Diese 4 Vietnam-Fallen haben fast meine Reise ruiniert

Drei Wochen lang durch Vietnam zu reisen, fühlte sich an wie ein Rausch aus Garküchen, smaragdgrünen Reisfeldern und endlos freundlichen Gesichtern. Ich war im Bann des Landes. Aber seien wir ehrlich: Ich habe Dutzende Kardinalfehler gemacht, die ich auf anderen Reisen wahrscheinlich niemandem erzählt hätte. Wenn du jetzt deinen Trip planst, solltest du diese vier Lektionen lesen – erspart dir Zeit, Nerven und unnötige Ausgaben.

Vietnam ist magisch, keine Frage. Von der Ha-Long-Bucht bis zu den Lichtern von Hội An – es war fantastisch. Aber mein Enthusiasmus hat mich einiges gekostet. Ich habe gelernt, dass das, was auf Instagram toll aussieht, in der Realität oft teure Fettnäpfchen bereithält.

Fehler 1: Die kulturelle Ignoranz kostete mich Respekt (und Nerven)

Ich bin jemand, der glaubt, man lernt unterwegs. Und das stimmt meistens. Aber in Vietnam habe ich gemerkt, dass fehlende Vorbereitung bei lokalen Bräuchen ein ziemlicher Stolperstein sein kann. Du wirkst schnell überheblich, wenn du die Basics nicht kennst.

Manche Dinge wirken im Alltag harmlos, können aber für Einheimische eine große Sache sein. Ich habe mich **zu wenig mit den lokalen Gepflogenheiten** auseinandergesetzt. Stell dir vor, du läufst mit nassen Badeschlappen in ein traditionelles Haus oder gibst Trinkgeld, wo es als Beleidigung aufgefasst wird – so ähnlich fühlte es sich an.

  • Kopfbedeckung beachten: Bestimmte Tempel oder heilige Stätten erfordern strikte Kleiderordnungen.
  • Körperkontakt vermeiden: Öffentliche Zärtlichkeiten sind ein absolutes Tabu. Das gilt auch für eine zu enthusiastische Schulterberührung.
  • Die richtige Hand benutzen: Die linke Hand gilt oft als unrein. Beim Geben oder Nehmen sollte immer die rechte Hand oder besser beide Hände benutzt werden.

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Fehler 2: Das „Komplett-Land-in-Drei-Wochen“-Syndrom

Der größte Fehler, den ich im Reiseplan gemacht habe? Ich wollte alles sehen. Nord, Mitte, Süd – alles in 21 Tagen. Das war nicht entspannt, das war ein Marathon.

Vietnam ist schmal, aber lang. Die Distanzen sind enorm, und die Verkehrsmittel sind oft weniger schnell, als man es von zu Hause gewohnt ist. Ich habe Stunden meines Urlaubs im Bus oder Zug verbracht, nur um von A nach B zu kommen, anstatt dort zu verweilen, wo es wirklich schön ist.

Mein Rat: Wähle maximal zwei Regionen und tauche tief ein. Statt an acht Orten nur zwei Tage zu bleiben, bleib lieber an vier Orten eine ganze Woche. Das ist der Unterschied zwischen Sightseeing und Erleben.

Fehler 3: Der Koffer war ein schlechter Witz für das Klima

Wenn du an Vietnam denkst, denkst du vielleicht an Palmen und Sonnenschein, richtig? Falsch gedacht. Vietnam hat unterschiedliche Klimazonen, die sich drastisch unterscheiden können – gerade wenn du von Hanoi im kühleren Norden Richtung tropischem Süden reist.

Ich hatte Pullover für den überraschend kühlen Norden (besonders in den Bergen) und dann nur dünne T-Shirts für die schwüle Hitze in Ho-Chi-Minh-Stadt dabei. Praktisch gesehen war mein Gepäck eine Katastrophe. Ich musste zweimal teure Dinge kaufen, die ich eigentlich schon dabei haben sollte.

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Die Lektion hier? Packe Schichten, die du anpassen kannst. Ein leichter, wasserdichter Regenmantel ist wichtiger als das fünfte Paar Jeans, besonders in der Regenzeit. Denk dran: In Hanoi brauchst du etwas anderes als in Nha Trang.

Fehler 4: Die Touristenfalle beim Bezahlen

Jeder weiß, dass man auf Märkten verhandeln muss. Ich dachte, ich sei ein harter Verhandlungspartner, weil ich schon einmal auf irgendeinem Flohmarkt in Deutschland gefeilscht habe. Das war ein Witz.

In den Haupttouristenhotspots, gerade bei Taxifahrten oder beim Kauf von Souvenirs, wurden mir Preise genannt, die locker das Drei- bis Vierfache des tatsächlichen Werts entsprachen. Es geht nicht darum, ob du einen Euro sparst – es geht darum, dass du dich ausgenutzt fühlst.

Der Trick, den ich erst nach einer Woche begriffen habe: Nutze immer eine lokale App oder nutze die Preise von Einheimischen als Referenz. Wenn du einen Roller mietest, frag zuerst einen lokalen Hostelmitarbeiter, was die faire Rate ist. Warte immer ab, bevor du zustimmst. Lass dir nicht Stress machen. Das Spiel ist anders als bei uns.

Vietnam ist ein Land, das dich verzaubern wird, ganz sicher. Aber es nimmt dir auch nichts übel, wenn du ein paar dieser Anfängerfehler vermeidest. Welche Reisefehler ärgern dich im Nachhinein am meisten? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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