Dieser Biohacker will mit KI-Filter Ihre Wut aus dem Social-Media-Feed verbannen

Haben Sie sich jemals gefragt, warum Sie nach dem Scrollen durch Instagram oder X (ehemals Twitter) müde und irgendwie gereizt sind? Das ist kein Zufall. Der bekannte Biohacker Bryan Johnson zieht einen beunruhigenden Vergleich: Er setzt die toxische Wirkung sozialer Medien auf unser Hirn mit der Belastung durch chronische Luftverschmutzung gleich. Und er hat eine radikale Idee, um sich selbst (und womöglich bald uns alle) zu schützen.

Wenn selbst Digitalkonzentration für Experten zum Gift wird, müssen wir handeln. Johnson beweist, dass Handy-Abstinenz keine Lösung ist – es ist unrealistisch, als würden Sie jemandem im nebeligen London des 19. Jahrhunderts raten, einfach keinen Kohlenrauch mehr einzuatmen. Hier kommt die KI ins Spiel, und sie ist kein Werkzeug zur Optimierung, sondern Ihr digitaler Bodyguard.

Filter statt Sucht: Warum Ihr Gehirn die „Schwermetalle“ aussortieren muss

Johnson beschreibt präzise, was beim täglichen Konsum passiert. Was wir sehen und fühlen, setzt sich fest. Er meint, diese negativen Eindrücke lagern sich im „geistigen Gewebe“ ab wie giftige Schwermetalle. Die Folge? Eine chronische, kaum spürbare Entzündung, die uns konstant Energie raubt.

Dieser Biohacker will mit KI-Filter Ihre Wut aus dem Social-Media-Feed verbannen - image 1

Er hat bereits Zeiträume von 40 bis 70 Stunden Social-Media-Pause eingelegt. Das half, aber es ist keine Dauerlösung. Die Praxis zeigt: Wir nutzen diese Plattformen beruflich, kulturell oder privat. Die eigentliche Schlacht wird nicht im Offline-Modus, sondern direkt im Feed geschlagen.

Die unmögliche Forderung an die Tech-Welt (und was Johnson stattdessen baut)

„Leg das Handy weg“ ist eine Phrase, die niemandem hilft. Johnson sieht die Lösung nicht darin, weniger zu konsumieren, sondern das, was wir konsumieren, radikal zu verändern. Und hier kommt seine technische Vision ins Spiel, die weit über das normale Handy-Managment hinausgeht.

Ihre neue KI-Schutzschicht: Was der Filter macht, der Sie schont

Johnsons Vorschlag ist eine dedizierte KI-Schicht, die sich zwischen Sie und Ihren Newsfeed setzt. Stellen Sie sich das wie einen extrem effizienten Daten-Kaffeefilter vor, der nur das Wertvolle durchlässt. Das klingt nach Science-Fiction, aber angesichts dessen, was KI heute leisten kann, ist es nah an der Realität.

Diese drei Gifte soll der KI-Puffer eliminieren:

  • Wut und Empörung: Emotionale Trigger, die unsere Cortisolwerte in die Höhe treiben, werden neutralisiert.
  • Eitelkeitskennzahlen: Likes, Retweets – diese Zahlen füttern unser Ego und lenken vom Inhalt ab. Die KI blendet sie aus.
  • Reißerischer Inhalt: Komplizierte Sachverhalte werden in eine sachliche, ruhige Sprache übersetzt. Das reduziert das Rauschen massiv.

Im Grunde soll die KI das Material vorsortieren: Sie liefert Ihnen das, wofür Sie ursprünglich auf die App gegangen sind, ohne den emotionalen „Müll“ mitzuliefern. Das Ziel ist klar: Soziale Medien sollen kein Gesundheitsrisiko mehr darstellen.

Dieser Biohacker will mit KI-Filter Ihre Wut aus dem Social-Media-Feed verbannen - image 2

Was Bryan Johnson noch antreibt

Falls Ihnen sein Name bekannt vorkommt: Johnson ist bekannt für seinen 2-Millionen-Dollar-Kampf gegen das biologische Altern. Er durchläuft strenge Diäten, intensive Trainingspläne und sogar Plasmatherapien, um seine Lebensspanne zu maximieren. Sein Engagement für mentale Hygiene mittels KI ist nur eine logische Erweiterung dieser Anti-Aging-Strategie.

Hier geht es nicht um eine kleine App-Einstellung, die den Akku schont (wie man es vielleicht im deutschen Alltag kennt, wenn man die Helligkeit für den dunklen Winter reduziert). Es geht um psychische Langlebigkeit. Wenn schon alles optimiert werden muss, warum nicht die Qualität der Informationen, die wir verarbeiten?

Und jetzt zu Ihnen: Wenn Sie die Wahl hätten, würden Sie persönlich einen KI-Filter zulassen, der Ihre Emotionen im Feed kontrolliert, nur um die Fakten zu bekommen? Diskutieren Sie mit uns!

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

Artikel: 1518

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert