nicht den Marktplatz. Die Objekte stehen tief am Horizont, also brauchen Sie einen absolut freien Blick nach Westen.

Der kalendarische Weckruf für 2026
Der Februar ist nur der Anfang. 2026 wird ein astronomisches Superjahr. Viele ignorieren, was danach kommt, aber diese Ereignisse sind wichtiger als der Schneemond:
- März: Die totale Mondfinsternis (Blutmond) – ein Spektakel, das den Himmel rot färbt, noch vor Sonnenaufgang sichtbar.
- August: Die totale Sonnenfinsternis über dem Nordatlantik. Wer diese verpasst, muss lange warten.
Denken Sie daran: Astronomische Phänomene sind keine Netflix-Serien, die man nachholen kann. Sie kommen einmal, und wenn Sie nicht bereit sind, ist der Himmel leer. Diese Planeten-Choreographie am 28. Februar ist Ihr erster großer Ankerpunkt im neuen Beobachtungsjahr.
Haben Sie schon letzte Himmelsereignisse verpasst, weil Sie dachten, sie seien unwichtig? Oder gibt es einen Ort in Ihrer Nähe, der perfekte Sicht auf die Planetenparade bietet?









