Dein Badezimmer soll deine persönliche Wellness-Oase sein, der Ort, wo du entspannst und dich auf den Tag vorbereitest. Aber ganz ehrlich: Wir alle haben schon mal bei der Einrichtung Kompromisse gemacht – vielleicht wegen des Budgets oder weil wir es einfach nicht besser wussten.
Ich habe mit der Interior-Expertin Ingrid Kühn gesprochen, die täglich sieht, wie kleine Design-Sünden den ganzen Raum ruinieren. Was ich gelernt habe, ist brisant: Oft sind es nicht die teuren Fliesen, die hier den Unterschied machen, sondern drei simple Fehler, die dein Bad garantiert billig aussehen lassen.
Fehler Nr. 1: Die offene Ablage als Chaos-Garant
Wir lieben den cleanen Look, nicht wahr? Aber sobald du den ersten Zahnputzbecher auf einer offenen Fläche abstellst, beginnt der Albtraum. Ingrid Kühn beobachtet das immer wieder in ihren Projekten.
„Offene Regale und Ablagen ohne jegliche Struktur wirken im Bad schnell unordentlich“, erklärt sie. Stell dir vor: Deine teuren Pflegeprodukte, der Föhn, die halbvolle Tube Zahnpasta – alles liegt sichtbar und lädt den Blick zum Verweilen ein.
Das Problem? Im Badezimmer sammeln sich schnell viele kleine Gegenstände an. Offene Flächen werden dabei gnadenlos zur Müllhalde für den Alltag.

- Die Lösung: Setze auf geschlossene Fronten. Schränke, die du komplett schließen kannst, sind dein bester Freund.
- Auch schicke, dunkle Körbe können Struktur schaffen, indem sie Kleinkram „unsichtbar“ machen.
Fehler Nr. 2: Wenn das Material absäuft (Feuchtigkeit ist der Feind)
Hier schauen wir oft nur auf die Optik und vergessen die Physik. Gerade in Deutschland, wo wir oft lüften müssen, aber ebenso hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, ist das Material entscheidend.
Kühn warnt explizit vor Materialien, die Wasser nicht vertragen. Ich kenne das: Man will dieses eine schöne Holzregal, das man im Baumarkt sah. Aber im Bad wird das schnell zum Bumerang.
Was passiert? Holz quillt auf, empfindliche Tapeten bekommen unschöne Ränder oder – das ist das Schlimmste – es bildet sich Schimmel. Dieses Ärgernis erspart man sich am besten von vornherein.
Wichtig ist: Vertraue auf wasserfeste Oberflächen. Denke an Fliesen oder speziell versiegeltes Holz, das den ständigen Wechsel zwischen Dampf und Trockenheit aushält.
Fehler Nr. 3: Das Licht – Warum eine Deckenlampe nie reicht
Im Wohnzimmer ist uns die Lichtinszenierung wichtig, aber im Bad wird oft gespart. Und dann wundern wir uns, wenn wir uns morgens beim Schminken oder Rasieren unvorteilhaft beleuchtet fühlen.

Die Expertin sagt klipp und klar: „Eine einzige, zentrale Deckenlampe reicht schlichtweg nicht aus.“
Das Ergebnis dieser Sparsamkeit? Das Licht ist entweder zu grell (kaltweiß) oder wirft unschöne Schatten, was den ganzen Raum unattraktiv macht. Du fühlst dich nicht entspannt, sondern wie unter einem OP-Scheinwerfer.
Der Lifehack für sofortiges Upgrade: Warmes Akzentlicht
Anstatt alles auf einmal neu zu verkabeln, fokussiere dich auf die Spiegelzone. Ingrid Kühn rät dringend zu warmweißem Licht, das direkt am Spiegel angebracht wird (z.B. als Wandleuchten links und rechts oder ein beleuchteter Spiegelrahmen). Dieses Licht schmeichelt der Haut und schafft sofort ein Ambiente, das sich nach Spa anfühlt, statt nach Büroflur.
Fazit und Dein nächster Schritt
Die drei größten Fails – unnötige Unordnung durch offene Regale, falsche Materialwahl und schlechte Beleuchtung – sind oft vermeidbare Fehler, die einen Raum sofort optisch abstumpfen lassen. Meistens kostet die Korrektur weniger, als du denkst, wenn du es richtig angehst.
Welche dieser drei „Billig-Fallen“ ist bei dir zu Hause aktuell das größte Problem? Lass es uns in den Kommentaren wissen!









