Sie haben gerade Ihr Studium abgeschlossen und blicken voller Hoffnung auf die Stellenanzeigen der Tech-Giganten? Stopp. Bevor Sie Ihre Bewerbung an einen der bekannten multinationalen Konzerne schicken, sollten Sie eine knallharte Warnung von einem Milliardär gehört haben. Mark Cuban meint, dass Sie gerade jetzt das größte Risiko eingehen, wenn Sie den vermeintlich sicheren Weg wählen.
In der heutigen Ära der künstlichen Intelligenz zählt nur eines: Sichtbarkeit und direkter Einfluss. Und genau dieser Einfluss wird in den riesigen Apparaten der Konzerne ertränkt. Wenn Sie wirklich mit KI die Welt verändern wollen – oder zumindest Ihre Karriere –, dann ignorieren Sie Cubans Rat auf eigene Gefahr.
Das Trugbild der „Sicherheit“: Warum Großkonzerne Fresser für frische Ideen sind
Viele junge Ingenieure sehen multinationale Konzerne (MNCs) als goldene Eintrittskarte. Scheinbar stabile Gehälter, tolle Benefits. Doch Cuban sieht hier eine gefährliche Falle, besonders für KI-Spezialisten.
Ihre Arbeit wird zur Nadel im Heuhaufen
In einem Konzern sind Sie einer von Tausenden IT-Mitarbeitern. Wer soll Ihre bahnbrechende Arbeit an einem Agenturmodell sehen, wenn es bereits zehn vergleichbare Projekte in der Pipeline gibt? In meiner Beobachtung wird der Beitrag junger Absolventen dort einfach „verdünnt“.

- Geringe Sichtbarkeit: Ihre Erfolge gehen im internen Bürokraten-Dschungel unter.
- Mangelnde Flexibilität: Große Firmen können oft nicht schnell genug auf neue KI-Durchbrüche reagieren, da lange Entscheidungswege nötig sind.
- Fehlende Dringlichkeit: Wenn die Abteilung tief genug besetzt ist, wird Ihre Forschung als nettes „Hobby-Projekt“ abgetan.
Der Geheimtipp: Mittelstand als Inkubator für KI-Durchstarter
Mark Cuban rät jungen Ingenieuren explizit: Suchen Sie sich gezielt kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Das klingt vielleicht weniger glamourös, als bei einem Tech-Riesen anzufangen, aber hier liegt der tatsächliche Vorteil.
Warum KMUs Sie lieben werden (und Sie damit Geld sparen)
Der Grund ist überraschend einfach: Den Mittelstand fehlen oft die riesigen, spezialisierten IT-Abteilungen der Konzerne. Sie sind oft „unternehmerisch getrieben“, wie Cuban es ausdrückt. Das bedeutet:
Sie sind günstig und liefern sofort Ergebnisse. Für ein KMU, das nicht weiß, wie es KI einsetzen soll, ist ein neuer Absolvent, der direkt an einem KI-Projekt arbeiten kann, ein unbezahlbarer Turbo.
Ich erinnere mich an die Zeit der frühen Internet-Welle. Junge Leute bekamen damals die Chance, weil die ältere Führungsebene die neue Technologie einfach nicht verstand. Heute erleben wir eine ähnliche Verschiebung mit KI. Wer jetzt einsteigt, wird zum internen Experten, nicht zum austauschbaren Zahnrad.

Die harte Wahrheit über KI-Investitionen
Cuban hat eine Zahl genannt, die wachrütteln sollte: Knapp 95% der Unternehmen haben noch keinen messbaren Umsatzanstieg durch ihre KI-Investitionen gesehen. Das ist ein gewaltiges Warnsignal.
Wer profitiert? Offenbar nur die Start-ups und jungen, wendigen Unternehmen, die ihre Prozesse von Grund auf um maßgeschneiderte KI-Modelle herum aufbauen. Wenn Sie Ihre Fähigkeiten also bei einem trägen Konzern einsetzen, der nur versucht, eine bestehende Software mit einem KI-Label zu versehen, verpulvern Sie Ihre wertvollste Ressource: Zeit.
Ihr praktischer Schachzug, wenn die Firma keine Ahnung hat
Wenn Sie in einem KMU anfangen und merken, dass die Inhaber ratlos sind: Schlagen Sie ein kleines, klar definiertes Pilotprojekt vor. Zum Beispiel: Nutzen Sie generative KI, um Support-Tickets vorzusortieren, anstatt auf die große ERP-Integration zu warten. Zeigen Sie, wie Sie mit wenig Budget sofortige Produktivitätsgewinne schaffen – genau das, was Cuban meint, wenn er von „unmittelbaren Ergebnissen“ spricht.
Am Ende gilt: Vergessen Sie den großen Namen auf der Visitenkarte für diese erste Etappe. Fokussieren Sie sich darauf, wo Sie am schnellsten unverzichtbar werden. Nutzen Sie die AI-Welle an der Front, nicht im Hinterland. Welche Entscheidung würden Sie jetzt treffen: Sicherheit oder direkter Einfluss?









