Haben Sie auch genug von lästigen wöchentlichen Injektionen, nur um ein paar Kilo loszuwerden? Die neuesten Schlagzeilen lassen vermuten, dass der ganze Hype um die Spritzen bald vorbei sein könnte. Eli Lilly hat gerade eine neue Formulierung vorgestellt, die unseren bisherigen Platzhirsch beim Abnehmen regelrecht deklassiert – und das in Tablettenform.
Wenn Sie dachten, Ozempic sei das Nonplusultra, sollten Sie jetzt weiterlesen. In einer direkten Kopf-an-Kopf-Studie hat Lillys neuer oraler Wirkstoff nicht nur besser abgeschnitten, sondern verspricht auch eine deutliche finanzielle Erleichterung im Vergleich zu den aktuellen, oft über 800 Euro teuren Therapien. Das ist relevant für jeden, der in Deutschland oder Österreich mit den Kosten für Lifestyle-Medikamente kämpft.
Der stille Kampf der Giganten: Warum die Pille jetzt gewinnt
Bisher dominierte Novo Nordisk mit seinen Spritzen den Markt für GLP-1-Medikamente, die sowohl Diabetes als auch Übergewicht behandeln. Doch Eli Lilly scheint den Konkurrenten eingeholt – und überholt zu haben. Es geht nicht mehr nur um die Bequemlichkeit der Tablette, sondern um harte Fakten.
Knallharte Zahlen: Mehr Verlust, bessere Werte
Der Knackpunkt liegt im direkten Vergleich zwischen Lillys neuer Pille (Orforglipron) und Novo Nordisks orale Lösung (Rybelsus). Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache, wie eine aktuelle Studie im Fachjournal „The Lancet“ zeigte:

- Gewichtsverlust: Während Patienten mit der älteren Tablette zwischen 3,5 und 5 kg verloren, purzelten bei den Orforglipron-Nutzern 7 bis 9 Kilo. Das ist das Niveau, das bisher nur Spritzen erreichten.
- Blutzucker und Herzgesundheit: Die Vorteile gingen über die Waage hinaus. Bessere A1C-Werte, gesenkter Blutdruck und optimierte Cholesterinwerte – es ist ein Rundumschlag für die Stoffwechselgesundheit.
Manche Ärzte sehen darin den längst überfälligen Wandel: Statt nur Symptome zu behandeln, geht es um ganzheitliche Verbesserung des kardiovaskulären Risikos. Das ist der Trend, den wir bei uns im Alltag vermehrt sehen müssen!
Der Preis-Schock: Wie Lillys Pille Ihr Portemonnaie schont
Hier kommt der psychologisch wichtigste Punkt, besonders für uns in Europa: die Kosten. Die aktuellen Injektionen sind oft unverschämt teuer – fast wie ein Monatsabonnement für ein sehr exklusives Fitnessstudio.
Ein Analyst schätzt den Startpreis für Orforglipron in den USA auf rund 250 Euro pro Monat. Das ist ein Drittel dessen, was manche Konkurrenzprodukte kosten!
Warum ist das logistisch und preislich ein Gamechanger?
- Keine Kühlung nötig: Als Kleinmolekül muss diese Pille nicht in den Kühlschrank. Für den weltweiten Vertrieb und für Ihre Reiseapotheke ist das ein unschlagbarer Vorteil.
- Bequemlichkeit schlägt Routine: Sie können die Pille einnehmen, wann es passt – mit oder ohne Essen am Morgen. Keine Nüchternheit, kein Zwang.
Achtung, Nebenwirkung: Die Kehrseite der Medaille
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Wir müssen ehrlich sein: Stärkere Wirkung bedeutet oft auch stärkere Reaktion des Körpers. Mir ist aufgefallen, dass die Abbruchquoten in der höchsten Dosierung höher waren – und das lag an typischen Magen-Darm-Problemen wie Übelkeit und Durchfall.

Etwa 10 Prozent der Probanden brachen die höchste Dosierung ab, verglichen mit nur 5 Prozent bei der älteren Tablette. Das ist ein signifikanter Unterschied, den man vor einer Umstellung bedenken muss, selbst wenn die Erfolge verlockend sind.
Was das für Ihre Abnehm-Routine bedeutet
Lilly produziert bereits Hunderttausende dieser Tabletten in den USA, um die Nachfrage sofort zu decken, sobald die FDA grünes Licht gibt (möglicherweise noch diesen Frühling). Auch wenn wir in Deutschland länger warten müssen, setzt diese Entwicklung den Standard für die Zukunft.
Mein Rat an Sie: Selbst wenn die Pille noch nicht auf dem Markt ist, behalten Sie diese Entwicklung im Auge. Sie scheint das Potenzial zu haben, die Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes dauerhaft zu revolutionieren, indem sie die Barrieren – Kosten und Anwendung – senkt.
Was denken Sie darüber? Würden Sie sofort von einer wöchentlichen Spritze auf eine tägliche Pille umsteigen – selbst wenn das Risiko für anfängliche Magenprobleme doppelt so hoch ist?









