Sie dachten, Kreuzfahrten seien der ultimative stressfreie Familienurlaub? Falsch gedacht! Ich bin bereits über 25 Mal in See gestochen, meistens mit meinem Mann und unseren Teenagern. Dennoch habe ich auf der letzten Karibik-Reise einen Fehler gemacht, der uns fast den Schlaf gekostet hätte. Wir buchten eine Kabine, die auf dem Papier perfekt klang, aber in der Realität zur stickigen Sardinenbüchse mutierte. Bevor Sie Ihre nächste Traumreise buchen, MÜSSEN Sie wissen, welche bösen Überraschungen Sie erwarten können.
Der erste Schock: Von wegen Queensize-Bett
Wir hatten Glück: Wir ergatterten ein scheinbar unschlagbares Angebot für eine siebentägige Princess-Kreuzfahrt. Ich war im Buchungsrausch – das Alaska-Angebot davor war top, also dachte ich, ich wüsste, was ich tue. Als wir endlich an Bord der Regal Princess gingen und die Tür zu unserer „Vier-Personen-Kabine“ öffneten, erstarrte ich kurz.
Wo war das Doppelbett? Vor uns standen nur zwei schmale Einzelbetten. Meine Kinder, inzwischen groß wie junge Gymnasiasten, brauchten Platz!
Die unmögliche Schlafplatz-Architektur
Der Kabinensteward brachte schnell Licht ins Dunkel, aber es war eine Lösung, die eher nach Abenteuer klang als nach Erholung. Er erklärte uns, dass die anderen beiden Schlafplätze buchstäblich von der Decke hängen würden.
- Zwei zusätzliche Betten waren hochgeklappt im Deckenbereich versteckt.
- Der Steward klappte sie jeden Abend herunter, während wir beim Essen waren.
- Die Betten waren bequem, ja, aber die Deckenhöhe war lächerlich gering.
Der Wunsch, die beiden Einzelbetten am Boden für meinen Mann und mich zusammenzuschieben? Wurde prompt torpediert: Dann gäbe es keinen Platz mehr für eine Leiter zu den oberen Kojen. Wir mussten mit der 2+2-Anordnung leben.

Das „Tetris-Spiel“ des Reisens
Obwohl wir abends alle gut geschlafen hatten – die Betten waren überraschend hart im Nehmen – begann das eigentliche Drama beim Aufwachen.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf einer Koje, die exakt zwei Fingerbreit unter der nächsten liegt. Sie können sich nicht aufrichten, um ein Buch zu lesen oder gemütlich fernzusehen. Es ist absolut erdrückend.
Die Leitern wurden zu ständigen Hindernissen. Nachts auf die Toilette schleichen? Vergessen Sie es. Wir tanzten einen nervösen „Tetris-Tanz“ um diese Metallkonstruktionen. Ich erinnere mich noch genau an den stechenden Schmerz, als mir eines unserer Kinder auf die Wade trat, weil es über die Leiter sprang, statt sie vorsichtig zu benutzen.
- Kopf an die Decke gestoßen (passierte mir in der ersten Nacht).
- Enge Gänge machten selbst das Zurechtrücken des Koffers zur logistischen Meisterleistung.
- Kaum Platz, um sich im Zimmer umzuziehen.
Der einzige Retter in der Not? Unser kleiner Balkon. Er gab uns gerade genug Frischluft und Tageslicht, um nicht völlig durchzudrehen. Ohne diesen kleinen Ausweg hätte ich die Kabine wohl als Gefängnis empfunden.
Der teure Denkfehler: Annahmen sind der Feind des Kreuzfahrters
Warum habe ich das zulassen? Ich war unachtsam. Ich habe mich von einem Top-Preis blenden lassen und die wichtigste Regel des Reisens ignoriert: Fragen Sie nach, was Sie nicht sehen.

Bei früheren Reisen mit anderen Reedereien (z.B. Disney oder Carnival) waren die 4-Personen-Kabinen cleverer konzipiert: Ein echtes Doppelbett und eine Sitzecke, die sich zur zweiten Etage verwandelte. Das ist ein fundamental anderer Raumzuschnitt, der den Unterschied zwischen Urlaub und Survival-Trip ausmacht.
Bei unserer letzten Buchung habe ich einfach angenommen, dass die Konfiguration der alten Kabine übernommen wird. Ein kapitaler Fehler bei Kreuzfahrten!
Was Sie jetzt sofort anders machen müssen
Ich hätte im Vorfeld Online-Videos von Kabinenrundgängen schauen müssen – nicht nur von der Reederei, sondern von echten Reisenden. Hätte ich das getan, hätte ich sofort gesehen, dass diese „Versteckspiel“-Kabine nichts für Teenager ist.
Mein Lifehack für Sie: Wenn der Preis zu gut erscheint, rufen Sie im Zweifel einen unabhängigen Reiseberater an, der sich auf Kreuzfahrten spezialisiert hat. Diese Profis kennen die Fallstricke der verschiedenen Schiffsklassen fast besser als die Reedereien selbst. Sie hätten uns mit null Aufpreis zu einer besseren Lösung geführt.
Letztlich haben wir die Reise genossen, weil wir wussten: Sobald wir die Tür hinter uns schließen, ist das Zimmer nur zum Schlafen da. Aber ich würde diese Kabine mit Teenagern niemals wieder buchen. Es hat mir gezeigt, dass selbst 25 Reisen nicht vor dummen Fehlern schützen, wenn man nachlässig wird.
Mal ehrlich: Welcher Detailfehler hat Ihnen auf Ihrer letzten großen Urlaubsreise trotzdem noch einen Strich durch die Rechnung gemacht?









