Am Sonntagabend wird der Himmel wieder heller leuchten – angeblich durch den sogenannten „Schneemond“. Pünktlich um 19:09 Uhr erreicht dieses Ereignis seinen Höhepunkt. Aber bevor Sie Ihre dicke Jacke anziehen und auf den Balkon stürmen, muss ich Ihnen etwas sagen, das viele übersehen:
Dieses Spektakel ist nicht das, wonach es klingt. Viele erwarten ein visuelles Feuerwerk, aber die Wahrheit ist ernüchternd. Hier erfahren Sie, was der Mond wirklich tut – und warum es trotzdem wichtig ist, hinzusehen.
Der Name, der Geschichte erzählt – und Sie irreführt
Der Name „Schneemond“ klingt poetisch, fast magisch. Er suggeriert Bilder von glitzernden Landschaften, aber seine Wurzeln sind bodenständiger: Er stammt von den indigenen Völkern Nordamerikas. Der Februar war dort bitterkalt, und der Name war ein einfacher Hinweis auf das Wetter.
Ironischerweise gab es früher einen weitaus passenderen Namen: den „Hungermond“. Denken Sie mal darüber nach, wie hart das Ende des Winters wirklich war, bevor die Supermärkte erfunden wurden. Der Name „Schnee“ hat sich wohl durchgesetzt, weil „Hunger“ weniger fotogen ist.

Ist das eine Supermond-Nacht? Die kurze, harte Antwort
Hier kommt der Knackpunkt, der die meisten enttäuscht: Der Schneemond ist keine Supermond.
Ein Supermond sehen wir, wenn der Vollmond exakt mit dem Perigäum, dem erdnächsten Punkt seiner Umlaufbahn, zusammenfällt. Dann wirkt er merklich größer und heller. Für uns hier in Deutschland heißt das oft: nette Sichtung, aber keine dramatische Veränderung.
- Was Sie dieses Mal sehen: Einen normalen Vollmond auf durchschnittlicher Distanz.
- Der Effekt: Er ist hell genug, um schwächere Sterne zu überstrahlen, aber er wird nicht gigantisch wirken.
Astrologische Bedeutung: Mehr als nur ein Lichtpunkt
Während Astronomen die Bahnkurve berechnen, sehen Astrologen diesen Tag als wichtigen Wendepunkt. Der Vollmond signalisiert traditionell den Abschluss von Zyklen und Enthüllungen. Der Schneemond im Löwen soll uns besonders dazu bewegen, unsere eigene „Marke“ neu zu bewerten.
Im Zeitalter von Instagram und Likes ist das brisant. Der Himmel zwingt uns, die Fassade zu überprüfen. Sind Sie authentisch oder nur auf Klickzahlen aus?
Ich habe in meiner Beobachtungspraktik bemerkt: Gerade wenn wir uns von der digitalen Welt ablenken lassen, fordern diese Mondphasen uns lautstark zur **inneren Reinigung** auf. Nutzen Sie diesen Sonntag, um zwischenmenschliche Konflikte oder unnötigen Ballast mental abzuschütteln – wie alter Schnee, der endlich schmilzt.

Der ultimative Lifehack für die Mondbeobachtung
Sie brauchen kein Teleskop. Sie brauchen nur dieses eine: **Verlassen Sie städtische Zentren mit zu viel Lichtverschmutzung.**
Wenn Sie aus der Stadt fahren – vielleicht Richtung Brandenburg oder ins Umland, wo die Laternen nicht alle zwei Meter stehen – wird die Intensität des Mondlichts Sie überraschen. Es ist der beste kostenlose Filter, den Sie je finden werden. Ein einfacher Trick, um das Erlebnis zu maximieren, ist es, dem Mond 15 Minuten Zeit zu geben, um Ihre Augen zu akklimatisieren. Kein Handy, kein Bildschirm.
Warum Sie trotzdem hinschauen sollten
Trotz der fehlenden „Super“-Eigenschaften ist der Schneemond ein starkes Signal in unserer rastlosen Zeit. Er ist die ultimative Aufforderung, den unendlichen Scroll-Marathon zu unterbrechen. Es ist ein analoges Luxusgut: kostenlos, ohne Werbung und zwingend notwendig für die Seele.
Was halten Sie von diesen alten Mondnamen? Glauben Sie, der „Hungermond“ wäre ehrlicher gewesen als der romantische „Schneemond“?









