Warum Ärzte Ihnen nicht sagen, dass Sie diese eine Regel brechen müssen, um wirklich weniger Alkohol zu trinken.

Haben Sie das Gefühl, Sie trinken „nur ab und zu“, aber die Wochenenden ziehen sich wie ein ungesunder Schleppfaden durch Ihr Leben? Ich kannte dieses Gefühl nur zu gut. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich ein böses Erwachen, als ich meinen eigenen Konsum ehrlich checkte. Ich hielt mich für einen reinen „sozialen Trinker“, doch die Zahlen logen nicht: Fast die Hälfte der Zeit trank ich mehr, als die Gesundheitsbehörden (wie die CDC) als moderat einstufen.

Das Schockierende? Ich wollte 2025 weniger trinken, aber kompletter Verzicht fühlte sich an wie sozialen Selbstmord. Darum habe ich eine viel cleverere, fast schon hinterhältige Strategie entwickelt, die ich nun mit Ihnen teile. Lesen Sie weiter, wenn Sie endlich die *Falle des zweiten Drinks* beenden wollen, ohne auf Ihr Feierabendbier verzichten zu müssen.

Die harte Wahrheit aus meiner Statistik: Die Hälfte der Zeit war ich zu viel

Die Richtlinien sind klar, aber in der Praxis nutzlos. Für Frauen: maximal ein Drink pro Tag (sieben pro Woche). Für Männer das Doppelte. Aber wer zählt schon, wenn man morgens mit einem Seidl Kaffee in der Hand steht und sich fragt: „War das gestern schon der dritte Wein?“

Meine eigene Bilanz 2024 war miserabel:

  • Ich überschritt gesunde Trinkgrenzen in 26 von 52 Wochen.
  • An 19 einzelnen Tagen soff ich mich regelrecht zu (vier oder mehr Drinks an einem Tag).

Obwohl ich viel unterwegs war, schockierten mich diese Zahlen. Der erste Reflex war der „Dry January“ – ein Monat ohne. Aber ich merkte schnell: Das ist nicht nachhaltig. Wer in Deutschland oder Österreich auf Geburtstage geht, weiß, dass man ohne Wein meistens nur halb dabei ist.

Warum „Dry January“ oft scheitert und was stattdessen wirkt

Analysen von Apps wie Reframe zeigen: Menschen scheitern nicht an den Wochentagen, sondern an sozialen Anlässen und Wochenenden. Der Trick liegt nicht im Verzicht, sondern in der *intelligenten Substitution*. Mein Aha-Moment kam, als ich diese simple psychologische Schwachstelle attackierte.

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Die Falle Nummer Eins ist fast immer das Gefühl des ersten Drinks. Das erste Glas lockert, es fühlt sich gut an. Das zweite ist der Übergang zur Euphorie. Danach geht es nur noch darum, den Rauschzustand zu halten, auch wenn die Leberschutzmechanismen längst Alarm schlagen. Wir jagen unbewusst dem Gefühl des Anfangs hinterher.

Meine „One-and-Non“-Regel: Der Trick, den Sie jetzt anwenden müssen

Ich nenne es die „One-and-Non“-Regel (oder wie die Gen Z es nennt: „Zebra-Striping“). Das Prinzip ist kinderleicht, aber unglaublich effektiv, um die negativen Effekte zu eliminieren:

Wechseln Sie Ihre Getränke strikt ab. Auf ein alkoholisches Getränk folgt sofort ein alkoholfreies Pendant (Alkoholfreies Pils, Mocktail oder Wasser mit Zitrone).

Was passiert dabei?

  • Sie befriedigen den sozialen Drang, ein Glas in der Hand zu halten und mitzustoßen.
  • Sie erzwingen eine Pause für Ihre Leber.
  • Psychologisch fühlt es sich an wie zwei Drinks, aber effektiv war es nur einer.

Ich setzte mir harte Grenzen: Maximal drei alkoholische Getränke pro Abend und die Sieben-Drinks-Grenze pro Woche.

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Die Ergebnisse waren ernüchternd – und großartig

Der Unterschied war enorm. 2025 trank ich im Vergleich zum Vorjahr nur noch die Hälfte des Alkohols. Die Tage, an denen ich mich wirklich sinnlos betrank (vier oder mehr Drinks), sanken von 19 auf nur sieben.

Die körperlichen Boni waren das Sahnehäubchen: Ich schlief tiefer, wurde seltener krank (vermutlich ein gestärktes Immunsystem) und das lästige Körperfett schmolz einfach, weil die nächtliche Entzündungsreaktion ausblieb.

Selbst Experten wie Dr. Oz geben zu: Alkohol ist ein sozialer Katalysator. Man muss ihn nicht verteufeln, aber man muss die Kontrolle behalten. Und das ist heute leichter denn je, weil das Angebot an Zero-Proof-Optionen in jeder gemütlichen Eckkneipe und auf jeder Hausparty vorhanden ist.

Die eigentliche Währung: Die Absicht zählt

Der wichtigste Schritt nach der Regel ist die Absichtserklärung. Ich betappte mich dabei, dass ich die Regel nur dann brach, wenn ich mir *zuvor* erlaubte, bei Hochzeiten oder im Urlaub „freie Fahrt“ zu haben. Sobald ich Muster wie „18 Kilometer durch den Harz gewandert, also verdiene ich mir diesen Negroni“ erkannte, konnte ich gegensteuern und den Negroni durch einen tollen alkoholfreien Aperitif ersetzen.

Es geht nicht darum, sich selbst zu verurteilen. Es geht darum, die Spielregeln zu kennen und sie zu seinem Vorteil zu nutzen. Werden Sie selbst zum Chief Editor Ihrer Genussmomente.

Was ist Ihr größter Stolperstein beim moderaten Trinken – sind es Hochzeiten, der gemütliche Feierabend oder der Geburtstag des Chefs?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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