Sie haben sich endlich für Pilates entschieden, die neuen schicken Tops liegen bereit, aber nach der dritten Stunde fühlen Sie sich, als würden Sie Energie verschwenden? Damit sind Sie nicht allein. Als Trainerin mit 13 Jahren Erfahrung sehe ich täglich, wie motivierte Anfänger in dieselben Fettnäpfchen treten. Oft sind es Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen schnellem Erfolg und frustrierender Stagnation ausmachen.
Es geht nicht um komplizierte Übungen, sondern um grundlegende Fehler, die Ihre Ergebnisse blockieren und Sie unnötig verletzen könnten. Ich zeige Ihnen die fünf größten Stolperfallen, auf die Sie achten müssen, bevor Sie das nächste Mal die Matte ausrollen.
Die erste halbe Stunde ist wichtiger als die Stunde selbst
Fehler 1: Die 10-Minuten-Regel ignorieren
Wir alle hassen es, zu früh zu sein, besonders morgens in der Stadt (wer kennt das nicht, wenn man den Kaffee kalt werden lässt). Im Pilates ist das anders. Ich muss die Geräte auf Sie einstellen – Schulterhöhe, Gurtlänge, Federwiderstand. Das ist Präzisionsarbeit!
- Kommen Sie mindestens zehn Minuten vor Kursbeginn.
- Das gibt mir Zeit, den Reformer für Ihren Körper millimetergenau anzupassen.
- Wenn Sie zu spät kommen, bleibt keine Zeit für Individualität – und das Training wird ineffektiv.
Fehler 2: Den Widerstand falsch wählen (Fitnessstudio-Denkweise)
Viele Anfänger kommen mit einer „Mehr ist besser“-Mentalität aus dem klassischen Fitnessstudio. Sie denken: Stärkere Federn bedeuten schnellere Erfolge. Das ist kontraproduktiv und gefährlich!

Pilates ist kein Machtkampf. Wenn ich als Trainerin sage, verwenden Sie die leichten Federn, dann hat das einen Grund: Wir isolieren die tiefen Stabilisierungsmuskeln. Bei zu viel Widerstand übernehmen Ihre großen Muskelgruppen. Das Ergebnis? Sie trainieren falsch und riskieren Verspannungen.
Die Körpersprache zählt: Atmung und Kleidung
Fehler 3: Die seitliche Atmung komplett vergessen
Pilates nutzt eine spezielle Technik, die sogenannte seitliche Atmung. Das ist Ihr körpereigener Gürtel, der Brustkorb, Bauch und Becken während der Bewegung stabilisiert. Wenn Sie falsch atmen, kippt Ihr Becken.
Das führt zu einem Hohlrücken oder unnötigen Bewegungen, die wir eigentlich vermeiden wollen. Ich erinnere meine Schüler ständig daran: Achten Sie auf den Atem! Aber keine Panik: Die Atmung kommt mit der Zeit, wenn Sie sich auf die Zentrumsaktivierung konzentrieren.
Fehler 4: Die falsche Kleidung (Gefahr auf dem Gerät)
Das hat weniger mit Ästhetik zu tun, sondern mit Sicherheit und Transparenz Ihrer Haltung. Wenn ich Ihre Wirbelsäule oder Ihr Becken nicht sehen kann, kann ich Sie nicht korrigieren.
- Tragen Sie enganliegende Kleidung. Weite Shirts verdecken Ihre Fehlhaltungen.
- Achtung bei den Füßen: In vielen Studios sind Stoppersocken Pflicht. Ohne diese rutschen Sie auf dem Matten- oder Gerätebelag weg. Das ist ein unnötiges Verletzungsrisiko.
- Lange Haare gehören fest zusammengebunden – nichts ist schlimmer, als wenn Haare in die Umlenkrollen geraten.

Der Energiemangel-Killer
Fehler 5: Hunger oder Völlerei vor der Stunde
Pilates ist intensives Core-Training. Mit einem Magen voller schwerer Kost fühlen Sie sich träge und Ihre Atmung wird behindert. Aber mit leerem Magen sacken Sie in der Mitte der Stunde in sich zusammen.
Ich sehe oft, dass Anfänger entweder direkt von der Mittagspause stürzen oder stundenlang nichts gegessen haben. Die goldene Mitte? Essen Sie etwa eine Stunde vorher etwas Leichtes.
Denken Sie an schnelle Energie ohne Schwere: Ein kleiner Proteinshake oder ein, zwei Reiswaffeln mit etwas Nussbutter sind perfekt, wenn Sie morgens trainieren. Hören Sie auf Ihren Körper, aber planen Sie bewusst!
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie pünktlich sind, auf die Anweisungen hören und Ihren Körper *sehen* lassen. Diese fünf Punkte sind die Basis, die Profis längst beherrschen.
Welchen dieser Anfängerfehler haben Sie am Anfang auch gemacht, bevor Sie es besser wussten? Schreiben Sie es in die Kommentare!









