Sie verbringen wertvolle Zeit damit, den perfekten, feingeschliffenen Prompt für ChatGPT oder Claude zu formulieren? Ein renommierter CEO sagt: Sie verschwenden Ihre Zeit. In der schnelllebigen Tech-Welt ist Geschwindigkeit alles, und es gibt einen überraschend einfachen Weg, um bessere Ergebnisse und mehr Kontext in Ihre KI-Abfragen zu bekommen – und es ist nicht das, was die meisten Business-Gurus predigen.
Ich selbst ertappe mich oft dabei, wie ich Minuten damit verbringe, Befehle zu redigieren, nur um dann zu sehen, dass die Antwort mittelmäßig ist. Doch was, wenn der beste Output nicht durch ein akademisch korrektes Prompt entsteht, sondern durch lockeres Quatschen? Genau das praktiziert Job van der Voort, CEO eines Unicorn-Startups, das im Hintergrund Millionen umschlägt. Sein Geheimnis ist so simpel, dass es fast schon frech ist.
Der heimliche Produktivitäts-Killer: Denken Sie zu viel nach
Van der Voort, der täglich eigene KI-Tools für sein Milliarden-Startup Remote baut, bezeichnet sich als „KI-Poweruser“. Er hat ausprobiert, was funktioniert, und was nicht. Und er kam zu einem klaren Schluss:
„Ich rede mit der KI wie mit einem Menschen, und das funktioniert sehr, sehr gut.“
Viele von uns behandeln die KI wie eine starre Datenbank. Wir tippen Befehle ein, kürzen, optimieren – und dabei lassen wir unbewusst wichtige Details weg. Das ist der Knackpunkt, den viele im heimischen Büro übersehen, wenn sie ihre To-Do-Liste für das nächste KI-Tool schreiben.
Warum Tippen Ihre KI ausbremst
Wenn Sie tippen, neigen Sie dazu, Gedanken zu zensieren und zu strukturieren, bevor Sie sie absenden. Sprechen funktioniert anders. Van der Voort nutzt fast immer die Spracheingabe (Voice-to-Text) für seine Anweisungen. Darin liegt der psychologische Trick:
- Weniger Redigieren aus Faulheit: Beim Sprechen fließt der Kontext natürlicher.
- Mehr Kontext durch Ausschweifen: Man schweift eher mal belanglos ab, was für die KI Gold wert ist.
- Direkte Detailvermittlung: Der Sprecher liefert automatisch mehr Hintergrundinformationen, als er es je beim Tippen tun würde.
Denken Sie an die letzte große Recherche, die Sie für einen Kunden in Deutschland gemacht haben. Wie oft haben Sie gedacht: „Das ist jetzt zu lang, kürzen wir das“? Beim Sprechen passiert das seltener. Die KI bekommt die volle Bandbreite Ihrer Gedanken.
Der „Unicorn“-Trick: Kontext schlägt Struktur
Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine neue interne App bauen lassen, um die Kundenzufriedenheit auszuwerten, wie es van der Voort neulich tat. Statt stundenlang Code zu definieren, sprach er seine Idee spontan in das Mikrofon, während er nebenbei noch andere Dinge tat.
Das Ergebnis: Die App war fertig, als er zurückkam.
Die Kernmechanik ist einfach: Große Sprachmodelle (LLMs) wie GPT basieren auf Wahrscheinlichkeit und Tokens – winzigen Textbausteinen. Je mehr Kontext Sie liefern, desto gezielter kann das Modell das nächste Token auswählen. Ein detaillierter, gesprochener Prompt lenkt die Wahrscheinlichkeitsauswahl stark in die richtige Richtung.
So wenden Sie das sofort an (Auch wenn Sie kein CEO sind)
Vergessen Sie die komplizierten Prompt-Vorlagen, die Sie irgendwo online gefunden haben. Nutzen Sie stattdessen diesen Aha-Moment:
- Aktivieren Sie den Sprachmodus: Öffnen Sie das Eingabefeld Ihres bevorzugten Tools und aktivieren Sie die Mikrofonschaltfläche.
- Keinen Strukturplan machen: Erklären Sie das Ziel, als würden Sie einem Kollegen am Küchentisch von Ihrem Vorhaben erzählen. Geben Sie Ihre Hypothese preis.
- Seien Sie konkret, aber natürlich: Wenn Sie über ein lokales Phänomen in Ihrer Region sprechen, erwähnen Sie es im Redefluss. Die KI verarbeitet das.
- Einmal korrigieren: Wenn der erste Output halbwegs passt, fordern Sie kleine Anpassungen ein, statt den ganzen Prompt neu zu schreiben.
Das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt dafür, dass Sie die Technologie so einsetzen, wie sie ursprünglich gedacht war: als Gesprächspartner, nicht als Datenbank-Abfrage-System. Wir sind längst über das Copy-Paste von Standard-Prompts hinaus.
Das Fazit: Reden Sie mit der KI!
Die Technologie entwickelt sich rasend schnell, und wer an der Spitze bleiben will, muss die bequemsten Effizienztreiber nutzen. Wenn Sie also das nächste Mal beginnen, 20 Minuten an einem perfekten Prompt zu tüfteln, halten Sie inne. Sagen Sie einfach, was Sie wollen. Denn am Ende des Tages liefert der detaillierte, aber mühelos vermittelte Kontext den echten Mehrwert. Das spart Nerven und beschleunigt Ergebnisse, die sich sehen lassen können.
Haben Sie diesen Trick schon einmal ausprobiert? Oder haben Sie eine andere Methode, um die KI wirklich zum Denken anzuregen, die Sie bisher für sich behalten haben?









