Ihr schreibt KI-Prompts falsch: Der CEO verrät, warum ihr sofort aufhören müsst

Steckt ihr auch viel Zeit in perfekt formulierte, aber doch irgendwie generische Prompts für ChatGPT & Co.? Viele von uns behandeln die KI wie eine komplizierte Suchmaschine, bei der jedes Komma sitzen muss. Doch genau dieser Trend ist laut einem führenden CEO falsch – und kostet euch wertvolle Effizienz. Ein Unternehmer, der täglich KI-Tools für sein Business baut, sagt klipp und klar: Stoppt das ewige Abtippen jetzt!

Job van der Voort, CEO des Startups Remote, das Unternehmen hilft, Talente weltweit zu rekrutieren, nutzt Künstliche Intelligenz auf einem Niveau, von dem viele von uns nur träumen. Er schwört auf eine Methode, die so simpel ist, dass sie fast schon lächerlich wirkt: Er spricht mit der KI, als wäre sie ein Kollege am Schreibtisch.

Der Schockierende Fehler beim Prompten

Wenn wir im Büro in Deutschland eine dringende Analyse brauchen oder schnell ein Segment programmieren müssen, tippen wir Befehle oft mühsam und exakt aus. Das Problem daran? Wir kürzen unbewusst. Van der Voort nennt das „aus Faulheit redigieren“.

In der Praxis fällt es uns leichter, zu erzählen, als eine knappe Anweisung zu formulieren. Wer tippt, denkt automatisch in Stichworten. Wer spricht, liefert Kontext im Überfluss.

„Ich rede mit KI wie mit einem Menschen, und das funktioniert sehr, sehr gut“, erklärt der Niederländer. Er nutzt für fast alles die Spracheingabe (Voice-to-Text) in seinen KI-Tools.

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Warum Sprechen besser ist als Tippen

KI-Modelle, wie sie hinter ChatGPT stecken, basieren auf Wahrscheinlichkeiten und Tokens – winzigen Textbausteinen. Je mehr Kontext sie erhalten, desto präziser „rät“ die KI, welche Bausteine als Nächstes kommen sollen. Tippen führt oft zu reduzierten, dünnen Anweisungen.

  • Sprechen liefert automatisches Detailreichtum.
  • Wer frei spricht, schweift eher aus und liefert damit mehr relevante Daten.
  • Der Aufwand, lange Sätze zu formulieren, ist gefühlt geringer als das Aftippen langer, starrer Vorlagen.

Van der Voort hat neulich während eines Meetings spontan eine App zur Kundenzufriedenheitsanalyse gebaut. Seine Methode? Er sprach seine Idee ins Mikrofon. Als er zurückkam, war die App fertig.

Der Trick: Keine Muster, nur Kontext

Viele KI-Anfänger schwören auf Vorlagen – diese standardisierten Prompts, die man nur noch mit Namen oder Daten füllen muss. Van der Voort lehnt das ab. Diese Vorlagen erzwingen eine Struktur, die oft wertvollen Kontext weglässt.

Er rät dazu, das Ziel einfach zu skizzieren: „Das will ich wissen, das ist meine Hypothese.“ Und die wichtigste Regel:

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„Der Trick ist: nicht zu viel nachdenken.“

Wenn wir frei sprechen, zwingen wir uns nicht in eine starre, unflexible Form. Die KI versteht dadurch die Intention besser, anstatt nur die Oberfläche des Befehls zu verarbeiten. Das ist besonders beim Programmieren wichtig, wo der CEO sogar sehr detaillierte, gesprochene Prompts nutzt, um komplexe Codestrukturen zu generieren.

Praktischer Tipp für eure nächste KI-Session

Ihr benötigt keine teure Software dafür. Aktiviert einfach den Sprachmodus im Eingabefeld eures bevorzugten KI-Tools (ob ChatGPT, Claude oder ein anderes Programm).

Startet eure nächste komplexere Anfrage nicht mit dem Tippen, sondern mit der Aufnahme eures Gedankens. Beschreibt, was ihr herausbekommen wollt, welche Rahmenbedingungen gelten (z.B. „Ich brauche eine Zusammenfassung für meinen Chef, der nur fünf Minuten Zeit hat“), und lasst die KI arbeiten. Ihr werdet merken, wie viel weniger „Redigieren“ danach nötig ist, um ein brauchbares Ergebnis zu erzielen.

Die Technologie entwickelt sich rasant. Wir sind längst über das einfache Copy-Paste von Standard-Prompts hinaus. Es geht darum, die KI so anzusprechen, wie wir es bei einem fähigen menschlichen Experten tun würden. Was denkt ihr, wie stark hat die Technologie euren Arbeitsstil schon verändert?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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