Sie dachten, es sei nur Muskelkater vom harten Training? Falsch gedacht! Wenn Sie unter 40 sind, ignorieren Sie Schmerzen oft als „Jugendsünde“. Doch genau dieser Fehler spielte einer jungen Forscherin beinahe das Leben aus. Was sie entdeckte, erklärt, warum wir alle die typischen „Alterskrankheiten“ neu bewerten müssen. Lesen Sie jetzt weiter, bevor Sie den nächsten Schmerz als harmlos abtun.
Der Alarmschuss: Knoten statt Muskelkater
LaShae Rolle, 26 Jahre alt und mitten in der Promotion, kannte die Warnzeichen von Brustkrebs nur aus dem Labor. Sie trainierte hart für Powerlifting-Wettkämpfe. Schmerzen in der Brust? Das war für sie normal, ein Zeichen harter Arbeit am Eisen.
Die fatale Fehleinschätzung des eigenen Körpers
Die Schmerzen kamen und gingen – das perfekte Muster, um sie jahrelang zu ignorieren. Aber dann ertastete Rolle einen Knoten. Plötzlich war der wissenschaftliche Kontext ihres Studiums schockierend persönlich. Sie ging zum Arzt, eigentlich nur, um sich zu beruhigen. Das Ergebnis? Brustkrebs.
- Der Schock: Mit 26 Jahren, ohne jegliche genetische Vorbelastung, traf es sie.
- Die Lücke: Weil Brustkrebs meist ältere Frauen betrifft, dachten alle (inklusive ihr selbst), sie sei sicher.
„Das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Ich habe es nur gemacht, um es abzuhaken,“ sagte Rolle später über die veranlasste Mammographie. Das war ironisch, denn genau diese Untersuchung hing sie nicht wegen eines Gefühls an, sondern aus akademischer Gewissenhaftigkeit.

Warum junge Patienten im System „untertauchen“
Brustkrebs mit 26? Das Gesundheitswesen ist auf das Durchschnittsalter von 62 Jahren eingestellt. Rolle erlebte das isolierend. Im Wartezimmer des Krebszentrums war sie die Jüngste – und das Personal nahm fälschlicherweise ihre Mutter für die Patientin.
Die Einsamkeit der frühen Diagnose
Diese Erfahrung ist typisch, wenn Krebs früh auftritt. Es fehlen Gleichaltrige, die ähnliche Kämpfe führen. Hinzu kommt die finanzielle Belastung und der Druck, die jugendliche Unbesiegbarkeit aufgeben zu müssen.
- Finanzielle Hürden in den Zwanzigern sind oft höher als gedacht.
- Der Druck, die Fruchtbarkeit zu sichern, erzeugt zusätzlichen Stress.
- Die Heilung verlangt die Akzeptanz einer neuen, ernüchternden Realität.
Das Hilfsmittel: Rolle fand Anschluss über eine App namens „Cancer Buddy“. Solche Netzwerke sind gerade für junge Betroffene in Deutschland enorm wichtig, weil sie die Lücke füllen, die Ärzte nicht schließen können.

Der Trainingsplan, den sie für sich selbst schrieb
Rolle wechselte von der Forscherin zur Testperson. Ihr Fachgebiet war Prävention durch Bewegung. Sie fragte ihren Doktorvater direkt: Soll ich weitertrainieren?
Krafttraining als Medizin
Während viele Richtlinien nur leichte Bewegung empfehlen, gab es kaum Studien zu intensivem Krafttraining während der Chemotherapie. Also recherchierte Rolle weiter und erstellte ihre eigene Studie. Sie kombinierte ihr Krafttraining mit Ausdauereinheiten, wie dem Radfahren.
Das Ergebnis war verblüffend: Sie verlor nur 10 Prozent ihrer Kraft während der gesamten Behandlung. Ihr Sportler-Mindset gab ihr die nötige mentale Festigkeit, um Chirurgie und Therapie durchzustehen.
Rolle schloss ihre Behandlung erfolgreich im Oktober 2024 ab. Sie ist in Remission. Ihre Forschung hat nicht nur ihr geholfen, sondern inspiriert nun Ärzte, ihren Patienten mehr intensives Training zu empfehlen. Ein Training, das sie einst für ihren Wettkampf absolvierte, wurde zu einem unverzichtbaren Teil ihrer Genesung.
Was denken Sie: Wenn Ärzte selbst wenig Erfahrung mit jungen Krebspatienten haben – wie können wir die Kommunikation zwischen Forschung und Praxis besser gestalten?









