64 Länder bereist: Diese 5 Reiseziele packe ich nie wieder aus

Du sparst hart für den nächsten großen Trip und freust dich monatelang auf das „perfekte“ Ziel, nur um vor Ort festzustellen: Der Hype war eine glatte Lüge? Ein häufiger Frust, den viele Reisende kennen, wenn die hochglanzpolierten Instagram-Bilder nicht der Realität entsprechen.

Ich habe es durch – vor meinem 30. Geburtstag war ich in 64 Ländern unterwegs. In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass nicht jeder Ort deinen Urlaub wert ist. Wenn du gerade deine nächste Reise planst, solltest du gut auflesen, denn ich verrate dir, welche fünf Länder ich nicht wieder buchen werde und warum das oft an Dingen liegt, über die niemand spricht.

Der Rausch der frühen Jahre: Wie 64 Länder zustande kamen

Meine Reiselust begann harmlos mit Familienkreuzfahrten, entwickelte sich aber schnell zur Obsession. Während meiner College-Zeit und den Zwanzigern nutzte ich jede Gelegenheit, um Koffer zu packen. Ein Semester auf dem „Semester at Sea“-Schiff brachte mich in zehn weitere Länder, während ich 100 Tage auf dem Ozean verbrachte.

Manche würden sagen, ich habe eine Liste abgearbeitet. Aber das stimmt nicht ganz. Ich hatte nie das Ziel, eine bestimmte Zahl zu erreichen. Mein Motto war immer: Reisen, wann immer es Job und Geldbeutel zulassen. Ehemalige Urlaube, Mädels-Trips und Reisen mit meinem Mann summierten sich auf diese stolze Zahl.

Hier kommt die harte Wahrheit: Nicht alle dieser Destinationen halten, was sie versprechen. Manche Orte sind wunderschön, aber die Schattenseiten sind zu groß, um sie zu ignorieren.

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Fehlender Sicherheitsfaktor: Wenn die Schönheit nur oberflächlich ist

Manche Länder sind einfach atemberaubend – landschaftlich und kulturell. Aber wenn du ständig Angst haben musst, dass dein Rucksack geklaut wird oder du nachts nicht ohne Weiteres das Hotel verlassen kannst, nützt dir die schönste Landschaft nichts. Diese Orte bleiben mir wegen der ständigen Anspannung negativ in Erinnerung.

Südafrika: Prächtige Natur, dunkle Schattenseiten

Südafrika ist ein Land der krassen Gegensätze. Die Natur ist spektakulär – man fühlt sich dort wie auf einem anderen Planeten. Aber genau diese Gegensätze führten dazu, dass ich mich oft unwohl gefühlt habe. Es ist ein Gefühl, das man beim Urlaub in Deutschland kaum kennt: Die ständige Notwendigkeit, wachsam zu sein, selbst in touristischen Gegenden.

Merke dir: Ein perfekter Sonnenuntergang über der Küste ist nur halb so schön, wenn du nach Einbruch der Dunkelheit keine zehn Minuten mehr allein vor die Tür gehst.

Der Überlaufen-Faktor: Wenn Tourismus die Seele erdrückt

Japan ist ein Land, das ich bewundere, aber es ist auch ein Beispiel dafür, wie Massentourismus die Magie zerstören kann. Es ist, als würde man versuchen, ein intimes Gespräch in einem Raum voller Radiosender zu führen.

Japan und Griechenland: Ein Kampf um jeden Quadratmeter

In Tokio war die Dichte an Menschen erdrückend. Ja, die Effizienz und die Kultur sind einmalig. Aber die schiere Masse an Touristen macht es schwer, das Land *wirklich* zu erleben. In Griechenland, besonders auf den Hotspots wie Santorini, fühlte es sich an, als würde man Schlange stehen, um einen berühmten Felsen zu fotografieren.

  • Erwartung vs. Realität auf Mykonos: Die berühmten Gassen sind oft so verstopft, dass man nur vorwärts kommt, wenn man langsam geht.
  • Die Ruhe fehlt: Ich suche beim Reisen nach Erholung, nicht nach einem Dauerwettlauf mit anderen Selfiestick-Trägern.

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Die unerwarteten Enttäuschungen: Wo der Charme fehlte

Diese Länder sind touristisch etabliert, aber für mich persönlich fehlte etwas Grundlegendes: Der Funke.

Spanien: Alles bekannt, wenig Neues

Spanien ist fantastisch, keine Frage. Hervorragendes Essen, tolle Strände. Aber nach vielen Reisen hatte ich das Gefühl, alles gesehen zu haben, was es zu sehen gibt. Es fühlte sich für mich austauschbar an, als ob ich gleich gut eine Woche an der Ostsee verbringen könnte – nur mit besserem Wetter.

Ich brauche das Gefühl, etwas Neues zu entdecken. Wenn ich höre, „Oh, diese Tapas-Bar ist genau wie die in Köln“, dann weiß ich, dass das Reiseziel seine einzigartige Anziehungskraft verliert.

Mein Lifehack gegen den Reise-Frust: Der Blick nach Osten

Wenn du müde von überlaufenen Hotspots bist, probiere Folgendes, wenn du das nächste Mal buchst: Suche nach Ländern, die *gerade erst* anfangen, in den Fokus zu rücken – oft sind das Staaten im Balkan oder in Südostasien, die noch nicht im großen Radarschirm der Pauschalreisenden sind. Dort bekommst du noch echte Begegnungen und zahlst einen Bruchteil dessen. **Behandeln deinen Reiseplan wie eine Aktie: Kaufe, bevor der Hype einsetzt.**

Keine Wiederkehr: Mein persönliches Fazit

64 Länder sind eine Menge, und ja, ich würde alle 59 anderen sofort wieder besuchen. Aber Südafrika, Marokko, Griechenland, Japan und Spanien stehen auf meiner persönlichen „Keep-it-on-the-backburner“-Liste. Das liegt nicht daran, dass sie objektiv schlecht sind, sondern daran, dass sie meine persönlichen Kriterien für eine Wiederholungsreise nicht erfüllen. Sicherheit, Ruhe und das Gefühl der Entdeckung gehen für mich vor dem bekannten Namen.

Welches Land hast du besucht, das alle geliebt haben, du aber nie wieder hinmöchtest? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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