Das haben Sie nicht erwartet: Nach seinem Suizidversuch spricht der Boss von Trigema jetzt offen über seinen Jagdschein-Verlust.

Stellen Sie sich vor: Sie sind der Inbegriff des deutschen Unternehmertums, führen eine Marke, die 100% „Made in Germany“ ist, und plötzlich bricht das Image in sich zusammen. Wolfgang Grupp, Chef des Textilriesen Trigema, galt als unerschütterlich. Doch im Sommer 2025 gestand er das Unfassbare: einen Suizidversuch. Acht Monate später spricht er erstmals öffentlich über die Folgen – und die sind konkreter, als Sie denken.

Wir alle kennen die Ansprachen des Patriarchen, seine klaren Kanten gegen niedrigste Löhne und seine Treue zum Standort Deutschland. Genau deshalb traf seine Beichte über Altersdepressionen und den Klinikaufenthalt wie ein Schlag. Jetzt, bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Krise, teilte er Details, die zeigen, wie tief die Narben sitzen. Und eine Konsequenz ist besonders schockierend für eingefleischte Fans.

Der Moment, der das Bild des „tiefen Schwaben“ zerbrach

Grupp, der das Unternehmen Ende 2023 an seine Kinder übergab, wirkte immer wie ein Mann, der feste Prinzipien hat, die nicht wackeln. Gerade für uns in Deutschland, wo wir solche starken Persönlichkeiten – anders als in manchen US-Serien – seltener sehen, war das ein Schock. Er stellte sich der Frage, die viele im Ruhestand umtreibt: „Werde ich überhaupt noch gebraucht?“

Das haben Sie nicht erwartet: Nach seinem Suizidversuch spricht der Boss von Trigema jetzt offen über seinen Jagdschein-Verlust. - image 1

Die dunkle Leere nach der Machtübergabe

Der Rückzug vom täglichen Geschäft? Für Grupp offenbar eine Krise, die ihn an den Rand trieb. Man könnte meinen, nach Jahrzehnten harter Arbeit folgt die verdiente Ruhe. Doch die Lücke, die der Job hinterließ, war offenbar zu groß. In der Talkrunde mit Gregor Gysi offenbarte er, dass er seine Tat heute zutiefst bereut, aber der Schmerz muss immens gewesen sein.

Wir reden hier nicht nur über ein Gefühl. Die körperlichen Nachwirkungen sind bis heute spürbar. Viele würden nach solch einer Erfahrung wahrscheinlich das Weite suchen. Grupp aber stellte sich der Öffentlichkeit, vielleicht auch als Teil der Verarbeitung.

  • Hörprobleme: Der 83-Jährige kämpft noch immer mit gesundheitlichen Folgen des Vorfalls.
  • Jagdschein abgegeben: Eine überraschende, konkrete Konsequenz aus dem Geschehenen.
  • Glauben an Bestimmung: Er sieht den Fehlschlag seines Versuchs als „Vorsehung“.

Der harte Kontrast: Gymnasium gegen Kölner Freiheit

Übrigens: Das Thema psychische Belastung und starker Druck zieht sich durch sein Leben. Ich habe bemerkt, dass solche Hochleistungsmenschen oft extreme Bruchstellen in der Biografie haben. Grupp selbst sprach über seine Jugend als krassen Gegenpol zur heutigen Situation.

Das haben Sie nicht erwartet: Nach seinem Suizidversuch spricht der Boss von Trigema jetzt offen über seinen Jagdschein-Verlust. - image 2

Ignorierte Vorlesungen und das erste eigene Auto

Seine Zeit im Jesuiteninternat bezeichnete er radikal als „meine schlimmste Zeit“, geprägt von massivem Heimweh. Das steht im krassen Gegensatz zu seiner Studienzeit in Köln. Während er im Internat nach schwäbischer Strenge erzogen wurde, genoss er in Köln die Freiheit. Sein Vater versorgte ihn dort mit allem, was das Herz begehrt – inklusive eigenem Sportwagen und Reitpferd.

Praktischer Tipp für alle, die ihren Lebenssinn neu definieren müssen: Schauen Sie auf Ihre extremen Phasen. Was hat Ihnen damals Halt gegeben? Bei Grupp war es der Kontrast zwischen erzwungener Disziplin (Internat) und purer Freiheit (Studium). Wenn die Struktur plötzlich fehlt (wie nach dem Ruhestand), kann der Fall umso tiefer sein. Genau diese Lücken müssen wir aktiv füllen, statt darauf zu hoffen, dass die alte Routine zurückkommt.

Die Übernahme von Trigema durch seine Kinder Wolfgang Jr. und Bonita besiegelte das Ende dieser Ära. Es ist ein Moment des Abschlusses, der aber auch neue Wege eröffnet. Es zeigt uns: Auch vermeintlich unzerbrechliche Unternehmer sind nur Menschen.

Was denken Sie? Hätten Sie erwartet, dass ein Mann mit so viel sichtbarem Erfolg einen solchen inneren Kampf austrägt? Diskutieren Sie mit!

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

Artikel: 1563

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert