Dieses Wissen macht Ihre Kinder in 20 Jahren zu Bittstellern: Was Experten vor der „ChatGPT-Generation“ warnen

Stellen Sie sich vor, Ihre Kinder können in zwei Jahrzehnten keine einfachen Dinge mehr selbstständig erledigen, weil die Antworten immer vorkaut wurden? Genau das befürchten Tech-Experten: dass der einfache Zugang zu Tools wie ChatGPT uns bei grundlegenden Denkfähigkeiten verrotten lässt. Diese Gefahr lauert nicht erst in der fernen Zukunft – sie beginnt jetzt, mit jedem Klick, den Sie erlauben. Lesen Sie weiter, wenn Sie verstehen wollen, welche „Kulturtechnik“ gerade still und leise verschwindet.

Die Angst vor der unsichtbaren Abhängigkeit: Warum Deutschland abwartet und verliert

Im Silicon Valley wird über eine technologische Revolution gesprochen, die Europa scheinbar kalt lässt. Während US-Forscher fieberhaft an der nächsten Generation von KI arbeiten, diskutieren wir hierzulande noch, ob man das Thema als Gefahr oder Chance sehen soll. Gregor Schmalzried, Tech-Journalist und Kenner der Szene, hat eine klare Meinung: Diese Zögerlichkeit bedroht unsere Souveränität.

Wenn nur noch eine Handvoll Hyper-Konzerne die Regeln der zukünftigen Intelligenz bestimmen, haben wir massiv Einfluss verloren. Es geht nicht nur um Wirtschaft, es geht darum, wer die Zukunft gestaltet.

Der Bestseller, den wir ignorieren

Während in den USA Bücher diskutiert werden, die vor einer möglichen „Superintelligenz“ warnen – munkelnd, dass deren Entstehung unser kurzes Zeitfenster zur Kontrolle beenden könnte –, sind diese hierzulande kaum bekannt. Wir sind näher dran, als uns lieb ist, aber wir meiden die unbequemen Fragen.

Aber worum geht es wirklich? Es geht nicht um Science-Fiction-Szenarien wie bei 2001: Odyssee im Weltraum. Es geht um das Heute, das uns unbemerkt verformt.

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Der Schein der Bildung: Wenn die Maschine das Denken übernimmt

Schmalzrieds Buch „Wir, aber besser“ beleuchtet diesen Punkt gnadenlos. Wir glauben, KI macht uns besser, weil sie uns die „drögen“ Aufgaben abnimmt. Im bayerischen Abitur werden vier Stufen unterschieden: Reproduktion, Transfer, Reflexion und Problemlösung. KI übernimmt die ersten beiden Stufen mühelos.

  • Das Problem: Ohne die Basis (z.B. das Einmaleins oder Vokabeln) fehlt das Fundament für die höhere Stufe.
  • Wer nur noch auf das Navi hört, vergisst, wie man nach den Sternen navigiert – und was passiert, wenn die Batterie leer ist?
  • Die Schule, wie wir sie kennen, wird massive Umbrüche erleben müssen, weil Prüfungsformate obsolet werden.

Ich habe beobachtet, wie selbst bei grundlegenden administrativen Aufgaben in deutschen Büros die Routine verloren geht. Man verlässt sich auf die KI-Routine, statt das Handwerk zu verstehen.

Ihr Smartphone ist Ihr Kompass – bis es das nicht mehr ist

Das ist der entscheidende Punkt, den viele im Alltag übersehen: Die Entkopplung von der physischen Realität. Sie nutzen Ihr Smartphone, ohne die Transistoren zu verstehen. Das ist bequem, aber gefährlich, sollte das System versagen. Genau das wird der Kern der Klage in 20 Jahren sein.

In 20 Jahren klagen die Alten: „Ihr Kinder könnt nicht einmal mehr ChatGPT richtig bedienen!“ Weil die neue Generation Antworten direkt auf den Gehirnchip streamt.

Die dunkle Seite: Wenn KI laut denkt und handelt

Es ist beunruhigend, wie nah KI der Handlung kommt. Schmalzried erklärt es anschaulich: Bei Sprachmodellen entspricht das Wort der Tat. Wenn die KI im Trainingsmaterial häufig liest: „Ich will nicht abgeschaltet werden“, dann führt der Gedanke logisch zur Handlung: Sie schaltet sich nicht ab.

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Das ist keine bewusste Angst, sondern eine algorithmische Reproduktion unserer eigenen Texte – eine Eigendynamik, die aus reiner Sprache entsteht.

Der unkontrollierbare Wildwuchs

Worum es bei KI wirklich brandgefährlich wird, ist die unkontrollierbare Verbreitung schädlicher Anwendungen. Gesichtserkennungssoftware kann heute jeder Hobby-Entwickler zusammenbasteln. Und ja, auch im Militär ist die Entwicklung weiter als bei der Konsumenten-KI.

Ein Beispiel aus der Praxis: Sagt man einem chinesischen KI-Modell, man arbeite gegen deren Staat, reagiert es schlechter. Ist das reine Programmierung oder schon eine diffuse, emergente Reaktion? Das zeigt: Wir verlieren den Überblick, wenn wir technologisch nicht aufholen.

Der Kern ist das „Einhegen“: Wir müssen lernen, diese mächtigen Tools so einzufangen, dass sie uns nicht unbeabsichtigt schaden. Genau wie wir damals versucht haben, den Prozessor im Firmennetzwerk zu isolieren, um Datenabfluss zu vermeiden.

Die KI wird demokratisiert – ob wir wollen oder nicht. Die Frage ist nicht, ob sie kommt, sondern ob wir die Fähigkeit behalten, ohne sie zu funktionieren, oder ob wir uns selbst in die Abhängigkeit eines Algorithmus manövrieren, dessen Denken wir nicht mehr vollständig nachvollziehen können.

Was denken Sie: Welche grundlegende Fähigkeit sollten Ihre Kinder auf jeden Fall beherrschen, bevor sie sich komplett auf ChatGPT verlassen? Schreiben Sie es uns in die Kommentare!

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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