Diese 9 Millionen Dollar haben nichts mit seiner Yacht zu tun: Die wahre Verschwendung in den Epstein-Akten

Stellen Sie sich vor, Sie schauen auf Ihr Bankkonto und sehen eine Rechnung über fast 9 Millionen Dollar – nur für die alltäglichen Ausgaben eines einzigen Jahres. Klingt nach Science-Fiction, oder? Für den Milliardär Mortimer Zuckerman war dies 2011 die Realität. Und das Bemerkenswerte: Die eigentlichen Schocker in den Epstein-Akten haben weniger mit seiner Flotte an Privatjets zu tun, als Sie jetzt vielleicht denken.

Inmitten von Finanzberichten und Steuerdokumenten tauchte eine detaillierte Liste auf, die einen Fensterblick in das Leben der Superreichen gewährt. Viele schauen auf die riesigen Vermögen, doch erst die Aufschlüsselung der Ausgaben macht wirklich klar, wie anders diese Welt funktioniert. Wenn Sie glauben, Ihre größten Kostenpunkte sind Miete oder Urlaub, dann halten Sie sich fest – das hier setzt neue Maßstäbe.

Der Blick hinter die Bücher: Was lief 2011 wirklich auf?

Die Unterlagen, die durch die Epstein-Affäre ans Licht kamen, zeichnen ein Bild, das weit über abstrakte Milliarden hinausgeht. Es geht um Parktickets für Autos, die Sie sich nicht leisten können, und um Pferde. Ja, Pferde. Für Zuckerman war die Pflege seiner Reittiere 2011 ein Budgetposten von über 220.000 Dollar.

Die 9-Millionen-Euro-Mentalität: Alltag der Ultra-Reichen

Wir sprechen hier nicht von einmaligen Investitionen, sondern von jährlichen Fixkosten. Diese Ausgaben zeigen, dass selbst ein Vermögen von 2,8 Milliarden Dollar permanent „gepflegt“ werden muss – und zwar mit Personal, Immobilien und Luxushobbys.

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  • Steuern als Top-Posten: Fast 2 Millionen Dollar gingen direkt an das Finanzamt. Wer wenigstens bei den Steuern „normal“ ist, muss dann aber doch wieder schlucken.
  • Immobilien-Wartung ist ein Vollzeitjob: Über 1,1 Millionen Dollar flossen in Renovierungen und Reparaturen, darunter mal eben 1.400 Dollar für Schimmelbeseitigung in East Hampton.
  • Das Gefolge: Über eine Million Dollar nur für das persönliche Personal. Kein Wunder, dass man bei dieser Logistik schnell einen Anwalt oder Mittelsmann wie Epstein braucht.

Die versteckten Kosten des Luxuslebens

Was viele beim Blick auf Vermögenslisten übersehen, sind die laufenden Kosten für den Unterhalt des Lebensstils. Ein Penthouse in Manhattan kostet nicht nur Miete, es frisst Geld.

Manhattan-Triplex vs. Miete im Kips Bay

Zuckerman zahlte für seine Fifth Avenue Wohnung massive Unterhaltskosten. Aber der eigentliche Lacher (oder Schrecken) kommt, wenn man eine temporäre Anmietung sieht:

  • Für vier Monate mietete er eine zusätzliche Wohnung nur etwa 10 Blocks entfernt für knapp 448.000 Dollar. Das entspricht ungefähr der Kaution für eine mittelgroße Wohnung in München oder Berlin – für vier Monate Zwischennutzung.
  • Lebensmittelkosten: Knapp 114.000 Dollar für Essen, Wein extra. Ich merke immer wieder: Je reicher die Leute, desto höher die Ausgaben für Dinge, die wir täglich brauchen.

Wo die Pferde das meiste Geld fraßen

Der Freizeitbereich ist faszinierend, weil er zeigt, was für diese Kreise echter „Luxus“ ist. Während wir vielleicht ins Fitnessstudio gehen, geht es hier um Pflege und Training.

Fakt-Check: Über 219.000 Dollar allein für die Pferde. Das beinhaltet Unterkunft, medizinische Versorgung und Unterricht. Das ist fast so viel, wie der durchschnittliche deutsche Angestellte in einem Jahr verdient.

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Interessant ist auch der Posten Partys: 22.526 Dollar. Kein astronomischer Betrag im Kontext der 9 Millionen, aber es zeigt, dass selbst die Unterhaltung eines Milliardärs penibel verbucht wird.

Der Epstein-Faktor: Mehr als nur ein Zufall?

Vergessen Sie nicht den Kontext: Diese Akten stammen aus der Nähe von Jeffrey Epstein. Die Aufstellung zeigt eine Geschäftsbeziehung: Zuckerman sollte Epstein 20 Millionen Dollar für Nachlassplanung zahlen. Das ist die subtile Wahrheit: Wenn man so viel Geld verwaltet, arbeitet man mit den gleichen Netzwerken, egal, ob diese Netzwerke moralisch einwandfrei sind oder nicht. **Die Akten legen offen, wie eng die Finanzelite miteinander verflochten ist.**

Ihr praktischer Einblick: Die Kostenfalle im Alltag

Was können wir aus diesem irrsinnigen Ausgabenkatalog mitnehmen? Es geht nicht darum, ob Sie Pferde kaufen können. Es geht um die „kleineren“ Kostenfallen, die sich auch bei kleinerem Budget einschleichen. Ich habe mir die Liste angesehen und einen klaren Tipp für Sie, den Sie sofort umsetzen können:

Ihr persönlicher „Reinigungskosten-Hack“: Zuckerman zahlte Tausende für die Reinigung seiner Kleidung. Überprüfen Sie Ihre eigene Reinigungsfrequenz. Oftmals bringt das Trockenreinigen bei teuren Stücken unnötige Abnutzung und Kosten. Wechseln Sie zu feinem Handwaschmittel für empfindliche Teile – das spart nicht nur Geld, sondern schont die Fasern besser als manch teurer Industriereiniger.

Am Ende zeigt uns die Liste vor allem eines: Egal, wie viel Geld man hat, es gibt immer eine Möglichkeit, es auszugeben. Aber welche Position auf dieser Liste (Pferde, Renovierung, Partys) würden Sie am ehesten streichen, wenn Sie plötzlich mit der Verwaltung von 9 Millionen Dollar pro Jahr konfrontiert wären?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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