Haben Sie sich jemals gefragt, was Sie tun würden, wenn die Supermarktregale plötzlich leer wären und die Lieferketten zusammenbrächen? Viele verlassen sich auf Vorräte, aber die wertvollsten Ressourcen wachsen direkt vor unserer Nase – wir wissen nur nicht, wie wir sie nutzen sollen.
Genau hier setzt eine bemerkenswerte Initiative im Kreis Löwenberg (Powiat Lwówecki) an. Es geht nicht nur um Gartenarbeit, sondern um echte, existentielle Sicherheit. Diese Schulungen zeigen, wie Pflanzen Ihr persönliches Sicherheitsnetz spannen.
Der wilde Küchenschrank: Was wirklich zählt, wenn es eng wird
In den Dörfern Proschwitz, Grudza, Pilchowice und Skorzynice fand eine Reihe praktischer Workshops statt. Unter dem Motto „Pflanzen kennenlernen, die uns in schweren Zeiten retten können“ lernten die Teilnehmer, welche Kräuter essbar und welche heilend sind.
Der Trick liegt in der Vorbereitung
Viele schauen auf exotische Survival-Kits, aber was wirklich zählt, ist das, was direkt vor der Tür wächst. Die Kurse legten Wert auf das sichere Sammeln und vor allem auf die richtige Lagerung.

- Wie man Wildkräuter erkennt, ohne sich zu vergiften.
- Effiziente Methoden zum Trocknen und Konservieren für den Winter.
- Praktische Rezepte, die kaum Abhängigkeit von modernen Lieferketten erfordern.
Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „Es ist erstaunlich, wie viel Wertvolles direkt vor unserer Tür wächst. Jetzt weiß ich, was ich nutzen kann, wenn Grundnahrungsmittel fehlen.“
Mehr als nur Kräuterkunde: Sicherheit durch Wissen
Geleitet wurden die praxisnahen Kurse von Justyna Pobiedzińska, einer zertifizierten Kräuterkundigen mit akademischem Hintergrund. Sie verbindet Theorie mit dem, was Sie wirklich im Notfall brauchen.
In meiner Praxis merke ich immer wieder: Die Leute warten, bis die Rettungsdienste kommen. Aber in den ersten kritischen Stunden zählen nur wir selbst. Dieses Wissen ist ein direkter Beitrag zur Bewohnbarkeitssicherheit.
Was die Leute oft übersehen: Diese Fähigkeiten sind nicht nur für den Katastrophenfall gedacht. Wer jahrelang weiß, wie man Spitzwegerich als Mittel gegen Hautirritationen nutzt, spart unnötige Wege zur Apotheke.

Die Säulen der Selbsthilfe
Diese Schulungen sind eine moderne Antwort auf alte Gefahren. Es geht darum, die lokale Widerstandsfähigkeit zu stärken:
- Sofortige Selbstversorgung bei Engpässen.
- Nachbarschaftliche Unterstützung basierend auf echtem Können.
- Prävention durch Bewusstsein für lokale Ressourcen.
Was kommt als Nächstes?
Die Resonanz im Kreis war überwältigend. Die Leute wollen nicht nur existieren, sondern aktiv vorsorgen. Der Landkreis plant deshalb eine Fortsetzung der Reihe im nächsten Jahr, um die Themenpalette noch zu erweitern.
Man baut hier eine Kultur der Sicherheit auf – eine, die auf eigenen Füßen steht, anstatt nur auf staatliche Hilfe im Ernstfall zu warten. Das ist echtes, lokales Engagement.
Was ist die eine Pflanze aus Ihrer Kindheit, von der Sie jetzt erst den wahren Wert erkennen? Teilen Sie Ihre Erfahrung mit uns!









