Von 13 Europastädten: Diese 2 Städte werde ich auf keinen Fall noch einmal besuchen

Du planst deine nächste große Europa-Tour und wälzt Reiseführer? Halt! Ich habe sechs Monate lang 13 europäische Metropolen bereist, von pulsierenden Hauptstädten bis zu ruhigen Ecken. Ich dachte, ich wüsste, was mich erwartet, aber zwei Städte haben mich eiskalt erwischt – und zwar im negativen Sinne. Wenn du denkst, dass jeder Hotspot ein Muss ist, muss ich dich warnen. Hier erfährst du, welche zwei Destinationen ich getrost von meiner Bucket List streichen würde, auch wenn mich fast alle anderen begeistert haben.

Meine Reise war ganz bewusst dem Slow Travel gewidmet. Ich wollte nicht nur abhaken, sondern fühlen und erleben. Das bedeutete: Mehr Zeit an weniger Orten. In diesen sechs Monaten durch Großbritannien, Frankreich, Deutschland, die Schweiz und die Niederlande habe ich gelernt, dass „beliebt“ nicht automatisch „perfekt“ bedeutet. Gerade wenn du wie viele Deutsche versuchst, das Maximum aus deinem Jahresurlaub herauszuholen, musst du wissen, wo du deine wertvolle Zeit verschwendest.

Die klaren Gewinner: Städte, für die ich sofort zurückkehren würde

Es gab Orte, die mich sofort in ihren Bann gezogen haben. Stell dir vor, du betrittst eine Stadt und denkst: „Hier gehöre ich hin.“ Für mich waren das eindeutig Edinburgh und Amsterdam. Diese Städte bieten eine Atmosphäre, die man nicht erzwingen kann – sie ist einfach da.

Edinburgh: Die Magie der alten Steine

Edinburgh hat mich umgehauen. Das Kopfsteinpflaster, die Geschichte, die sich aus jedem Winkel atmet. Es ist das Gegenteil von steriler Moderner. Wenn du dort bist, spürst du förmlich, wie die alten Geschichten an dir haften bleiben. Ein Muss für jeden, der Tiefe sucht.

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Amsterdam: Mehr als nur Grachten

Amsterdam ist berühmt, ja. Aber was ich dort entdeckt habe, war die unglaubliche Energie hinter den Touristenmassen. Die kleinen, versteckten Gassen und die Fahrradkultur sind Balsam für die Seele. Ich könnte hier noch Monate verbringen und immer wieder Neues finden.

Die zwei Enttäuschungen: Wo ich Zeit verloren habe

Jetzt kommt der Teil, den niemand gerne hört, aber der für deine Reiseplanung essenziell ist. Wenn ich in Deutschland mein hart verdientes Geld ausgebe, erwarte ich Qualität und ein besonderes Erlebnis. Zwei Städte boten das leider nicht im Verhältnis zum Aufwand.

Zürich: Der teure Traum, der schnell verblasst

Zürich ist wunderschön, keine Frage. Die Lage am See, die Sauberkeit – alles erstklassig. Aber und das ist der springende Punkt: Der Preis steht in keinem Verhältnis zum Erlebnis. Es fühlte sich an wie ein perfektes Postkartenmotiv, aber ohne echte Seele für mich als Reisender.

  • Hohe Kosten: Selbst ein einfacher Kaffee kostet hier fast so viel wie ein Abendessen anderswo.
  • Fokus auf Business: Die Stadt vibriert eher nach Feierabend für Geschäftskunden als für neugierige Backpacker oder Kulturreisende.
  • Mein Fazit: Ich habe die Zeit dort genossen, aber ich würde sie beim nächsten Mal sparsam einsetzen. Lieber ins Tessin fahren!

Cardiff: Ein großes Fragezeichen in Wales

Ich war gespannt auf Wales, und die Landschaft drumherum ist fantastisch. Aber die Hauptstadt Cardiff selbst? Sie konnte mich einfach nicht fesseln. Es fehlte der zwingende Grund, länger als nötig zu bleiben. Es fühlte sich ein bisschen an wie ein großer Parkplatz für die Erkundung des restlichen Landes.

Versteh mich nicht falsch, es war nicht schlecht. Aber im Vergleich zu den historischen Brüdern und Schwestern, die ich besucht habe, wirkte Cardiff… beliebig. Es war der Ort, an dem ich dachte: Wäre ich jetzt in London oder Bristol, wäre es spannender gewesen.

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Dein praktischer Tipp: Das „Slow Travel“-Geheimnis

Um solche Enttäuschungen zu vermeiden, nutze eine simple Technik, die ich angewandt habe: Die 70/30-Regel.

Wenn du eine große Europa-Tour planst (sagen wir 3 Wochen):

  1. 70% der Zeit: Buche Städte, über die du schon begeistert bist (Edinburgh, Rom, Lissabon). Hier kannst du nichts falsch machen.
  2. 30% der Zeit: Nutze ein oder zwei Orte für ein „Experiment“. Tausche die bekannte Touristenstadt gegen das unbekannte Juwel. Aber sei dir bewusst, dass diese Orte dich nicht fesseln werden – und das ist okay!

Wichtig: Misserfolge auf Reisen sind keine verlorene Zeit, sondern wichtige Datenpunkte. Du sparst dir zukünftig Geld und Enttäuschung.

Am Ende zählt: Edinburgh und Amsterdam bleiben in meinem Herzen. Zürich und Cardiff nehme ich mit als Erfahrung, aber beim nächsten Mal werde ich mich auf die Ecken konzentrieren, die wirklich etwas Besonderes bieten. Jetzt bin ich neugierig: Welche europäischen Städte haben dich bei deiner Reise total überrascht – positiv oder negativ?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

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