Dieses unsichtbare Sonnen-Phänomen sehen Sie am 17. Februar 2026 – und es ist anders als alles, was Sie kennen

Haben Sie schon Pläne für den 17. Februar 2026? Falls nicht, sollten Sie Ihre Kalender sofort checken. Denn an diesem Tag erleben wir den ersten Sonnenfinsternis des Jahres, und es ist keine gewöhnliche: Sie wird als „annular“ bezeichnet. Viele werden diesen Begriff ignorieren, doch genau in diesem einen Wort steckt der Schlüssel zu einem Himmelsereignis, das man in unseren Breitengraden so gut wie nie sieht.

Ich habe mir die Details angesehen, und ich sage Ihnen: Wenn Sie dachten, Sie wüssten, wie eine Sonnenfinsternis abläuft, werden Sie überrascht sein. Es geht um einen leuchtenden Ring, der den Himmel nicht verdunkelt, sondern ihn auf eine verrückte Art verformt. Ignorieren Sie die Warnungen nicht, aber lassen Sie sich auch nicht einschüchtern – mit der richtigen Vorbereitung wird das ein Moment, über den Sie noch Jahre sprechen werden.

Was bedeutet „annular“ überhaupt? Oder warum der Mond manchmal zu klein ist

Wenn wir von einer Sonnenfinsternis sprechen, stellen wir uns meistens vor, dass der Himmel plötzlich zur Nacht wird – das ist die totale Sonnenfinsternis. Der erste große Schock ist: Beim diesjährigen Ereignis am 17. Februar wird es nicht stockdunkel.

Der Grund liegt in der Tanzbahn des Mondes um unseren Planeten. Wir sind es gewohnt, dass die Umlaufbahn rund ist, aber sie ist eigentlich elliptisch, wie ein leicht gestreckter Kreis. Das hat einen entscheidenden Effekt auf die Sichtbarkeit:

  • Wenn der Mond von der Erde weit entfernt ist, erscheint er uns kleiner.
  • Beim „annularen“ Ereignis steht der Mond genau in diesem weiter entfernten Zustand vor der Sonne.
  • Er ist einfach nicht groß genug, um die gesamte Sonnenscheibe abzudecken.

Was bleibt, ist das, was Astronomen einen „Feuerring“ nennen. Stellen Sie sich vor, der schwärzeste Kreis, den Sie je gesehen haben, wird von einem dünnen, leuchtenden Goldrand umgeben. Das ist der Aha-Moment.

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Der große Unterschied: Kein Nachteil, sondern ein optischer Trick

Viele Menschen verpassen Annular-Eklipsen, weil die Medien sich auf die spektakulären, dunklen Momente der totalen Finsternisse konzentrieren. Aber das ist ein Fehler, den Sie vermeiden sollten. Bei einer totalen Finsternis sind Sie für ein paar Minuten auf eine einzige Zone beschränkt. Hier haben Sie mehr Zeit, das Spektakel zu genießen, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung.

Merken Sie sich das: Weil immer ein Teil der Sonne sichtbar bleibt, muss die Schutzmaßnahme anders getroffen werden. Das ist der häufigste Fehler.

Wo versteckt sich der Feuerring 2026?

Die schlechte Nachricht zuerst: Für die meisten von uns in Mitteleuropa wird der Himmel eher langweilig bleiben. Es gibt keine totale Abdeckung und auch keinen vollen Ring. Wo findet das Spektakel also statt?

Die beste Sicht auf den vollständigen Ring haben Beobachter, die zufällig in der Nähe der Antarktis Urlaub machen. Klingt nach einem Plan für die Sommerferien, oder? Aber ich habe auch eine gute Nachricht für alle, die südlicher leben.

Teilansicht für die Südspitze

Wenn Sie sich in den südlichen Regionen von beispielsweise Chile oder dem südlichen Argentinien aufhalten, erleben Sie eine partielle Finsternis. Das bedeutet, der Mond schiebt sich wie ein riesiger Galgenmännchen-Kopf vor die Sonne. Es ist nicht der volle Feuerring, aber definitiv spektakulär, wenn man weiß, worauf man achten muss.

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Mein praktischer Tipp für Beobachter im Süden: Kaufen Sie die speziellen Finsternisbrillen (CE-zertifiziert!) frühzeitig. Im Supermarktregal finden Sie die nicht, und der kurze Hype kurz vor dem Ereignis sorgt dafür, dass diese Dinger schnell ausverkauft sind – gerade wenn man sie vielleicht für einen spontanen Wochenendtrip braucht.

Die tödliche Gefahr, die fast jeder vergisst

Viele Leute denken: „Es ist ja nur eine partielle Finsternis, ich schaue mal kurz durchs Fenster.“ Falsch gedacht. Genau bei einer annullaren Finsternis ist die Gefahr für die Augen am höchsten. Warum?

Weil die Helligkeit nicht komplett verschwindet, bleibt die Pupille zu stark geweitet. Ihr Auge bekommt also weniger Licht als bei einer normalen Situation, aber die intensive UV- und Infrastrahlung der sichtbaren Sonnenränder trifft ungefiltert auf die Netzhaut. Das kann zu dauerhaften Schäden führen. **Das ist kein Spaß.**

  • Schauen Sie niemals direkt durch Ferngläser oder Teleskope ohne spezielle Sonnenschutzfilter.
  • Gewöhnliche Sonnenbrillen bieten keinen Schutz.
  • Zertifizierte Schutzbrillen sind Pflicht, selbst wenn Sie nur 10 Minuten draufschauen wollen.

Es ist faszinierend, aber die Natur hat ihre Regeln, und sie beugt sich nicht für unsere Neugier.

Der Sonnenfinsternis-Sommer 2026 wird uns also eine tolle Lektion in Astronomie bieten, auch wenn wir den vollen Feuerring meist nur auf Bildern sehen werden. Aber mal ehrlich: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ob Sie für einen echten „Feuerring“ eine Reise in die Antarktis buchen würden?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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