Sie lieben das Gefühl der frischen Seeluft und träumen davon, morgens mit Blick aufs Meer aufzuwachen? Stellen Sie sich vor, Sie haben nach über 50 Kreuzfahrten eine klare Meinung zu diesem teuren Luxus – und die ist ernüchternd. Viele Passagiere geben Hunderte von Euro extra für eine Kabine mit Balkon aus, doch ich habe festgestellt, dass dieser Aufpreis meistens verbranntes Geld ist. Hören Sie jetzt zu, bevor Sie Ihre nächste Reise buchen.
Die große Enttäuschung: Warum der Balkon meistens ein ungenutzter Raum ist
Als ich meine erste Reise machte, dachte ich: Ein Balkon muss sein! Gerade mit einem kleinen Kind sah ich mich schon romantisch bei einem Glas Wein sitzen, während der Nachwuchs friedlich schlief. Die Realität? Ein Albtraum.
Der erste Schockmoment kam, als mein Sohn, damals ein Kleinkind, beinahe eine Fernbedienung aus dem zehnten Stock eines Hotelzimmers (das Prinzip ist auf Kreuzfahrtschiffen gleich) in die Büsche beförderte. **Es passierte schneller, als ich reagieren konnte.** Danach habe ich rigoros die Balkontüren verriegelt – und den Luxus nie mehr wirklich genutzt.

Zu klein für die Familie, zu windig für mich
Mittlerweile ist mein Sohn im Teenageralter, aber die Probleme bleiben. Ich habe gelernt, dass die meisten Balkone nur für exakt zwei Personen gemacht sind. Meine dreiköpfige Familie konnte dort nie bequem zusammensitzen. Und wenn mein Mann und ich es doch einmal probierten, wurden wir meistens vom Wind vertrieben.
- Die Kabinentür aufzureißen erzeugt einen fiesen Windkanal in der Kabine.
- Oft ist es einfach zu ungemütlich, um dort länger als fünf Minuten zu verweilen.
- Manchmal stört der Lärm oder Rauch von Nachbarbalkonen die vermeintliche Idylle.
Der heimliche Blick auf die ungenutzten Extras
Das Faszinierendste an meiner Erfahrung ist, dass nicht nur ich meinen Balkon ignoriere. Auf einer kürzlichen Fahrt mit der Symphony of the Seas habe ich gezielt Passagiere mit Innenbalkonen beobachtet. Diese Kabinen zeigen auf das Zentrum des Schiffes, was einen perfekten Einblick in die Nutzungsgewohnheiten gibt.
**Über sieben Nächte hinweg waren diese Balkone fast durchgehend leer!** Die Leute traten kurz heraus, um frische Luft zu schnappen, aber sie blieben nicht. Sie zog es an die öffentlichen Decks, an den Pool oder in die Bars.
Die einzige sinnvolle Nutzung sah ich darin, nasse Badesachen dort zum Trocknen aufzuhängen. Praktisch ja, aber dafür Hunderte von Euro zusätzlich zu zahlen? Eher nicht. Viele Kreuzfahrer in Deutschland wollen sparen, aber vergessen dabei diesen offensichtlichen Kostenpunkt.

Der Kosten-Kalkül: Mehr Sicht, weniger Ersparnis
Balkonkabinen sind fast immer die teuersten Optionen. Ich sehe den Wert einer guten Aussicht ein, aber ich bekomme sie oft günstiger.
Mein Geheimtipp für Sparfüchse: Buchen Sie stattdessen eine Kabine mit Bullauge (Fensterkabine). Die Kostenersparnis können Sie viel sinnvoller investieren – vielleicht in ein besseres Abendessen oder einen Ausflug in Palma de Mallorca.
Ich habe gemerkt, dass ich viel öfter auf das kleine Bullauge schaue, als ich es je auf meinen Balkon geschafft habe. Der Balkon ist oft unnötiger Luxus, den man bezahlt, aber nicht nutzt. Ich persönlich verzichte lieber darauf.
Wie sehen Sie das? Würden Sie für eine potenziell ungenutzte Fläche so viel Geld ausgeben oder lieber sparen?









