Stellen Sie sich vor: Sie kommen nach einem langen Arbeitstag nach Hause, die Küche sieht aus wie nach einem Schlachtfeld und der Wäschekorb quillt über. Jeder von uns kennt dieses Gefühl des Stillstands. Wir warten auf die nächste große Tech-Revolution, die uns wirklich mal den Alltag erleichtert. Und jetzt, bei der CES in Las Vegas, hat LG einen Schritt gemacht, der sich weniger nach Zukunftsmusik und mehr nach dem sofortigen Feierabend anfühlt.
Ich habe mir die Präsentation von LGs neuem humanoiden Helfer CLOiD angesehen. Und ich muss gestehen: Wenn dieser Kerl wirklich kommt, dann können wir unsere Putzlappen endgültig in Rente schicken. Sie müssen das Loch in der Haushaltsroutine endlich schließen – und zwar hier.
Der Traum vom perfekten Küchenhelfer wird humanoid
Wir kennen Staubsaugerroboter, die mühsam unter dem Sofa herumkriechen. Aber LG stellt mit CLOiD etwas ganz anderes vor: einen kollaborativen Roboter mit Armen und Fingern, die dem menschlichen Aufbau verdächtig ähnlich sind. Viele denken bei Robotern noch an klobige Maschinen, die nur eine Aufgabe beherrschen. Aber hier reden wir von echtem multitaskendem Zuhause-Management.

Was CLOiD wirklich kann (Spoiler: Mehr, als nur den Boden wischen)
Die KI, die LG hier einbaut, lernt über Bilder, Sprache und Handlungen. Das bedeutet, er muss nicht programmiert werden, um zu *wissen*, wie ein Brot in den Ofen gehört oder wo die scharfen Messer im Geschirrspüler hinmüssen. **Das ist der entscheidende Unterschied zu allem, was wir bisher kannten.**
Ich dachte immer, Wäsche falten sei die Königsdisziplin, die immer ein Mensch erledigen muss. Falsch gedacht. Hier sind die Aufgaben, die uns LG verspricht:
- Wäschemanagement: Vom Einsammeln der Schmutzwäsche bis zum perfekten Stapeln danach. Das ist keine Utopie mehr, das ist die Roadmap 2026.
- Frühstücksservice: Milch aus dem Kühlschrank holen und Gebäck in den Ofen legen? Klingt nach Butler-Service, aber es ist KI-gesteuert.
- Spülmaschine-Entladung: Stellen Sie sich vor, Sie kommen heim und der kühle, saubere Teller schwebt Ihnen entgegen, statt dass Sie sich bücken müssen.
Die mobile Präsenz: Er rollt durch Ihre Wohnung
Was viele bei diesen Prototypen vergessen: Sie müssen sich auch im Chaos unserer Wohnung zurechtfinden. CLOiD bewegt sich auf Rädern, kann selbstständig navigieren und – das ist wichtig für das Zusammenleben – er kann mit Ihnen kommunizieren. Sogar Gesichter kann er auf seinem Display darstellen.
In meiner Praxis beobachte ich oft, dass Menschen sich vor der Komplexität neuer Technik scheuen. Aber wenn dieser Roboter anfängt, auf eine freundliche, natürliche Sprache zu reagieren, bricht die Hemmschwelle weg. **Es fühlt sich nicht nach einer Maschine an, sondern nach einem extrem fähigen Mitbewohner.**

Der Haken: Wann steht er bei Ihnen in der Küche?
So aufregend das alles klingt, lassen Sie uns ehrlich sein: LG hat keinen konkreten Marktstart genannt. Wir reden hier nicht von morgen. Wahrscheinlich wird es noch Jahre dauern, bis dieser humanoide Roboter in Serie geht. Die Hersteller müssen vorher noch kleinere Brücken bauen, wie etwa smarter gesteuerte Kühlschranktüren.
Aber die Richtung ist klar. Während wir in Deutschland noch überlegen, ob wir die Wäsche nach Farbe trennen, arbeitet die Technik schon am Ende des Falten-Dramas. **Wenn dieses System perfektioniert ist, könnten wir uns im Alltag wirklich um wichtigere Dinge kümmern, als um Sockenpaare.**
Was mich wirklich brennend interessiert und was Sie wahrscheinlich auch denken: Wenn ein Roboter Ihre lästigsten Aufgaben übernimmt – mit welcher völlig unnötigen Tätigkeit würden Sie Ihre neu gewonnene Freizeit füllen?









