Sie glauben, Sie ernähren sich gesund, weil Sie auf Süßigkeiten verzichten? Halt. Ein führender Langlebigkeitsforscher hat nach Jahrzehnten der Stammzellforschung ein vernichtendes Urteil über unsere modernen Essgewohnheiten gefällt. Er sagt, dass die Milliarden, die in High-Tech-Ergänzungen gepumpt werden, oft **weniger wert sind als das, was Ihre Mutter Ihnen über gesunde Ernährung erzählt hat.**
Dr. Thomas Rando, Präsident der American Federation for Aging Research – und selbst Marathonläufer –, hat einen klaren Fokus: Er will wissen, warum der Körper irgendwann aufhört, sich selbst zu reparieren. Was er fand, ist ernüchternd einfach, aber die meisten ignorieren es. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre gesunden Jahre schneller schwinden als Ihr Handy-Akku im Winter, müssen Sie diese drei Gewohnheiten des Forschers sofort kennenlernen.
Vergessen Sie teure Pillen: Die Macht der „Mutter-Regeln“
Wir jagen nach dem nächsten Wundermittel aus der Apotheke, aber Rando macht einen Witz, der bitterernst gemeint ist: Der Schlüssel zur Langlebigkeit reduziert sich oft auf zwei Sätze, die jeder schon einmal gehört hat. Seine Forschung bestätigt: Gute Ernährung und viel Bewegung schlagen die meisten teuren Interventionen.
Interessant ist, dass Medikamente, die im Labor das Leben verlängern sollen, oft **nur die Lücken füllen, die wir durch schlechte Gewohnheiten reißen.**
- Extrem verarbeitete Lebensmittel (der heimliche Killer): Rando hat nach dem College konsequent darauf verzichtet. Dies ist sein wichtigster Hebel gegen unnötiges Altern.
- Diät-Flexibilität mit Fokus: Er hält sich strikt an die Mittelmeerdiät (viel Gemüse, mageres Protein), gibt sich aber Ausnahmen für ein Steak. Der Schlüssel ist der konsequente Standard, nicht die Verbote.
- Kein unnötiges Supplement-Chaos: Ranlos eigene Studien zeigen: Wenn Sie sich gut ernähren, gut schlafen und Sport treiben, machen Ergänzungsmittel wahrscheinlich keinen Unterschied – verschwenden Sie Ihr Geld nicht am Kiosk in der U-Bahn, wenn Sie eh schon im Bioladen einkaufen.

Hack #1: Dieses wöchentliche Ritual kostet Sie null Euro und stresst Ihren Körper positiv
Wenn Sie in Deutschland oder Österreich leben, kennen Sie das: Der Stress der Woche, das späte Abendessen, die schnellen Kohlenhydrate. Rando setzt auf eine spezifische Form des Zeitfenster-Essens – und zwar eine, die selbst die Wissenschaft noch diskutiert.
Er praktiziert seit Jahren leichtes intermittierendes Fasten (kein Frühstück). Aber sein Trick für echtes Zell-Reset ist das **24-Stunden-Fasten einmal pro Woche.**
So sieht Randos wöchentlicher Reset aus:
Er ist hier pragmatisch. Da er viel unterwegs ist und soziale Abendessen liebt, beginnt sein Fasten nicht morgens, sondern nach seinem Abendessen. Er isst am Dienstagabend normal und fastet dann bis Mittwochabend.
- Der Grund? „Ich glaube an das Fasten als Mittel für gesundes Altern.“
- Der Nebeneffekt (der nicht glamourös ist): „Ich fühle mich einfach hungrig.“ Aber er vertraut auf den wissenschaftlichen Langzeiteffekt.
Wichtig: Wer in der kalten Jahreszeit, wie wir sie hier in Mitteleuropa kennen, viel Sport treibt, muss hier vorsichtig sein. Rando meint, dass man hier nicht dogmatisch sein darf, wenn der Körper Energie für das Training braucht.
Hack #2: Laufen ist nicht alles – Der unerwartete Fokus eines Marathonläufers
Dr. Rando ist Marathonläufer. Das ist beeindruckend, aber nicht der eigentliche Tipp zum Langlebigkeits-Sport. Sein Rat ist universeller:
Als seine Knie anfingen, ihm Probleme zu bereiten (aktuell kämpft er mit einer Achillessehnenverletzung), hat er den Fokus verschoben. Er konzentriert sich jetzt mehr auf **Krafttraining.**

Warum? Weil der Muskelschwund (Sarkopenie) ein Hauptfeind des langen, gesunden Lebens ist. Er verlagert sportliche Belastung, um die Muskelmasse zu erhalten, die uns im Alter Stabilität und Stoffwechsel gibt. Es geht nicht darum, wie schnell Sie einen 5-km-Lauf schaffen, sondern wie lange Sie Ihre Mobilität behalten.
Hack #3: Das unterschätzte „Anti-Aging“-Mittel, das in jedem Büro funktioniert
Wenn Zellen sich nicht mehr reparieren können, altern wir. Aber was repariert unseren Geist und unsere Motivation, die Energie für Sport und Fasten aufzubringen? Rando nennt es oft Vernachlässigt: **Soziale Interaktion.**
Durch seine Rolle als AFAR-Präsident muss er viel netzwerken, aber er betont, dass auch das private Pflegen von Kontakten extrem wichtig ist. In den Daten seiner Studien zeigte sich immer wieder: Starke, intakte Beziehungen sind ein Indikator für Langlebigkeit.
Man kann Langlebigkeitsgene optimieren, aber wenn Sie einsam sind, bauen Sie unnötige Barrieren für das gesunde Altern auf. **Soziale Interaktion ist die inoffizielle, kostenlose Therapie gegen den Zerfall.**
Rando beweist: Echte Langlebigkeit ist kein Zauberwerk aus dem Labor, sondern die disziplinierte Anwendung von Dingen, die wir schon lange kennen. Aber mal ehrlich: Wie oft haben Sie diese einfachen Regeln wirklich konsequent durchgezogen, wenn der stressige Alltag in Deutschland Sie fest im Griff hatte?









