Er flog 25 Städte in 6 Monaten ab – jetzt hat sein 10-jähriger Sohn Jet-Vorteile für 25 Jahre

Stell dir vor, du könntest deinem Kind einen riesigen Vorsprung im Leben sichern – und das für zukünftige Urlaubstrips, die erst in zehn Jahren relevant werden. Genau darum ging es Steve Carroll, einem Krankenpfleger aus New York. Seine Mission: 25 verschiedene Städte in nur sechs Monaten abfliegen, um sich und seinem Sohn Jackson lebenslange Vielflieger-Privilegien zu sichern.

Das klingt nach einem Wahnsinns-Urlaub? Weit gefehlt. Es war ein extremer Zeitplan, der oft bedeutete, dass kaum Zeit für eine Toilettenpause blieb. Aber der Einsatz – rund 6.000 Euro – könnte sich für die nächsten 25 Jahre auszahlen. Wir zeigen dir, wie dieser Vater die Regeln der „25 für 25“-Challenge von JetBlue gebogen hat.

Der Wahnsinn im Zeitraffer: Frühstück in Massachusetts, Abendessen in Florida

Wenn du dir die Routen ansiehst, wird dir schwindelig. Steve und sein zehnjähriger Sohn Jackson haben das Unmögliche versucht. An einem epischen Tag sah ihre Routine so aus: Frühstück in Nantucket (Massachusetts), Mittagessen in Washington D.C. und Abendessen in Orlando. Danach zurück in die Heimat New York. Ohne Jetlag-Pillen wäre das nicht machbar gewesen.

Die Aktion von JetBlue zum 25. Jubiläum war simpel, aber gnadenlos: Fliege zwischen Juni und Ende Dezember 25 verschiedene Städte im Netz an und du kassierst den Mosaic-1-Status für 25 Jahre plus 350.000 Bonuspunkte.

Was du NICHT tun darfst (Die gemeinen Regeln)

Viele denken, sie könnten einfach ihre Vielfliegermeilen stapeln. Falsch gedacht. JetBlue hat ein paar Fallen eingebaut, die fast jeden normalen Reisenden disqualifiziert hätten:

  • Basistarife zählen nicht: Du musst schon etwas mehr bezahlen, um überhaupt in die Wertung zu kommen.
  • Keine Partner-Airlines: Es musste Linienflug von JetBlue sein, keine kleinen Zulieferer wie Cape Air.
  • Ankunft zählt: Nur der Zielflughafen wird gezählt, nicht der Start oder Zwischenstopp.

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Der eigentliche Preis: Mehr als nur Gratis-Kaffee

Klar, 350.000 Punkte sind eine Menge Geld wert (etwa 3.500 Dollar pro Person). Aber der wahre Schatz ist der lebenslange Mosaic-Status.

Für Jackson bedeutet das: Wenn er später studiert, hat er sofort Vorteile wie kostenloses Gepäck, schnellere Sicherheitskontrollen und Upgrades. Für Steve ist es Freiheit: Er kann seine täglichen Ausgaben auf andere Karten verschieben und bei Konkurrenten wie Hyatt Punkte sammeln. Das ist eine Investition in die nächsten zwei Jahrzehnte.

Aerodynamisches Tetris: Wie man Routen plant

Reiseplanung ist kein Urlaub, es ist knallhartes Tetris. Steve, der in der Nähe von New York lebt (ein riesiger Vorteil!), spricht von schlaflosen Nächten im Bett, an denen er schlengelnde Routen durch die USA plante.

Mein Tipp, den ich in seiner Planung fand: Buche gezielt One-Way-Flüge, setze dich nach vorne und wähle die ersten oder letzten Flüge des Tages. Das erhöht die Chance, Verspätungen aufzufangen.

Wenn du in der Region New York lebst, hast du Glück. Flughäfen wie Newark (EWR), JFK, LaGuardia, White Plains und Islip zählen alle als separate Städte. Das sind sieben Ziele, für die man sich quasi nur hinsetzen musste!

Der 12-Minuten-Stopp, der alles entschied

Manchmal waren die Anschlüsse brutal. Steve plante einen Aufenthalt von nur zwölf Minuten am JFK. Wie konnte das klappen? Weil der Zubringerflug aus Hyannis eine halbe Stunde früher ankam. Das ist die Art von Glück, die man nur mit akribischer Planung erzwingen kann. Wettervorhersagen waren Gold wert, um rechtzeitig umzubuchen, bevor das Chaos ausbrach.

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Die stille Armee der Vielflieger

Was Steve am meisten überraschte, war nicht die Anstrengung, sondern die Gemeinschaft. Überall, wo er hinkam, traf er andere Teilnehmer der Challenge. Auf Flügen nach D.C. aßen sie gemeinsam am Flughafen zu Mittag.

Die Challenge schuf eine lebendige, unterstützende Gemeinschaft, die ich nie erwartet hätte.

Er hatte sogar ein kleines, selbstgemachtes Schild an seinem Koffer, auf dem „JetBlue 25 for 25“ stand. Jedes Mal, wenn jemand es sah, gab es ein Nicken des Verständnisses oder sogar direkte Hilfe bei Verspätungen. Das soziale Netzwerk war am Ende der heimliche Booster der ganzen Operation.

Fazit: Die Jagd ist vorbei

Am 8. Dezember, drei Wochen früher als nötig, landeten sie in Fort Myers. Ziel erreicht. Steve kaufte die Flüge, aber die Punkte, die er und sein Sohn erhielten, gleichen die Kosten mehr als aus. Es war ein Marathon der Kürzestaufenthalte – aber einer, der sich langfristig auszahlt.

Was hältst du von dieser Art des „Grindings“? Würdest du deinen Urlaub geopert haben, um deinem Kind diesen 25-jährigen Vorsprung zu sichern, oder ist das der Gipfel des unnötigen Flugverkehrs?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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