Dieses Mutter-Geheimnis spaltet die Elternschaft: Warum 4 Tage allein meine Feiertage retteten

Haben Sie jemals den sehnsüchtigen Blick auf die abfahrenden Autos gerichtet, als Ihr Partner mit den Kindern in den Urlaub fuhr und Sie allein zurückblieben? Die meisten Mütter würden jetzt wahrscheinlich ihre Augen verdrehen und von Pflichten sprechen. Aber ich sage Ihnen: Ich habe die Feiertage bewusst ohne meine drei Kinder verbracht – und das war besser als jeder Wellness-Trip.

Die Wahrheit ist, wir alle stehen regelmäßig an dem Punkt, an dem die Energie einfach leer ist. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie jeden Tag auf Sicht leben und keine Luft mehr bekommen, müssen Sie diesen Notfallplan kennen. Es geht nicht um Urlaub, es geht um mentales Überleben.

Die unmögliche Antwort auf die Frage „Was machst du über die Feiertage?“

Als ich gefragt wurde, was meine Pläne seien, kam die Antwort fast schon zu enthusiastisch: „Ich bleibe allein zu Hause.“ Die Reaktionen waren immer gleich: hochgezogene Augenbrauen und das ungläubige „Wie bitte?“. Ich musste erklären, dass mein Mann mit den Kindern zu seiner Familie nach Massachusetts fuhr, während ich knappe vier Tage in unserem Haus in Pennsylvania verbrachte. Komplett alleine.

Die verlorene Freiheit, die jeder Elternteil kennt

Der eigentliche Gewinn war die sofortige Abwesenheit des Mental Load. Kein Erfüllen von Snack-Wünschen. Keine Pflicht-Rückenmassagen. Aber das Beste? Kein Streit, weil der Älteste das Gefühl hatte, das Leben sei unfair und alle hassten ihn.

Nach einem kurzen Moment des Schocks kam die ehrliche Reaktion, meist von anderen Müttern (und erstaunlicherweise auch von einigen Vätern): „Ich bin neidisch. Wie hast du das organisiert?“ Genau hier liegt der springende Punkt, den viele übersehen, wenn sie Urlaub planen.

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Der schleichende Gedanke, der zum Befreiungsschlag wurde

Die Idee, in einem leeren, sauberen Haus zu bleiben, ließ mich nicht mehr los. Ich wollte nicht wegfahren; ich wollte dort sein, aber ohne die ständige Verfügbarkeit. Ich sprach es vorsichtig bei meinem Mann an, der sofort zustimmte – er hätte mich eh nicht mehr unterstützen können.

Den Kindern erklärte ich, dass Mama eine Auszeit braucht. Meine Fünfjährige bestand auf einem Anruf alle zwei Minuten. Aber ich habe ihnen klargemacht: **Es ist okay, wenn Mama sich zurückzieht. Das ist keine Liebesentzug.** Manchmal muss das Herz Platz schaffen, damit es wieder „höher schlägt“.

Alleinsein ist keine Einsamkeit, sondern mentale Hygiene

Experten für psychische Gesundheit sind sich einig: Bewusst gewählte Einsamkeit ist ein Schlüssel zur Selbstfürsorge. Wenn die Anforderungen an Ihre Aufmerksamkeit wegfallen, entwickeln Sie ein Bewusstsein, das Heilung fördert. Ich habe es in der Praxis beobachtet.

Der erste Abend: Stille und die Zeremonie des Genießens

Als sie weg waren, war alles seltsam still und sauber. Ich wusste erst nicht, was ich tun sollte. Ich hatte keine festen Pläne, mein Ziel war die Abwesenheit eines Zeitplans.

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  • Ich habe gekocht und dazu getanzt – niemand hat sich beschwert.
  • Ich habe lesend gegessen. Das Aufräumen? Ein Geschirrteil. Keine Krümel auf dem Boden.
  • Ich habe das Handy ausgeschaltet. Kein Wecker nötig.

Ich habe mir selbst beigebracht, Dinge langsam anzugehen – etwas, das mir mit Familie extrem schwerfällt. Wie die Psychotherapeutin es ausdrückt: Es muss eine Zeit sein, in der Sie **weder arbeiten noch sich um andere kümmern**.

Das unerwartete Gefühl beim Festmahl

Als das große Festessen anstand, dachte ich, ich würde mich einsam fühlen. Tat ich aber nicht. Warum? Weil es meine bewusste Entscheidung war. Ich wusste, dass meine Familie Spaß mit Verwandten hatte und bald wieder da sein würde.

Die 48-Stunden-Regel gegen das Mutter-Schuldgefühl

Als ich am vierten Tag wartete, wurde mir klar: Eine Woche wäre zu viel. Ich würde mich langweilen. Der krasse Kontrast zwischen dem permanenten Management eines Haushalts mit drei Kindern und vier Tagen fast totaler Stille war der Turbo-Boost, den ich brauchte.

Der Unterschied zwischen Erholung und Langeweile liegt oft nur in den ersten 48 Stunden. Danach schaltet das System um, und die Batterien laden sich auf.

Nun werde ich oft gefragt, ob das meine neue Tradition wird. Ich genoss es fast zu sehr. Aber ich glaube, es fühlt sich falsch an, Feiertage komplett ohne die Liebsten zu verbringen. Vier Tage waren perfekt, um mein Mutter-Schuldgefühl zu neutralisieren und erholt zurückzukommen. Aber was denken Sie? Würden Sie diesen Schritt wagen, selbst wenn es nur für 48 Stunden wäre?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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