Du glaubst, du weißt, wie man eine Schiffskabine bucht? Dieser Versteck-Trick kostet dich den Platz.

Sieben Kreuzfahrten sind nichts, besonders nicht als Familienmanagerin. Ich dachte, ich hätte den Dreh raus: Kreuzfahrten sind die perfekte Mischung aus All-Inclusive-Budgetfreundlichkeit und Abenteuer. Doch bei unserer letzten Karibik-Tour mit der Regal Princess passierte mir das Undenkbare: Ich buchte eine Kabine für vier Personen – und fühlte mich plötzlich wie in einer Sardinendose.

Wir landeten zu viert in knapp 21 Quadratmetern, wo die Betten buchstäblich von der Decke fielen. Wenn Sie auch nur ansatzweise planen, mit Teenagern in See zu stechen, ignorieren Sie diesen Fehler nicht. Denn die Bequemlichkeit eines schmalen „Deals“ kann schnell in puren Stress umschlagen, wenn man nicht weiß, was man fragen muss.

Der Schockmoment: Zwei Betten statt Familienzimmer

Der erste Blick in die Kabine ließ mich kurz erstarren. Zwei schmale Einzelbetten standen da, wo ich zumindest ein Queen-Size oder zwei getrennte Standardbetten erwartet hätte. Meine Teenager? Keine Spur von ihnen.

Unser Kabinensteward lächelte nur milde und erklärte den „Geheimmechanismus“: Oben, direkt unter der Decke, waren zwei weitere Einzelkojen verborgen. Diese Klappbetten wurden jeden Abend heruntergelassen.

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Das Tetris-Prinzip an Bord

Klar, wir hatten vier Schlafplätze. Aber wissen Sie, was fehlte? Bewegungsfreiheit. Es fühlte sich an, als müsste man ständig ein komplexes Tanzmanöver ausführen, um unversehrt aus dem Bett zu kommen.

  • Die oberen Kojen waren so nah an der Decke, dass Hinsetzen unmöglich war – Lesen oder Fernsehen? Vergessen Sie’s.
  • Die Leitern, die für die Teenager nötig waren, blockierten den ohnehin schon knappen Bodenraum. Nachts wurde jede Bewegung zu einer Übung in Achtsamkeit, um niemanden zu treten.
  • Selbst als wir versuchten, die unteren Betten für meine Mann und mich zusammenzuschieben, gab es ein Problem: Dann passte die Leiter für die oberen Etagen nicht mehr richtig.

Ich habe mir in der ersten Nacht definitiv den Kopf gestoßen. Das war der Moment, in dem mir klar wurde: Ein Schnäppchen ist teuer, wenn der Urlaub darunter leidet.

Warum ich diesen fatalen Fehler gemacht habe (Tipp für Ihre nächste Buchung)

Wir hatten das Glück, dass die Kabine einen kleinen Balkon besaß. Dieser Frischluft- und Lichtzugang hat einen riesigen Unterschied gemacht und uns davor bewahrt, wegen der Enge durchzudrehen. Aber warum habe ich diesen Fehler überhaupt gemacht?

Der Hauptgrund liegt im unterschiedlichen Kabinen-Layout der Reedereien. Bei Disney oder Carnival sieht eine 4-Personen-Kabine oft anders aus: Es gibt ein anständiges Doppelbett und ein Sofa, das sich gegenüber in Etagenbetten verwandelt. Das schafft eine bessere Trennung und mehr Bodenfläche.

Bei Princess (und anderen Reedereien) wird oft Platz gespart, indem man auf die „Schublade“ unter der Decke setzt. Das ist in Ordnung für kleinere Kinder, aber für Teenager, die Platz zum Entspannen brauchen, ist es ein Gefühl der Klaustrophobie.

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Der eine Schritt, der Ihnen 100 € spart und Nerven schont

Obwohl der Rabatt gut war und wir die Reise trotzdem genossen haben (wir waren ja sowieso nur zum Schlafen und Duschen im Zimmer), würde ich diese Kabine mit Teenagern nicht wieder buchen. Das ist der Unterschied zwischen einem guten und einem perfekten Urlaub.

Bevor Sie buchen, besonders wenn Sie mit älteren Kindern reisen, müssen Sie unbedingt diese zwei Dinge tun:

  1. Spezifische Layout-Fragen stellen: Fragen Sie explizit, welche Art von Bettenkonfiguration Sie haben werden. Zitat: „Sind es zwei Einzelbetten unten plus zwei Kojen, oder haben wir ein Queensize-Bett und Klappkojen?“
  2. Reiseberater vs. Eigenrecherche: Bei Einsteiger-Kreuzfahrten war der Berater Gold wert. Bei Routinefahrten verlasse ich mich oft auf mein Bauchgefühl und den vermeintlich guten Preis. Falsch! Sehen Sie sich aktuelle Kabinenrundgang-Videos auf YouTube an, die Reisende nach der Buchung posten. Das ist ehrlicher als jeder Hochglanzprospekt.

Am Ende des Tages habe ich aus dem Fehler gelernt. Ich habe mich von der Aussicht auf ein paar gesparte Euro blenden lassen und dabei die tägliche Realität der beengten Verhältnisse ignoriert.

Wie handhaben Sie das, wenn Sie mit älteren Kindern reisen und alle auf engem Raum sind? Haben Sie auch schon einmal eine Kabine gebucht, die sich vor Ort als viel zu klein herausgestellt hat?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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