Warum deutsche Astronauten heimlich auf diesen Mond-Trip hoffen (und es Apollo nie geschafft hat)

Sie dachten, die Mondlandungen von damals seien der Gipfel? Falsch gedacht. Während wir hierzulande über die neuesten Energiepreise grübeln, bereitet sich die NASA auf etwas vor, das die Apollo-Ära wie einen Kindergeburtstag aussehen lässt. Zwei deutsche Piloten könnten bald Teil dieser neuen Ära werden – aber nur, wenn die jüngsten Pannen nicht alles zunichtemachen.

Es ist Zeit, die Nostalgie abzuschütteln. Die „Artemis“-Mission ist kein einfacher Neustart von 1969. Hier geht es um ganz andere Ziele, die Wissenschaftler seit Jahrzehnten im Kopf haben, aber bisher unerreichbar schienen. Wenn Sie denken, die ISS sei das Ende der Fahnenstange, warten Sie, bis Sie hören, was sie *wirklich* auf dem Mond suchen. Wir reden hier nicht über eine Flagge, sondern über unser Überleben.

Der heimliche Grund: Eis statt Errungenschaft

Vergessen Sie den Wettlauf. Alexander Gerst und Matthias Maurer, unsere Top-Astronauten, wissen genau, dass das wahre Gold nicht Glanz und Ruhm ist. Es ist ein Rohstoff, den wir hier auf der Erde ständig verschwenden: Wasser.

Die Apollo-Missionen haben nur die ‚einfachen‘ Flecken besucht. Artemis zielt viel weiter. Sie peilen den Südpol an. Warum? Weil dort hartnäckig Eis vermutet wird. Wenn das stimmt, ist das der **Schlüssel für alles Kommende** – von Langzeitstützpunkten bis hin zu Treibstoff für den Mars.

Warum deutsche Astronauten heimlich auf diesen Mond-Trip hoffen (und es Apollo nie geschafft hat) - image 1

Der Unterschied, den Sie nicht im Unterricht lernten

Viele meinen, Artemis sei nur ein größeres Apollo-Projekt in neuer Lackierung. Das ist ein Trugschluss. Der Geophysiker Gerst stellte klar: „Damals wollte man zeigen, dass man landen kann. Heute sind die Ziele langfristiger.

Was viele Europäer übersehen, ist unsere immense Rolle. Maurer betont oft: Ohne das europäische Servicemodul würde die Orion-Kapsel gar nicht erst starten. Wir sind nicht nur Mitfahrer, sondern das **technische Rückgrat** der Reise. Das ist ein kosmisches Reifezeugnis, das man nicht sofort im Supermarktregal sieht.

Die böse Überraschung: Startverzögerung in Deutschland

Sie kennen das doch sicher: Man hat alles minutiös geplant, der Flug ist gebucht, und dann kommt die Technik dazwischen. Genau das ist bei Artemis 2 passiert. Lecks und Ausfälle am rund 100 Meter hohen Raketensystem. Der ursprüngliche Termin ist passé.

Jetzt ist im März die nächste Chance für den Mond-Orbit. Wenn Sie nun denken, die deutschen Astronauten sehen das als schlechtes Omen, irren Sie sich. Gerst sieht das pragmatisch: „Zusätzliche Tests sind kein schlechtes Zeichen, sondern Ausdruck von Professionalität.

Maurer fasst es für uns zusammen: Lieber zwei Tage länger warten, als dass wir das ganze Programm um Jahre zurückwerfen. **Übereilung ist der Todfeind der Raumfahrt.**

Warum deutsche Astronauten heimlich auf diesen Mond-Trip hoffen (und es Apollo nie geschafft hat) - image 2

Mehr als eine Zwischenstation: Warum der Mond überlebenswichtig ist

Wenn die Nachrichten in Deutschland hauptsächlich von Inflation und Krisen bestimmt werden, fragen sich viele: Wofür dieser ganze Zirkus im All? Die Antwort ist erschreckend direkt:

  • **Katastrophenschutz:** Der Mond dient als Testlabor, um uns gegen Meteoriteneinschläge oder massive Sonnenstürme zu wappnen.
  • **Mars-Vorbereitung:** Wir können die Lebenserhaltungssysteme nicht direkt auf dem Roten Planeten testen. Das wäre Selbstmord. Der Mond ist unser Übungsplatz.
  • **Kooperation als Botschaft:** Die ISS hat gezeigt, dass selbst erbitterte Gegner zusammenarbeiten können. Die Raumfahrt ist ein Friedenszeichen, das über alle politischen Gräben hinweggeht.

Ein Blick in die Zukunft: Das Moon Village

Der ehemalige ESA-Chef Wörner sprach bereits vor Jahren vom „Moon Village“. Viele hielten ihn für verrückt, weil er von einer „Station auf dem Mond“ sprach. Doch Artemis ebnet diesen Weg. Es geht nicht darum, wieder nur kurz vorbeizuschauen, sondern darum, eine **globale Präsenz** aufzubauen, ähnlich der ISS, nur auf einem anderen Himmelskörper.

Wann genau wir Gerst oder Maurer auf dem Missionsplan sehen, hängt von den Daten des nächsten Fluges ab. Doch die Weichen sind gestellt. Wir stehen am Beginn einer zweiten, ernsthafteren Welle der Erforschung.

Macht der Gedanke, dass zwei Deutsche bald Regionen betreten, die seit 1972 unberührt sind, Sie genauso aufgeregt? Oder glauben Sie, das Geld wäre besser in heimischen Krisen angelegt?

Philip Wienberg
Philip Wienberg

Co-founded Germany's first alcohol-free craft beer brand in 2018. Now a freelance Copywriter & Creative Director with 15+ years in top German ad agencies. Led teams of 30+ creatives, winning 100+ awards together - some even for real work, not just the award circuit.

Artikel: 1433

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert