James Cameron floh aus den USA – nicht wegen der Natur, sondern wegen seiner Nerven

Stellen Sie sich vor, Sie sind einer der erfolgreichsten Regisseure aller Zeiten. Sie haben Milliarden eingespielt. Und trotzdem packen Sie Ihre Koffer und ziehen ans andere Ende der Welt. Warum? Weil die USA Ihnen buchstäblich auf die Nerven gingen.

Genau das hat James Cameron getan. Der Mann hinter Avatar und Titanic ist weg. Und der Grund ist nicht etwa die Postkarten-Idylle Neuseelands, die viele vermuten. Es ist etwas viel Grundsätzlicheres, das Ihnen zeigen sollte, wie ernst die Lage in den Vereinigten Staaten ist.

Der Schock: Es ging nie um die Berge

Wenn Prominente auswandern, denken wir zuerst an Steuern oder Luxus-Villen. Cameron hat uns da aber eine Lektion erteilt. Er sagte es ganz offen: „Ich bin nicht wegen der Landschaft dort. Ich bin wegen der geistigen Gesundheit dort.“

Das ist ein Satz, den man erstmal verdauen muss. Der Regisseur, der anscheinend das perfekte Leben in Malibu führte, sah sich dort einem Druck ausgesetzt, der ihn zur Flucht zwang. In meiner Beobachtung sehe ich oft, dass gerade die, die oberflächlich alles haben, am meisten unter dem gesellschaftlichen Klima leiden.

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Die Covid-Zündschnur

Cameron träumte schon lange davon, nach Neuseeland auszuwandern – seit den 90ern, wie er erzählt. Aber der tatsächliche Auslöser war die Pandemie. Als er 2020 dort festsass, weil die Flüge zurück in die USA ausfielen, wurde ihm klar:

  • Die USA reagierten chaotisch.
  • Neuseeland handelte vernunftgeleitet.
  • Er wollte nicht mehr in der Unordnung leben.

Viele von uns in Deutschland kennen das Gefühl, wenn man die Nachrichten einschaltet und sich fragt, ob man noch in der Realität lebt. Cameron hat die Konsequenz gezogen. Er konnte diesen „ständigen Autounfall“ der politischen Berichterstattung einfach nicht mehr ertragen.

Der Kern des Problems: Wissenschaft vs. Ego

Der größte Unterschied, den Cameron sah, war die Einstellung der Bevölkerung. Er liebt Neuseeland, weil die Menschen dort – im Gegensatz zu vielen seiner Landsleute – „größtenteils vernünftig“ seien. Klingt hart, aber Cameron präzisiert:

„Glaubst du, du lebst lieber dort, wo die Wissenschaft zählt und die Leute zusammenarbeiten – oder dort, wo alle sich gegenseitig an die Gurgel gehen und bei der nächsten Krise im Chaos versinken?“

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Dieser Unterschied in der sozialen Vernunft ist der eigentliche Grund für seinen Umzug. Er kaufte schon 2011 eine Farm, aber Covid machte den Unterschied: Es war der Moment, in dem ihm klar wurde, dass er nicht länger zusehen konnte, wie seine Heimat zerfiel.

Was Sie daraus lernen können

Sie müssen nicht gleich nach Mittelerde auswandern. Aber Camerons Entscheidung ist ein Weckruf, wie wichtig das Umfeld für Ihre persönliche Stabilität ist. Hier ein schneller Check, wie Sie Ihre eigene „geistige Gesundheit“ schützen können, indem Sie das Chaos reduzieren:

  1. Medien-Diät: Beschränken Sie sich auf eine feste Zeit am Tag für Nachrichten aus Krisengebieten. Schalten Sie aggressive Talkshows ab, so wie Cameron den US-Präsidenten aus seinen Schlagzeilen verbannen wollte.
  2. Ihr lokales „Neuseeland“ finden: Suchen Sie aktiv nach Gemeinschaften, Vereinen oder Hobbys, in denen Vernunft und gemeinsames Ziel wichtiger sind als Streit.
  3. Die „Trump-Seiten“ im Alltag meiden: Identifizieren Sie die Dinge (online oder offline), die Ihnen konstant das Gefühl geben, auf einen Autounfall zu starren – und reduzieren Sie den Kontakt auf Null.

James Cameron ist nun offiziell neuseeländischer Staatsbürger. Während Hollywood-Größen wie Rosie O’Donnell und Ellen DeGeneres ebenfalls vorsichtig ihre Zelte anderswo aufschlagen, zeigt Cameron uns: Manchmal ist die beste Investition nicht in Aktien, sondern in die eigene innere Ruhe.

Aber mal ehrlich: Würden Sie wegen der politischen Stimmung Ihrer Heimat den Rücken kehren, selbst wenn Sie alles materiell besitzen?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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