Dieses kosmische „Phantom“ dominiert das All – und steckt voller Rätsel!

Stellen Sie sich vor: Ein kolossaler Himmelskörper, riesig wie eine Galaxie, aber völlig unsichtbar. Wir reden hier nicht von einem schwarzen Loch, sondern von etwas, das viele Astronomen komplett ignoriert haben, bis das Hubble-Teleskop eins entdeckte: Cloud-9.

Dieses Ding besteht fast nur aus Dunkler Materie und viel zu wenig Gas, um jemals Sterne hervorzubringen. Es ist quasi ein kosmischer Misserfolg. Aber genau dieser „Misserfolg“ verrät uns jetzt mehr über die fundamentalen Bausteine des gesamten Universums, als jeder erfolgreiche Sternenhaufen es je könnte.

Die Geisterwolke: Was „Cloud-9“ wirklich ist

Vor Kurzem dachten Wissenschaftler, sie hätten eine leuchtschwache Zwerggalaxie gefunden – Routine in der Himmelsbeobachtung. Das dachten sich auch die Forscher, als sie die Signalspuren mit dem riesigen FAST-Radioteleskop in China aufzeichneten. Der erste Codename war simpel: „Wolke 9“ (Cloud-9), weil sie die neunte ihrer Art in der Nähe der Galaxie Messier 94 war.

Aber dann kam die entscheidende Wende, die oft nur das starke Auge des Hubble-Weltraumteleskops bringen kann. Was sie sahen, war schockierend:

Dieses kosmische

  • Kein einziger Stern: Null, nada, nicht einmal ein Funke.
  • Gigantische Masse: 1 Million Sonnenmassen Gas, aber sage und schreibe 5 Milliarden Sonnenmassen Dunkle Materie.
  • Der Name für das Scheitern: Die theoretisch beschriebene Form wird „RELHIC“ genannt – eine Wolke, die zu arm an Rohstoffen für die Sternentstehung war.

Denken Sie mal darüber nach: Wir leben in einer Welt, in der wir um jeden gesparten Euro im Discounter (vielleicht sogar hier in der Nähe eines deutschen Supermarktes) kämpfen, aber im Kosmos gibt es Strukturen, die Milliardenfach schwerer als unsere Sonne sind und einfach so im Raum schweben, weil sie nicht „funktionieren“!

Warum wir von „gescheiterten“ Objekten mehr lernen

Der leitende Forscher, Alejandro Benitez-Llambay, fasste es treffend zusammen: In der Wissenschaft lernt man meistens mehr aus den Misserfolgen als aus den Erfolgen.

Cloud-9 ist wie die Gebrauchsanweisung, was nicht passieren durfte, damit eine Galaxie entsteht. Dieses Objekt ist quasi ein eingefrorener Moment aus der Frühzeit des Kosmos. Es zeigt uns, dass Materie nicht automatisch verpflichtet ist, Sterne zu bilden, wenn sie sich dort sammelt.

Der große Schatten: Das Dunkle Materie-Problem

Dunkle Materie ist ja der ewige Albtraum der modernen Physik. Wir spüren ihre Gravitation, aber wir können sie nicht sehen, nicht anfassen – sie ist das fünffache der sichtbaren Materie im Universum. Das ist, als würden Sie feststellen, dass 80% Ihres Stromzählers von einem Nachbarn abhängen, den Sie nie zu Gesicht bekommen.

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Was macht Cloud-9 jetzt so praktisch für uns?

  • Sie liefert einen realen, beobachtbaren Klumpen Dunkler Materie, der seit Jahrzehnten nur in Modellen existierte.
  • Sie deutet darauf hin, dass wir überall von diesen dunklen Hüllen umgeben sein könnten – vielleicht sogar in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft.

Mein persönlicher Tipp: Wenn Sie das nächste Mal nachts an den Himmel schauen, denken Sie daran, dass das, was Sie sehen (Sterne, Planeten), nur die Spitze des Eisbergs ist. Darunter lauern riesige, unsichtbare Gerüste aus Dunkler Materie wie Cloud-9, die alles zusammenhalten.

Was kommt als Nächstes?

Die Daten sind nun da, aber die Jagd nach den Teilchen der Dunklen Materie geht weiter. Cloud-9 beweist demnach, dass es diese Hüllen gibt, aber nicht, woraus sie bestehen.

Was denken Sie, welche seltsamen, leeren Gebilde lauern noch da draußen, von denen wir bisher nur geträumt haben, weil wir nicht wussten, wonach wir suchen sollen?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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