Flug nach Teneriffa abgebrochen: Warum Ryanair Pilot plötzlich Notrufsignal sendete

Stellen Sie sich vor: Sie sitzen gemütlich im Ryanair-Flieger, die Cocktails (oder besser gesagt, die lauwarmen Softdrinks) sind bestellt, und Sie freuen sich auf die Sonne auf Teneriffa. Doch dann kommt es knüppeldick. Statt der ersehnten Entspannung erlebt die Kabine einen heftigen Ruck. Innerhalb von Minuten kippt die Urlaubsstimmung in blanke Angst. Genau das passierte jetzt auf einem Flug von Birmingham – und die Reaktion der Crew spricht Bände.

Es ist keine Hollywood-Show, sondern harte Realität. Als das Flugzeug zurück nach Großbritannien musste, war es nicht nur die Unannehmlichkeit, die schockierte. Auch Profis wissen: Wenn ein Code gesendet wird, der normalerweise für akute Nothilfe reserviert ist, stimmt etwas Grundlegendes nicht. Wenn Ihnen das nächste Mal jemand erzählt, Turbulenzen seien harmlos, denken Sie an diesen Vorfall.

Der Schockmoment: Aus dem Nichts kam die Notlage

Flug FR1121 hob am Sonntag kurz nach 15:00 Uhr ab, mit dem Ziel Kanarische Inseln. Was dann folgte, ist der Albtraum jedes Passagiers. Bereits kurz nach dem Start geriet die Boeing 737 Max in starke Turbulenzen. Das Ergebnis: Mehrere Verletzte an Bord und die sofortige Entscheidung des Kapitäns.

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Das 7700er-Signal: Was wirklich dahinter steckt

Flugdaten, die wir uns angesehen haben, zeigen, dass die Maschine nicht einfach nur „durchgeschüttelt“ wurde. Der entscheidende Punkt ist das, was die Piloten taten: Sie setzten den Transpondercode 7700. Viele Fluggäste kennen diesen Code nicht, aber für jeden, der sich mit Luftfahrt auskennt, ist dies ein deutliches Warnsignal.

  • Code 7700 ist das allgemeine Notrufsignal. Es bedeutet: „Wir brauchen sofortige Hilfe, ohne Wenn und Aber.“
  • Der Sinkflug auf etwa 3000 Meter Höhe ist ebenfalls kritisch. Experten vermuten hier oft Probleme mit dem Kabinendruck – ein Thema, das bei uns in Deutschland bei Langstreckenflügen oft ignoriert wird.
  • Ryanair hält sich, typisch für die Airline-Praxis, bedeckt, wie viele Passagiere medizinisch versorgt werden mussten.

Wir erinnern uns: In jüngster Zeit häufen sich Berichte über schwere Turbulenzen, die mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden. Die Luft wird unberechenbarer, und das merken wir nicht nur bei unseren Spontan-Trips nach Mallorca oder eben Teneriffa.

Ihr persönlicher Schutz bei Turbulenzen: Ein kleiner Tipp, große Wirkung

Sie können Turbulenzen nicht verhindern, aber Sie können verhindern, dass Sie wie die Passagiere dieser Maschine verletzt werden. Die Warnungen der Experten klingen banal, aber genau hier liegt der Teufel im Detail (und das hat sich in diesem Vorfall wieder bestätigt):

Mein dringender Rat, basierend auf den Analysen dieses Vorfalls: Bleiben Sie während des gesamten Reisefluges angeschnallt.

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Ich weiß, es ist bequem, sich nach dem Start umzudrehen und den Sitzgurt zu lockern, besonders wenn die Anschnallzeichen ausgehen. Aber gerade bei unvorhergesehenen, schnellen Wetterwechseln – wie sie aktuell häufiger auftreten – kann dieser eine lose Gurt den Unterschied machen zwischen einem Schreckerlebnis und einer tatsächlichen Verletzung.

Denken Sie daran: Die Airline kann die Wetterlage nicht eliminieren, aber sie kann das Risiko für Verletzte reduzieren. Bleiben Sie angeschnallt, auch wenn das Licht ausgeht. Es ist die einfachste Lebensversicherung, die man im Flugzeug hat.

Der Ryanair-Flug setzte seine Reise nach einer längeren Unterbrechung fort. Aber die Frage bleibt: Wie sicher fühlen Sie sich, wenn Sie wissen, dass ein Notrufcode ohne ersichtlichen technischen Defekt ausgelöst werden kann?

Überlegen Sie mal: Wie oft ignorieren Sie selbst die Anschnallpflicht, sobald das Signal erlischt?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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