Sie kennen das Gefühl: Das hoffnungsvolle erste Date, der Schwur, es diesmal anders zu machen. Ich kenne das besser als die meisten – ich war dreimal verheiratet und dreimal geschieden. Nach dem Chaos meiner dritten Trennung erwartete ich die Leere. Stattdessen fand ich etwas viel Besseres: unerschütterliches Glück. Lesen Sie weiter, um zu verstehen, warum das Loslassen der „großen Liebe“ mein Leben gerettet hat.
Der Mythos der zweiten Hälfte: Warum ich das Dating für immer beendet habe
Nach Jahrzehnten, in denen ich verzweifelt an der Vorstellung festhielt, dass das Glück nur einen Ehepartner entfernt liegt, fand ich mich in den Trümmern der dritten Ehe wieder. Die brutale Wahrheit traf mich wie ein Blitz: Vielleicht bin ich einfach nicht für die Ehe gemacht. Oder vielleicht hatte ich keine Ahnung, was ein guter Partner ist – oder wie man selbst einer ist. Wahrscheinlich alles zusammen.
Die Lektionen aus zerbrochenen Gelübden
Man lernt aus Fehlern, das ist klar. Aber meine Ehen lehrten mich Dinge, die kein Seminar lehren kann:
- Wie man einen Umzugswagen effizient packt.
- Die wahre Bedeutung von Selbstständigkeit – besonders wenn die Heizung im Winter kaputt geht.
- Wie man Vergebung übt, auch wenn es wehtut.
Ich habe drei Kriege um die Liebe geführt und am Ende die weiße Fahne gehisst. Das fühlte sich nicht nach Niederlage an, sondern wie eine Befreiung.

Die dunkle Zeit der Erneuerung
Das erste Jahr nach der Scheidung war hart. Ich weinte zu herzzerreißenden Balladen und versuchte dann, mir selbst bei Kerzenlicht beizubringen, wie das Leben ohne das ständige „Wir“ funktioniert. Ich fühlte mich beschämt, als würde ich T-Shirts wechseln – so oft die Partner.
Doch dann kam die Wende. Ich war nicht verloren. Ich war endlich gefunden. Ich musste nicht mehr perfekt sein. Ich folgte meinen Launen, kaufte ein Haus im Wald für meine Kinder und mich – einen Ort der Ruhe, den ich mir selbst ermöglicht hatte.
Das Leben ohne Kompromisse
Stellen Sie sich vor: Kein leeres Bett, sondern Platz, um sich bis 2 Uhr morgens unter flauschigen, rosafarbenen Decken auszustrecken und fernzusehen. Anstatt Echos gebrochener Versprechen zu hören, lauschte ich dem Gesang der Kohlmeisen im Garten. Ich holte zwei Hunde. Ich begann, ein Unternehmen zu gründen, stolperte über Schulden und lernte, wieder aufzustehen.

Was fehlt? Die ehrliche Bilanz nach acht Jahren Solo
Vermisse ich manchmal Gesellschaft? Ja. Das Gefühl, gemeinsame Träume zu teilen, ist tröstlich. Ab und zu wünsche ich mir jemanden, der mir beim Glühbirne-Wechseln hilft oder mit mir am Strand spazieren geht. Ich bin keine Heimwerkerin, und das alte Auto braucht Reparaturen, die ich ohne Partner-Know-how in Angriff nehmen muss.
Trotzdem: Die Vorteile überwiegen dramatisch. Seit acht Jahren date ich nicht. Ich habe mich jahrelang so sehr verbogen, um zu passen, dass ich mich erst allein wieder ganz fühlte. Ich war mit Partner viel einsamer als jetzt im stillen Wald.
Meine Hände sind voll: Ich lese, ich schreibe, ich ziehe meine Kinder groß, ich erschaffe. Mein Glück strahlt, weil es nur mir gehört. Es ist selbstgemacht.
Was denken Sie? Könnten Sie sich vorstellen, das Dating komplett aufzugeben, um dieses Maß an persönlicher Freiheit zu gewinnen?









