Sie kaufen Business Class Tickets, um Luxus und Privatsphäre zu bekommen, oder? Tja, bei American Airlines wird gerade eine Ära beendet, die viele Stammgäste schockieren wird. Ich hatte die Chance, den allerersten Airbus A321XLR zu besichtigen – den neuen Jet, der Langstrecken revolutionieren soll. Doch bevor Sie Ihr nächstes Ticket buchen und sich auf das Upgrade freuen, sollten Sie zwei Dinge wissen: Was genau bei den Premium-Sitzen anders ist und welche Reihe Sie garantiert bereuen werden.
Ende einer Ära: Bye-bye, A321T
Seit einem Jahrzehnt war der A321T das Rückgrat vieler transkontinentaler Flüge von AA auf den stark frequentierten Küstenstrecken in den USA. Dieses Flugzeug war bekannt für sein Drei-Klassen-Layout, inklusive luxuriöser First Class. Doch mit dem Neuen, dem A321XLR, ist Schluss.
Dieser neue Airbus ist ein echter Game-Changer, weil er dank zusätzlicher Tanks bis zu elf Stunden am Stück fliegen kann. Stellvertretend für die alternden „T“-Jets startet der XLR am 18. Dezember mit seiner ersten großen Strecke – New York nach Los Angeles.
Was für die Business Class bedeutet: Mehr Platz, weniger Exklusivität
Der Schnitt im oberen Preissegment ist das, was sofort auffällt: Die First Class wird abgeschafft. Stattdessen setzt American nun auf eine einzige, großzügige Business-Kabine mit 1:1 Bestuhlung. Das bedeutet für Sie: direkter Zugang zum Gang für jedermann in diesem Bereich. Das ist ein massiver Gewinn an Komfort, gerade wenn man nachts fliegt und nicht über andere Passagiere klettern muss.
Aber es kommt noch etwas dazu: Sie bekommen jetzt auch eine eigene Premium Economy Kabine. Das ist eine gute Nachricht für alle, die bisher in der normalen Economy gequält wurden.

Die neue Reichweite: Europa zum Greifen nah
Das ist der eigentliche Marketing-Clou der A321XLR: Die Reichweite. Dieses Schmalrumpfflugzeug kann jetzt Strecken bedienen, für die man sonst einen dicken Großraumjet wie eine 767 gebraucht hätte. American Airlines will damit endlich mit Delta und United aufholen, was die Erschließung neuer, dünn besetzter Transatlantikrouten angeht.
Ich habe mir die Preisstruktur angesehen. Flüge von New York nach Edinburgh sollen im März starten, mit Business-Tarifen ab 3700 Dollar (etwa 3150 Euro) – ohne Hochsaison-Zuschläge. Das ist ein Kampfpreis für diese Distanz in einem modernen Jet.
- Der XLR ist das erste Flugzeug dieses Typs bei US-Airlines.
- Er ermöglicht Flüge nach Südeuropa oder Westafrika, die bisher unrentabel waren.
- Die Sitze in der Economy wurden merklich aufgewertet: USB-C und endlich Bluetooth-fähige Bildschirme!
Der versteckte Haken: Hier machen Sie einen teuren Fehler
Sie denken, Sie sind sicher im neuen Flieger? Nicht unbedingt. Wenn Sie für Langstrecken buchen, müssen Sie sich unbedingt die Sitzplatzkarte ansehen. Die Türen des neuen Airbus werden erst einige Monate nach dem Start voll funktionsfähig sein. Was bedeutet das für Reisende in Reihe 25?

Wer in Reihe 25 sitzt, genießt keine Aussicht mehr. Das ist mir bei meiner Besichtigung sofort negativ aufgefallen. Stellen Sie sich vor, Sie fliegen elf Stunden über den Atlantik und schauen auf eine Wand. Das ist in der Premium-Kabine ein absolutes No-Go.
In meinem Beispiel für die Inlandsstrecke New York nach LA: Economy-Tickets kosten ab 200 Dollar hin und zurück. Business Class liegt bei satten 2000 Dollar für dieselbe Strecke. Vergleichen Sie das in 2026 mit den aktuellen Angeboten – die Aufschläge sind beachtlich.
Praktischer Tipp für Ihre Buchung
Wenn Sie diese Reise buchen, prüfen Sie doppelt: Ist der Flug transatlantisch oder nur transkontinental (innerhalb der USA)? Für die ersten Europa-Flüge sollten Sie Business Class buchen, aber die Reihe 25 aktiv meiden und stattdessen die neuen Privatsphäre-Schiebetüren der Einzelkabinen genießen. Das ist der wahre Luxusverlust, den man hier kompensiert.
Unterm Strich: Der A321XLR ist ein technologischer Sprung nach vorne, der die Flugkarte neu zeichnet. Aber wie immer bei neuen Modellen, gibt es Kinderkrankheiten und versteckte Fallen, die American Airlines nicht sofort an die große Glocke hängt.
Haben Sie den Mut, die First Class für dieses neue Gefühl der Intimität in der Business-Kabine aufzugeben? Oder warten lieber, bis die Probleme mit den Türen und den Fenstern in Reihe 25 gelöst sind?









